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Kultur

Unser Kulturkalender für Januar

In diesem dunklen Monat sollte die "Sesamstraße" Spaß in den Tag bringen. Wagner-Freunde können das Jubiläumsjahr des Komponisten einläuten. Zeitgenössisches Theater gibt es in Berlin und jungen Film in Saarbrücken.

Ernie (l.) und Bert aus der Sesamstraße (Foto: dpa)

Die Sesamstraße wird 40

Vor 40 Jahren revolutionierten Ernie, Bert und ihre Freunde aus der "Sesamstraße" das deutsche Kinderfernsehen. Am 8. Januar 1973 wurde die erste deutsche Folge der amerikanischen TV-Serie ausgestrahlt. Das Konzept der Sendung war revolutionär. In der für westdeutsche Wohlstands-Augen leicht heruntergekommen wirkenden "Sesamstraße" leben Puppen und echte Menschen unterschiedlicher Hautfarbe zusammen. Spielszenen wechseln sich ab mit kurzen Zeichentrick-Spots rund um das Zählen und Alphabet.

Eine Szene aus der US-amerikanischen Kindersendung Sesamstraße mit Kermit, dem Frosch (l.) und dem Krümelmonster (Foto: dpa)

In der "Sesamstraße" Zuhause: Kermit, der Frosch (l.), und das Krümelmonster

Im Berliner Museum für Film und Fernsehen treffen sich nun die "Sesamstraßen"-Bewohner zu einer Sonderschau rund um die Kinder-Sendung. Der überlebensgroße, gemütliche Samson begrüßt die Besucher der Ausstellung. Auch das gefräßige Krümelmonster und die rosa Tiffy sind dabei. Die Schau zeigt außerdem Interviews mit Puppenspielern und den Machern aus dem Studios von Erfinder Jim Henson sowie "Sesamstraße"-Folgen aus vier Jahrzehnten. Heute gibt es in Deutschland eigene Geschichten und Figuren wie die Schnecke Finchen, das Schaf Wolle und Pferd. Nur noch ein bis zwei kurze Einspielfilme aus den USA seien zu sehen, so die Ausstellungskuratorin Gerlinde Waz. In mehr als 140 Ländern gibt es die "Sesamstraße", auch in Indien, China, Israel und Afghanistan. Die Ausstellung in Berlin ist noch bis 7. April 2013 zu sehen.

200. Geburtstag Richard Wagners

Richard Wagner (1868) (Quelle:http://de.wikipedia.org)

Richard Wagner (1868)

Im Januar beginnt auch das Wagner-Jahr, in dem der 200. Geburtstag des deutschen Komponisten, Dramatikers und Dirigenten Richard Wagner (1813-1883) gefeiert wird. Am Tag selbst, dem 22. Mai, gibt es im Bayreuther Festspielhaus, das nach den Entwürfen Wagners gebaut wurde, ein Konzert. Doch Veranstaltungen sind das ganze Jahr über in Deutschland geplant. Am 6. Januar beginnt die Stadt Bayreuth ihr Jubiläumsprogramm mit einer Comedy-Einlage des Blechbläserensembles "Mnozil Brass". Im ostdeutschen Leipzig feiert am 19. Januar ein "Ring für Kinder" Premiere - Bezugnehmend auf Wagners berühmtestes Werk, den "Ring der Nibelungen".

Odysseus und Telemachos in Europa 2013

"Bleiben oder gehen?" fragen sich in der aktuellen Krise der Europäischen Union und in Griechenland viele junge Griechen. Denn in ihrer Heimat gibt es kaum noch Arbeit und Einkommen, da lockt den einen oder anderen der deutsche Arbeitsmarkt. Im Stück "Telemachos - should I stay or should I go?" wird dieser Spagat zum Thema gemacht - ganz aktuell, aber eingebettet in eine Sage des griechischen Altertums.

Der junge Telemachos, Sohn des Odysseus, als Theaterstück in Berlin (Plakatmotiv) (Foto: © Esra Rotthoff)

Der junge Telemachos, Sohn des Odysseus, als Theaterstück in Berlin (Plakatmotiv)

Am 11. Januar 2013 hat "Telemachos" seine Uraufführung am Theater Ballhaus Naunynstraße in Berlin. Das junge deutschgriechische Regie-Duo Anestis Azas und Prodromos Tsinikoris hat laut Ballhaus eine Reihe von Protagonisten verschiedener Generationen eingeladen, die ihr Leben selbst im Hin und Her zwischen Griechenland und Deutschland verbringen - so genannte Gastarbeiter aus dem südeuropäischen Land sind bereits in den 1960er und 70er Jahren in großer Zahl nach Westdeutschland gekommen. Die Lebensgeschichten und Berichte verknüpfen sich mit den Gesängen von den Abenteuern des Odysseus und seines Sohnes Telemachos, heißt es in der Ankündigung.

Die jährliche Suche nach jungen Talenten

Hannelore Elsner als Hanna Flanders betrachtet sich im Film Die Unberührbare (Film: dpa)

Hannelore Elsner als Hanna Flanders betrachtet sich im Film "Die Unberührbare"

Freunde des jungen Films kommen sicherlich wieder beim Filmfestival "Max Ophüls Preis" in Saarbrücken auf ihre Kosten (21. bis 27. Januar). Es ist das wichtigste Festival für den jungen deutschsprachigen Film aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. In diesem Jahr ist Filmregisseur und Autor Oskar Roehler Ehrengast beim Nachwuchs-Festival, das nach dem Saarbrücker Regisseur Max Ophüls (1902-1957) benannt ist. Roehler gelang mit "Die Unberührbare", dem sehr persönliches Porträt seiner Mutter, im Jahr 2000 der Durchbruch. Auch die Verfilmung von Michel Houllebecqs Erfolgsroman "Elementarteilchen" gehört zu Roehlers Werken.