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VW im Verkaufsrausch

16. November 2012

Eurokrise hin, Rabattschlachten her: Volkswagen steuert in diesem Jahr auf einen Verkaufsrekord zu. Der europäische Automarkt dagegen schrumpft weiter.

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Mitarbeiter arbeiten in Wolfsburg im Werk der Volkswagen AG an VW Tiguan (Foto: dpa)
Bild: dapd

Seit Jahresbeginn gingen 7,5 Millionen Fahrzeuge an die Kunden, zehn Prozent mehr als vor Jahresfrist, wie der Wolfsburger Autobauer Volkswagen (VW) am Freitag mitteilte. Rechnerisch ist damit zwei Monate vor dem Jahresende die Marke von neun Millionen verkauften Fahrzeugen zum Greifen nahe. Im vergangenen Jahr hatte Europas größter Autobauer rund um den Globus 8,3 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert.

Allein auf dem größten Automarkt in China lieferte der Autobauer bis Oktober rund 2,3 Millionen Wagen aus - ein Plus von 19,6 Prozent. In den USA, wo Volkswagen seit Monaten hohe Zuwächse verzeichnet, kletterten die Auslieferungen um mehr als ein Drittel. In Osteuropa ging es um ein Fünftel aufwärts, in Russland allein um 47 Prozent.

Talfahrt auf dem europäischen Automarkt

Während das Geschäft in China und den USA weiterhin die Verkaufszahlen nach oben treibt, ist der Automarkt in Europa rückläufig. Seine Talfahrt setzte er im Oktober weiter fort, wenn auch langsamer als in den Monaten zuvor. Gegenüber dem Vorjahresmonat schrumpften die Zulassungen von Neuwagen laut der europäischen Autohersteller-Vereinigung (ACEA) in der Europäischen Union um 4,8 Prozent auf gut 959.000 Einheiten. Federn lassen mussten insbesondere Italien mit minus 12,4 Prozent auf rund 117.000 Einheiten und in Frankreich mit einem Rückgang um 7,8 Prozent auf 162.000 neu zugelassene Pkw. In Spanien brachen die Zulassungszahlen um 21,7 Prozent auf nur mehr knapp 45.000 Einheiten ein. Allein die Verkäufe in Großbritannien und Deutschland legten zu.

Ford schließt Werk in Belgien

Während Autobauer wie Peugeot, Ford und Opel über hohe Verkaufsrückgänge klagen und ihre Werke kaum beschäftigen können, hielt sich der Rückgang bei VW im krisengeplagten Westeuropa (ohne Deutschland) jedoch mit minus sechs Prozent in Grenzen. Der Marktführer baute laut ACEA seinen Marktanteil im Oktober in der Europäischen Union auf 25,5 (Vorjahr 23,9) Prozent aus. Mehr als jedes vierte Fahrzeug in der EU kommt damit von einer Marke des Wolfsburger Konzerns. Unter den einzelnen Marken legten besonders die Oberklassetochter Audi (plus 12,9 Prozent) und VW-Pkw (11,2 Prozent) zu. Die tschechische Tochter Skoda verkaute 7,2 Prozent ehr. Dagegen sanken bei der spanischen Marke Seat die Auslieferungen um 9,8 Prozent.

rtr/li (dpa, rtr)