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Kultur

Weihnachten weltweit

Tannenbaum und Adventskranz, Glühwein und Spekulatius. Was in Deutschland zur Weihnachtszeit einfach dazu gehört, ist in anderen Ländern weitgehend unbekannt. Gefeiert wird fast überall, aber überall anders.

Festlich dekorierte Fischerhütte

USA

Weihnachtsbaumkauf in den USA

Die Dezember-Nächte in den USA sind hell: Überall wetteifern die Hausbesitzer mit unzähligen Glühbirnchen und Lichterketten um die kreativste Beleuchtung. Auch die Freude der Amerikaner an Paraden zeigt sich besonders in der Vorweihnachtszeit. In unzähligen Städten werden grelle Umzüge veranstaltet. Die Kaufhäuser sind zur X-mas-Zeit (eine typisch amerikanische Abkürzung: Das X steht für den ersten Buchstaben des griechischen Wortes für Christus) aufwändig dekoriert und laden zum Konsumrausch ein. In der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember ist es dann endlich soweit: Santa Claus fliegt mit seinem Schlitten, der von den Rentieren Dasher, Dancer, Prancer, Vixen, Donder, Blitzen, Cupid, Comet und Rudolph gezogen wird, von Kamin zu Kamin. Für die Rentiere stellen die Kinder Milch und Kekse vor die Tür – damit sie nicht vergessen werden.

Guatemala

Weihnachtsfeier in Guatemala

Während der letzten neun Tage vor Weihnachten werden auf dem Lande unter Gesängen und dem Klang von Trommeln die Figuren von Maria und Josef von Haus zu Haus getragen. So schmücken sie jeden Tag eine andere Krippe. Die Bewohner des letzten Hauses, in das Maria und Josef einziehen, richten ein großes Fest aus. Den Weihnachtsbaum gibt es auch in Guatemala – deutsche Einwanderer haben ihn mitgebracht. Unter den Baum werden die Geschenke gelegt, allerdings tauschen die Erwachsenen diese erst zu Neujahr aus.

Mexiko

Das wohl ungewöhnlichste Fest zur Weihnachtszeit findet in der mexikanischen Stadt Oaxaca statt. Am 23. Dezember feiert man das Radieschenfest – zur Erinnerung an die Einführung dieser Gemüsesorte durch die spanischen Kolonialherren im 18. Jahrhundert. Die mexikanischen Radieschen sind oft kartoffelgroß und regen künstlerisch ambitionierte Mexikaner an, aus ihnen allerlei zu schnitzen - zur Weihnachtszeit natürlich Maria und Josef und andere Krippenfiguren. In den Kirchen in ganz Mexiko werden nach der Weihnachtsmesse geschmückte Tongefäße, die "Pinatas", an Schnüren von der Decke herabgelassen. Sie sind mit Früchten und Süßigkeiten gefüllt. Mit verbundenen Augen wird versucht, die "Pinatas" zu zerschlagen.

England

An Weihnachten schmücken die Engländer ihre Räume mit Misteln, Stechpalmen, Lorbeer und bunten Girlanden. Zum Festmahl kommt natürlich Plumpudding und "Gregor", der typische britische Turkey, auf den Tisch. Auf die Geschenke müssen die Kinder bis zum nächsten Morgen warten. Am Heiligabend hängen sie ihre Strümpfe auf, die von Santa Claus gefüllt werden. Ein besonderes Ereignis findet am 6. Januar statt. Dann klingelt "Mari Lwyd" an den Haustüren und stellt Rätsel. Wer die Antwort nicht weiß, wird von ihr gebissen und muss die weißvermummte Gestalt verköstigen.

Griechenland

In Griechenland ziehen am 24. Dezember Kinder mit Trommeln und Glocken durch die Straßen, singen die "Kalanda", Lobgesänge, die Glück bringen sollen, und bekommen dafür kleine Geschenke. Zwölf Nächte lang werden dann Weihnachtsfeuer zum Schutz vor den "Kalikanzari", den Kobolden, entzündet. In der Nacht zum 1. Januar legt der Heilige Vassilius die Geschenke für die Kinder vor ihr Bett. Für die Familie gibt es an diesem Tag einen Kuchen, in die eine Goldmünze eingebacken wird. Dem Glücklichen, der sie in seinem Stück findet, dem soll ein erfolgreiches Jahr beschert sein.

Skandinavien

Das Haus des Weihnachtsmanns in Finnland

Das Julfest ist Tradition in allen skandinavischen Ländern. Es entstammt alten Ernte- und Mittwinter-Bräuchen, bei denen Jul-Brot gebacken, Julbier gebraut und Julstroh in der Julstube verstreut wurde. Das Julfest endet am 13. Januar mit einem zünftigen Gelage. Einer der wichtigsten Weihnachtstage in Schweden ist der 13. Dezember – der Tag der Heiligen Lucia. Sie bringt Licht ins Dunkel der Nacht. Am Morgen des Lucia-Tages geht die älteste Tochter des Hauses als Heilige verkleidet durchs Haus und weckt die Familie – dazu verteilt sie Gebäck. Typisch finnisch: der gemeinschaftliche Saunagang am 24. Dezember.

Kenia

Am Heiligen Abend trifft man sich im Kreis der Familie zu einem großen Festmahl. In Kenia sind es vor allem die Kinder, die verantwortlich dafür sind, das Haus weihnachtlich zu dekorieren, zu reinigen und das Weihnachtsessen für den 25. Dezember vorzubereiten. An diesem Tag wird frühmorgens eine Ziege geschlachtet und unter den Familienmitgliedern aufgeteilt. Nach dem Weihnachtsessen wird von Haus zu Haus gegangen, um sich gegenseitig fröhliche Weihnachten zu wünschen und die Geschenke zu verteilen. Das Fest selbst klingt in ausgelassenem Rahmen: Bis in die frühen Morgenstunden wird gefeiert und getanzt.

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