
Seit 1. Oktober 2001 ist Erik Bettermann Intendant des deutschen Auslandsrundfunks. Im Herbst 2007 bestätigte ihn der Rundfunkrat für weitere sechs Jahre.
Der Rundfunkrat hatte Erik Bettermann am 10. Mai 2001 zum Nachfolger von Dieter Weirich gewählt. Die „Bremer Frohnatur“ (so die Frankfurter Rundschau), dessen Vita ihn als „Kölscher nach Sprache und Gesinnung“ (Kölner Stadt-Anzeiger) ausweist, war der DW bereits als langjähriges Mitglied des Verwaltungsrats verbunden – entsandt in seiner Eigenschaft als Beauftragter des Landes Bremen beim Bund und für Europaangelegenheiten.
Erik Bettermann wurde am 8. Mai 1944 in Lindenthal (Kreis Leipzig) geboren und wuchs im Rheinland auf. Bettermann studierte – nach dem Abitur am Albertus-Magnus-Gymnasium in Köln – an den Universitäten Köln und Bonn Philosophie, Pädagogik und Sozialpädagogik sowie an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Köln. Als freier Mitarbeiter schrieb er für Kölner Tageszeitungen und eine evangelische Kirchenzeitung. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern.
PR und Politik in Bonn und Berlin
Seine berufliche Laufbahn führte ihn zunächst als Verantwortlichen für die Öffentlichkeitsarbeit zur Gemeinde Rodenkirchen im Kreis Köln und zur PR-Arbeit der Deutschen Gesellschaft für internationalen Jugendaustausch (1969-1970). In den Folgejahren war Bettermann Hauptgeschäftsführer des Deutschen Bundesjugendrings und Verantwortlicher für deutsch-amerikanische Austauschprogramme im Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit in Bonn.
1983 wurde er Leiter des Büros des Vizepräsidenten im Deutschen Bundestag, 1985 Abteilungsleiter beim Parteivorstand der SPD und 1989 deren Stellvertretender Bundesgeschäftsführer. Im Anschluss war Bettermann von 1992 bis 1995 als Staatsrat beim Senator für Bundesangelegenheiten der Freien Hansestadt Bremen tätig, von 1995 bis 2001 in Bremen Bevollmächtigter für Bundesangelegenheiten, Europa und Entwicklungszusammenarbeit.
Er war unter anderem Mitglied des ZDF-Fernsehrats, des Verwaltungsrats der Deutschen Welle und des Deutschen Poleninstituts sowie Vorsitzender des Gustav-Stresemann-Instituts. Er ist Vorsitzender des Internationalen Demokratiepreises Bonn.
Bettermann hat zahlreiche Artikel und Aufsätze zu aktuellen Themen der Bereiche Jugendpolitik, Parteiarbeit und der Rolle der Medien verfasst und Gastvorlesungen unter anderem an der Ohio State University, der John Hopkins University Washington D.C. und an den Universitäten in Kiew, Taipeh, Kairo und São Paulo gehalten.
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