Die Revolutionen in der arabischen Welt haben die Medienlandschaft der Region grundlegend verändert. Private Radio- und Fernsehstationen erreichen immer höhere Marktanteile, unabhängige Internetanbieter bauen ihre Rolle als wichtige Informationsquelle für die Bevölkerung weiter aus und auch einige Staatssender zeigen sich reformorientiert. Die DW Akademie in Nah- und Mittelost unterstützt den demokratischen Wandel und fördert dabei Strukturen, die langfristig den freien Zugang zu unabhängigen Informationen gewährleisten. Hierbei konzentrieren wir uns auf die Schwerpunktländer Ägypten, Jemen und die palästinensischen Gebiete sowie Afghanistan und Pakistan.
In Ägypten ist der Transformationsprozess mittlerweile ins Stocken geraten. Journalisten und Medienschaffende müssen die gerade erst errungenen Freiheiten bereits wieder verteidigen. Wir fördern den Aufbau von Strukturen zur Medienselbstregulierung und unterstützen reformorientierte Medienunternehmen bei der Qualifikation und Weiterbildung von Online- und Fernsehjournalisten, Medienmanagern und Technikern mit dem Ziel, eine unabhängige und ausgewogene Berichterstattung zu ermöglichen. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Ausbildung von lokalen Trainern sowie die Entwicklung eines praxisnahen Journalistik-Studiengangs an der Universität Kairo.
Die universitäre Journalistenausbildung steht auch im Zentrum unserer Arbeit in den palästinensischen Gebieten. Mit einem Langzeitprojekt soll der Aufbau eines TV Senders an der Universität Nablus und damit eine stärkere Praxisorientierung des Journalistenstudiengangs gefördert werden.
Im Jemen plant die DW Akademie in Zusammenarbeit mit der unabhängigen Zeitung "Yemen Times" den Aufbau eines neuen Radiosenders. Ziel ist es, einen Sender zu etablieren, der landesweit ein unabhängiges Bildungs- und Informationsprogramm anbietet.
In Afghanistan und Pakistan setzt sich die DW Akademie für eine Reformierung der TV-Programme für Kinder ein und arbeitet hier sowohl mit privaten als auch staatlichen Sendern zusammen. Zudem unterstützen wir die Universität Kabul bei der Konzeption und Ausrichtung eines praxisnahen Studiengangs für Journalisten.
Leiter Bereich Nah- und Mittelost
T: +49.30.4646-8501
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