1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen

US-Drohnenbasis in Afrika?

29. Januar 2013

Richten sich die USA im Nordwesten Afrikas auf einen länger währenden Anti-Terror-Kampf ein? Wenngleich US-Truppen derzeit nicht in Mali gegen Islamisten kämpfen, soll nun eine Basis in der Region geschaffen werden.

https://p.dw.com/p/17TCe
Eine Drohne der US-Streitkräfte (Foto: dpa)
Bild: picture-alliance/dpa

Die einzige ständige Militärbasis der USA in Afrika liegt in Dschibuti, weit im Osten des Kontinents. Nun bestätigte in Washington ein Regierungsvertreter den Bericht der "New York Times", wonach künftig unbewaffnete Drohnen im Luftraum über der Sahara-Region patrouillieren sollen. Ziel sei es, Gruppen des Terrornetzwerkes Al-Kaida sowie islamische Extremisten in der Region besser überwachen zu können.

Als Standorte für die Drohnenbasis seien Niger und Burkina Faso im Gespräch. Beide Länder grenzen an Mali, wo die französische Armee die Regierungstruppen im Kampf gegen Islamisten unterstützt. So könnten die Drohnen die Mission in Mali schnell unterstützen.

Wachsende Bedrohung

Die Regierungen des Niger und der USA hätten bereits ein Abkommen über die Stationierung von US-Soldaten in dem afrikanischen Land geschlossen, sagte der Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AFP. Der Oberkommandierende der US-Truppen in Afrika, General Carter Ham, sei am 11. Januar zu Gesprächen in Nigers Hauptstadt Niamey gewesen. Der "New York Times" zufolge könnten fast 300 Soldaten nach Niger verlegt werden. Aus Burkina Faso starten bereits Drohnen, die von privaten Sicherheitsfirmen betrieben werden.

Die Regierung in Washington fürchtet einen zunehmenden Einfluss von radikalen Islamisten und Verbündeten von Al-Kaida in der Sahara-Region. Neben dem Konflikt in Mali gelten der tödliche Angriff auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi im September und die blutige Geiselnahme auf einer Gasförderanlage in Algerien Mitte Januar als Zeichen für die wachsende Bedrohung.

rb/gmf (afp, dpa)