1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen

Bernie Sanders will Präsident werden

30. April 2015

Bernie Sanders nimmt es mit Ex-Außenministerin Hillary Clinton auf: Der parteilose Senator aus dem US-Staat Vermont kündigte an, bei der US-Präsidentschaftswahl 2016 antreten zu wollen.

https://p.dw.com/p/1FHtJ
USA Demokraten Senator Bernie Sanders (Foto: reuters)
Bild: Reuters/J. Roberts

Der schroffe, weißhaarige Mann aus dem Nordosten der USA steigt als unabhängiger Kandidat in das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur ein. "Ich steige in diesen Wahlkampf ein, um zu gewinnen", sagte er am Mittwoch unter anderem der Zeitung "USA Today". Offiziell werde er seine Kandidatur am heutigen Donnerstag bekanntgeben. Laut Medienberichten soll seine Kampagne in den kommenden Wochen beginnen.

Der Kandidat des "kleinen Mannes"?

Sanders war im Jahr 1990 in das Repräsentantenhaus gewählt worden, im Jahr 2006 wurde er Senator. Er selbst bezeichnet sich mit Stolz als "Sozialist". Nach eigenen Worten will er der "Gier des Amerikas der Konzerne" etwas entgegensetzen, damit die Regierung für "normale Amerikaner und nicht nur für Milliardäre" funktioniert.

Rund zwei Drittel der Gelder für seinen Wahlkampf im Jahr 2012, in dem er sich erfolgreich um eine zweite Amtszeit als Senator bewarb, sei von kleinen, unabhängigen Spendern gekommen. Sanders hat sowohl Demokraten als auch Republikanern vorgeworfen, zu sehr den Interessen mächtiger Konzerne nachzugeben.

Harte Konkurrenz

Damit tritt der 73-Jährige bei den Vorwahlen gegen die frühere Außenministerin Hillary Clinton an. Diese hatte Mitte April ihre langerwartete Bewerbung für die Demokraten um die Präsidentschaft angekündigt.

Clintons Favoritenstatus dürfte aber durch die Bewerbung Sanders' nicht in Frage gestellt werden. Vorläufigen Umfragen zufolge stehen dessen Chancen mit 5,6 Prozent Zustimmung schlecht. Vor ihm liegen neben Clinton (62,2) Vizepräsident Joe Biden (9,8) sowie die Senatorin aus Massachusetts, Elizabeth Warren (12,7), die ihre Kandidatur beide noch nicht offiziell erklärt haben.

Sanders als Gegner übermäßigen Freihandels könnte die 67-jährige Clinton aber zwingen, sich in Wirtschaftsfragen etwas deutlicher zu positionieren.

Für die Ehefrau von Ex-Präsident Bill Clinton ist es der zweite Anlauf auf den Chefsessel im Weißen Haus. Im Jahr 2008 verlor sie einen harten Vorwahlkampf der Demokraten gegen Barack Obama. Dieser darf nach zwei Amtszeiten als Präsident nicht mehr antreten. Die Abstimmung findet im November 2016 statt.

chr/se (dpa, rtr, afp)