Für das Jahr 2013 hat sich die EU eine Menge vorgenommen. Die Währungsunion soll endlich krisenfest gemacht werden. Unterschiedliche Interessen und Vorstellungen darüber prallen schon jetzt aufeinander.
Mit einem rigiden Sparkurs versucht Europa, die Finanzkrise zu bekämpfen. Dabei zeigt insbesondere die deutsche Geschichte, dass andere Strategien zum Schuldenabbau erfolgversprechender sind.
Auf mehr als 1,7 Billionen Euro belaufen sich mittlerweile die Verbindlichkeiten der öffentlichen Hand in Deutschland - für die Bürger ein Horror-Szenario. Dabei können Schulden für den Staat durchaus Sinn machen.
Die Eurokrise wird immer bedrohlicher - mit umso unverständlicheren Begriffen werfen Politiker und Ökonomen neue Konzepte zur Rettung von Euroland in den Raum. Wir bringen Licht ins Dunkel.
Europas Finanzkrise ist auch eine kulturelle Krise. Denn sie gründet in den unterschiedlichen Mentalitäten der einzelnen Nationen und in einem Mangel an Vertrauen.
Die Krise ist seit 2007 eine Konstante, die nur etwas moduliert wird. Mal ist es die Banken-, bald die Schulden-, dann wieder die Bankenkrise. Es scheint, als seien die zwei Krisentypen unheilvoll miteinander verquickt.
2012 war das Jahr der Eurokrise - wie geht es 2013 weiter?
Was hat Goethe mit der Europäischen Zentralbank zu tun? Jede Menge, finden die Teilnehmer einer öffentlichen Debatte bei der Bundesbank heraus. Mit seinem "Faust II" traf Goethe gar ein Kernproblem der Geldpolitik.
Die Krise scheint nicht mehr akut zu sein. Sie ist chronisch geworden. Die Eurozone kämpft gegen Rezession und hohe Arbeitslosigkeit. Die wichtigsten Entwicklungen seit Jahresanfang.
Die Krise eskalierte: Es schien alles möglich zu sein, sogar das Ende der Gemeinschaftswährung. Doch dann kam Mario Draghi, der die Investoren beruhigte und den Euro rettete.
Griechenland, das Ursprungsland der Schuldenkrise, beherrschte weiter die Schlagzeilen. Nach einem Schuldenschnitt und zwei Parlamentswahlen fragen sich viele: Ist das Land noch in der Eurozone zu halten?
Ein Jahresrückblick auf die Schuldenkrise in Europa. Genauer: auf die zahlreichen Versuche der Politik, der Krise Herr zu werden.
Schuldenkrise in Euroland: Was an der Peripherie begann, frisst sich immer weiter ins Herz des Euroclubs. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Entwicklungen seit Beginn der Schuldenkrise.
... ist der dauerhafte Krisenmechanismus der Euro-Länder - aber wie funktioniert er?
Der EU-Gipfel hat zwar einen Fahrplan für Reformen der Währungsunion beschlossen, aber einen zentralen Punkt verschoben: Ein Ausgleichsmechanismus für "Wirtschafts-Schocks" wird gebraucht. Wann wird er eingerichtet?
Mit der ersten Sitzung des Leitungsgremiums wird der Rettungsfonds ESM von den Euro-Finanzministern gegründet. Wie funktioniert die dauerhafte Schutzmauer gegen die Schuldenlawine?
In Brüssel und Berlin schätzt man ihn als ausgewiesenen Fachmann. Nun wird der Deutsche Klaus Regling Chef des dauerhaften Euro-Rettungsschirmes ESM - und Herr über 700 Milliarden Euro.
Irland hat über den europäischen Fiskalpakt mit strengen Haushaltsregeln abgestimmt. Aber was steht genau in dem Fiskalpakt und um welche Regeln geht es?
Der EU-Gipfel feiert sich für einen neuen "Wachstumspakt" in Europa. Die 120 Milliarden Euro sind aber keine Konjunkturprogramme, sondern bereits vorhandene Fördermittel. Wird da schön gerechnet?
Aus juristischer Sicht steht dem Euro-Rettungsschirm ESM nichts entgegen. Das hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg entschieden. Ein absolutes "Bail-Out-Verbot" gebe es nicht, so die Richter.
Absolute Sicherheit bei Geldanlagen gibt es nicht. Festverzinsliche staatliche Wertpapiere der Euro-Länder galten dennoch lange als sichere Häfen für Anleger. Doch die Schuldenkrise ist nicht der einzige Risikofaktor.
Italien und Frankreich graben die uralte Idee der Eurobonds wieder aus. Kanzlerin Angela Merkel sagt nein - und hat vermutlich vergessen, dass bei ihr ein viel besserer Vorschlag in der Schublade schlummert.
Die Ratingagentur S&P würde gemeinsame Anleihen der Euro-Staaten mit dem Rating des schwächsten Mitgliedslandes bewerten. Doch Experten sind sich einig: Die Eurobonds werden kommen, eher früher als später.
Erstmals in der Geschichte des Euro hat die Europäische Zentralbank den Leitzins auf unter ein Prozent gesenkt. Damit will sie der Wirtschaft wieder Leben einhauchen. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass nichts passiert.
Basel III, europäische Wirtschaftsregierung, Schuldenbremse. An Vorhaben und Ideen, um in Zukunft eine Krise wie die momentane zu vermeiden, fehlt es nicht. Doch welches Rezept taugt?
In Deutschland stoßen die Pläne der EZB, Staatsanleihen in unbegrenzter Höhe aufzukaufen, auf Kritik. Auch ein Gang vor den Europäischen Gerichtshof steht im Raum. Allerdings wäre das gar nicht so einfach.
Die EZB hat die Rolle des Euro-Retters übernommen. Sie will Anleihen klammer Staaten ohne Limit aufkaufen. Die Staatsfinanzierung durch die Notenpresse stößt unter den Ökonomen auf heftige Kritik.
Die Europäische Zentralbank darf keine Staaten finanzieren. Das steht in ihrem Statut. Sie tut es dennoch, weil die Politik bisher noch keine Lösung gefunden hat. Scheibchenweise verliert die EZB ihre Unabhängigkeit.
Überschreitet die EZB mit dem Kauf von Anleihen ihr Mandat oder nicht? Auf jeden Fall ist es eine Zeitenwende in Europa. Denn die Währunghüter machen künftig auch Politik.
Dass die Eurozone bis heute bestehen geblieben ist, haben wir vor allem der EZB zu verdanken. Sie hat Banken stabilisiert, Staaten vor dem Kollaps bewahrt und dabei ihre Regeln und Prinzipien über Bord geworfen.
Mit einer Welle von Leitzinssenkungen wollen sich die Notenbanken dieser Welt gegen einen drohenden Einbruch der Weltwirtschaft wappnen. Doch wirken die üblichen Instrumente überhaupt noch?
Bundesbank-Chef Jens Weidmann fürchtet um die Folgen der ausufernden Target2-Salden und will die Forderungen gegen die EZB zusätzlich absichern. Damit schließt er ein Scheitern des Euro nicht mehr aus.
Im Verrechnungssystem der europäischen Notenbanken sind in kurzer Zeit Forderungen im Wert von 800 Milliarden Euro aufgelaufen - droht der Eurozone eine geldpolitische Katastrophe?
Die Schulden Deutschlands haben die Billionen-Grenze längst überschritten. Aufgeschüttet und verwaltet wird der Schuldenberg von der Finanzagentur, die mit viel Zurückhaltung ihren Geschäften nachgeht.
... die neue Rolle der EZB und was man in der Bundesbank davon hält
Eine zentrale Aufsicht, gemeinsame Rettungsmaßnahmen und Einlagensicherung - die EU-Pläne zur Bankenunion klingen plausibel. Doch Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnt vor einer Fehlkonstruktion.
Wegen der Finanzkrise stand Island 2008 vor dem Kollaps. Seitdem hat sich das Land gut erholt - weil es alles anders machte als die Krisenstaaten im restlichen Europa. Ein Gespräch mit Islands Präsident Olafur Grímsson.
Die Lehman-Pleite hat gezeigt: Die Insolvenz einer Investmentbank kann die ganze Weltwirtschaft in den Abgrund reißen. Seitdem versucht die Politik, dieses Risiko zu begrenzen - bisher mit mäßigem Erfolg.
Auf die EU wartet noch eine Menge Arbeit, bis eine richtige Bankenunion arbeiten kann. Neben der Aufsicht sind verschiedene Finanzierungsinstrumente hoch umstritten.
Brüssel plädiert für eine Bankenaufsicht, die Einrichtung von Hilfsfonds und eine Einlagensicherung. Doch Berlin ist dagegen, dass deutsche Sparer für marode ausländische Großbanken haften.
Großbanken sollen nicht mehr vom Steuerzahler vor der Pleite bewahrt werden, so die Kernaussage eines Experten-Berichts, der auch vorschlägt, Privatkundengeschäft und Investmentbanking zu trennen.
Die Eurozone leidet unter Rezession, Arbeitslosigkeit und Staatsschulden. Doch was der Währungsunion am meisten zu schaffen macht, ist die Abhängigkeit zwischen Banken und Staaten. Wie kam es dazu?
Die EU-Kommission will ab Anfang 2013 eine EZB-Aufsicht für alle Banken in der Eurozone einführen. In Deutschland stößt der Plan auf Skepsis und Ablehnung.
Der SPD-Politiker Peer Steinbrück reiht sich ein: Mit einer Trennung des riskanten Investmentbankings vom normalen Bankgeschäft will er künftige Finanzkrisen verhindern. Die Idee ist schon über 80 Jahre alt.
Die EU-Kommission warnt: Schattenbanken gefährden die Stabilität des Finanzsystems und sollen daher besser kontrolliert werden. Doch was sind Schattenbanken überhaupt?
Wie und wer soll die Banken in Europa beaufsichtigen?
Die Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch dominieren den Markt für Bonitätsbewertungen. Bald soll eine neue Ratingagentur unter chinesischer Federführung für Konkurrenz sorgen.
Sie sollen die Finanzkrise noch angeheizt haben: die drei US-Ratingriesen, die das Ratinggeschäft beherrschen. Daher soll ein neues europäisches Institut ihre Marktmacht brechen. Die Geburt aber zieht sich.
S&P, Moody's, Fitch - die Ratingriesen haben Europa das Fürchten gelehrt. Für die Politik sind sie eine ideale Zielscheibe. Aber gibt es wirklich eine Verschwörung gegen den Euro, wie mancher glaubt?
Vor einem Jahr startete die Occupy-Bewegungen ihre Proteste gegen eine ungerechte Welt. Mittlerweile ist es still um sie geworden. Der Soziologe Dieter Rucht sieht aber dennoch positive Effekte.
Ein Jahr ist es her, dass Occupy in die Öffentlichkeit kam. Die Reaktionen darauf reichten von Staunen bis Ablehnung, sogar Empörung. Für den Buchautor Todd Gitlin ist die Bewegung mysteriös und enthüllend zugleich.
Lange bevor die Occupy-Bewegung in den USA vor einem Jahr die Wall-Street besetzte, schlugen die "Indignados", die Empörten, in Madrid ihre Zelte auf. Doch von der spanischen Protestbewegung ist nicht mehr viel zu sehen.
Occupy - ein Kampf gegen Windmühlen oder empfindliche Stiche ins System?
Die Geschichte des Euro ist auch die Geschichte der verletzten Regeln. Die Eurorettung folgt demselben Muster. Kann die Währungsunion ohne feste Regeln überleben? Und welche Regeln sollte es geben?
Am 1. Januar 2002 wurde der Euro in zwölf europäischen Ländern zum gesetzlichen Zahlungsmittel. Eine Bilanz nach gut einer Dekade Euro-Bargeld fällt gespalten aus.
Wenn sich ein Produkt als Fehlkonstruktion erweist, nimmt man es aus der Produktion und beseitigt die Funktionsmängel. Das geht auch mit der Währungsunion, meint Rolf Wenkel.
13 Jahre nach seiner Einführung hat sich der Euro als die zweitwichtigste Währung etabliert. Ein Viertel der Geldreserven wird in Euro gehalten. Doch jetzt wird er als eine Währung auf Abruf gehandelt. Zu Recht?
Früher galt der Gedanke an einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone als Tabu. Inzwischen wird der Fall aller Fälle immer wahrscheinlicher und offener diskutiert. Welche Folgen könnte Griechenlands Exit haben?
In regelmäßigen Zeitabständen wird über die Pleite Griechenlands spekuliert. Nun ist die Gefahr realer denn je. Auch ein Austritt des Landes aus der Eurozone wird wahrscheinlicher.
Alle Beteiligten arbeiten an Szenarien für den möglichen Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Es gibt nur keiner zu, und wenn, dann werden auf keinen Fall Details genannt - eine Spurensuche.
Es gibt mehrere Ansätze, wie die Schuldenkrise in Europa gelöst werden kann. Sie unterscheiden sich zwar in mancherlei Hinsicht, haben aber auch eines gemeinsam: einen Haken.
Die Deutschen verstehen die Welt nicht mehr: sie zahlen und haften für die Südländer und sind unbeliebter denn je. Dabei könnten sie den ganzen Ärger auf einen Schlag loswerden, wenn sie die Währungsunion verlassen.
Die Schuldenkrise wird zur Währungskrise - das ist der Tenor vieler Medienberichte, seit der Euro gegenüber dem Dollar auf den tiefsten Stand seit 15 Monaten gefallen war. Ist die Aufregung berechtigt?
Es geht ein Gespenst in Europa um - ein Gespenst, das insbesondere die Deutschen fürchten: die Inflation. Wie real ist die Gefahr? Ist sie vernachlässigbar angesichts eines drohenden Zerfalls der Eurozone?
2015 will Litauen den Euro einführen. Im DW-Interview erklärt Präsidentin Dalia Grybauskaitė, warum sie - trotz der Krise - vom Euro überzeugt ist.
Der Euro ist erstmal gerettet, doch aus dem Schneider ist er noch lange nicht. Wie kann er dauerhaft gesichert werden? Eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und ein Forschungsinstitut wagen einen konkreten Vorschlag.
Die Europäische Union hat notwendige Reformen auf die lange Bank geschoben. Das ist möglich, weil die Finanzmärkte im Moment still halten. Doch wie lange funktioniert das Spiel, fragt Bernd Riegert in seinem Kommentar.
Die Euro-Finanzminister haben sich auf eine europäische Bankenaufsicht geeinigt. Damit wird der Grundstein für eine Bankenunion gelegt. Eine Bankenunion mit Stolperfallen, meint Zhang Danhong.
Keiner kennt die Geschichte des Euro besser als er: David Marsh, britischer Journalist, Banker und Wissenschaftler. Sein Buch "Der Euro - Die geheime Geschichte der neuen Weltwährung" gilt als Standardwerk.
Der Fortbestand des Euro wird momentan nicht angezweifelt. Doch ist die Währungsunion längst nicht aus dem Schneider. Die Achillesferse der Eurozone ist, so Clemens Fuest, die schwache Wettbewerbsfähigkeit der Südländer.
Griechenland soll in der Eurozone bleiben und nun auch einen Aufschub für den Defizitabbau bekommen. Ein weiterer Schuldenschnitt ist damit nur aufgeschoben, glaubt der renommierte Wissenschaftler Johann Eekhoff.
In einem gemeinsamen Anleihemarkt für alle Euro-Staaten liegt die einzige Lösung für die Krise. Dafür wirbt der liberale Fraktionschef im Europäischen Parlament, Guy Verhofstadt, im DW-Interview.
Wieder einmal soll ein EU-Gipfel den großen Wurf bringen - was den Politikern seit drei Jahren nicht gelingen will. Johann Eekhoff plädiert deshalb für eine Abkehr von der bisherigen Rettungslogik.
Die Schuldenkrise in Europa ist auch eine Krise der Wirtschaftswissenschaft. Ihre Modelle gehen an der Realität vorbei. Namhafte Ökonomen fordern ein neues Selbstverständnis ihrer Zunft.
Der Kapitalmarkt-Stratege Phillip Vorndran sagt, die einzige Lösung für die Schuldenkrise in Europa heißt Inflation. Über eine Geldentwertung werden die Schulden kleiner, allerdings auch die Spargroschen der Bürger.
Während Thilo Sarrazin durch Deutschland tourt und erklärt, warum Europa den Euro nicht braucht, grübeln Ökonomen darüber, wie der Euro gerettet werden kann - denn seine Zukunft ist so unsicher wie noch nie.
17 europäische Top-Ökonomen haben ein Gutachten vorgelegt, mit dem sie "einen Weg aus der Krise" weisen wollen. Von der Politik verlangen sie größere Anstrengungen und mehr Entschlossenheit.
George Soros ist reich geworden durch Spekulation mit Währungen. Seine aktuelle Mission dennoch: die Rettung des Euro. An der Krisenpolitik der Europäer hält Soros so ziemlich alles für falsch.
Den angeschlagenen Euro-Ländern wird immer dieselbe Medizin gereicht: Reformen und Sparmaßnahmen. Kritik an diesem Konzept kommt von Gewerkschaften, aber auch aus der Finanzbranche.
Max Otte, Ökonom, Fondsmanager und Buchautor im Interview.
Ein DW-Spezial über junge Menschen aus den europäischen Krisenländern, die ihr Leben neu erfinden.
Eurostaaten und Weltwährungsfonds haben das kleine Zypern in letzter Minute vor dem Staatsbankrott bewahrt. Wie kam es überhaupt zu der Krise auf der Mittelmeerinsel? Antworten finden Sie hier in unserem Dossier.
... knapp an der Pleite ist Zypern vorbeigeschlittert. Auch Spanien leidet unter der Krise.
Italien macht längst keine 'bella figura' mehr. Das Chaos nach den Wahlen hat auch die EU in ihren Grundfesten erschüttert. Der Idee einer politischen Vereinigung Europas droht ein Rückschlag.
Montenegro ist nicht Mitglied der Eurozone, hat den Euro aber seit Jahren als Währung. Muss der Kleinstaat auf dem Balkan den Euro aufgeben, um ihn dann später ordnungsgemäß einzuführen?
Der drittkleinste Eurostaat ist seit dem letzten Sommer pleite. Das Land flüssig zu halten, wird relativ wenig kosten. Dennoch birgt der Fall Zypern große Sprengkraft, weshalb die Rettung immer wieder vertagt wird.
Zweimal haben die Finanzminister der Eurogruppe und der IWF vergeblich versucht, einen langfristigen Griechenland-Plan auf die Beine zu stellen. Jetzt ist er da. Aber er könnte sich als zu ehrgeizig erweisen.
Der Chor ist einstimmig: Ob IWF, OECD, EU-Kommission oder die Bundesregierung - sie alle mahnen Paris zu Wirtschaftsreformen. Ist Frankreich mit Präsident Hollande wirklich das nächste Sorgenkind in der Eurozone?
Die Eurozone weist eine nahezu ausgeglichene Leistungsbilanz gegenüber dem Rest der Welt auf. Innerhalb der Währungsunion gibt es aber gewaltige Ungleichgewichte. Das birgt Sprengstoff.
Trotz Eurokrise: Sechs europäische Länder befinden sich in der Top-Ten-Liste der wettbewerbsfähigsten Staaten der Welt. Das zeigt der neue Global Competitiveness Report des World Economic Forum.
Eine Internetplattform will Aufträge aus Deutschland für griechische Unternehmen ins Land holen. Wenn es wieder Arbeit gibt, müssten nicht mehr so viele Griechen auswandern. Der Start ist vielversprechend.
Griechenland meldet kleine Erfolge im Kampf gegen die Krise. Doch Experten warnen: Die Trendwende ist noch nicht in Sicht. 2013 ist ein besonders kritisches Jahr für die Umsetzung der vereinbarten Reformen.
"Mehr sparen geht nicht", sagen die Griechen. Und hoffen auf Investoren, die Arbeitsplätze schaffen. Eigentlich. Denn als Chinesen in die Stadt Piräus kamen, wollte man sie nicht. Das hat sich nun geändert.
Expansionswillige Manager sind zunehmend auf der Hut vor Südeuropa. Griechenland gilt inzwischen als riskanterer Ort für Investitionen als Syrien, ergab eine Umfrage unter 1000 Finanzvorständen.
Die Krise zwingt Griechenland zum Umdenken. Die lang verschmähte Landwirtschaft ist wieder attraktiv geworden. Auch für den Export. Allerdings finden griechische Agrarprodukte nur schwer den Weg in deutsche Supermärkte.
In Spanien stehen bereits 17 autonome Regionen und Städte vor der Pleite. Auch deshalb fordern immer mehr Spanier die Regierung auf, Schattenwirtschaft und Korruption zu bekämpfen.
Portugal - bisher Musterschüler unter den EU-Schuldenstaaten. Als Belege gelten die Erfolge bei der Haushaltskonsolidierung und stabile politische Verhältnisse. Beides ist jetzt in Gefahr.
Slowenien könnte der nächste Kandidat für den Euro-Rettungsschirm sein. Mehrere Ratingagenturen haben die Kreditwürdigkeit des Landes herabgestuft: Moody's sogar um drei Stufen.
steckt tief in der Krise
... aber die europäische Schulden-Krise rückt näher. Die Bürgschafts-Last und die Ängste steigen
... aber die euorpäische Schulden-Krise rückt näher. Die Bürgschaftslast für die Euro-Rettung steigt und mit ihr die Ängste der Deutschen.
In Deutschland ist nicht viel von der Euro-Krise zu spüren. Manche halten die Deutschen sogar für Krisengewinner, die von den Problemen der anderen profitieren. Was ist dran an dieser These?
In der Eurozone brennt es lichterloh: Griechenland droht bald der Austritt aus dem Euro. Spaniens Kreditwürdigkeit ist nicht mehr weit vom Ramsch entfernt. Alle rufen nach Hilfe aus Deutschland.
Wovor fürchten sich die Deutschen? Eine Studie zeigt: Die Bundesbürger sorgen sich vor allem um die Euro-Schuldenkrise - mehr als um den Verlust des Arbeitsplatzes. Der Wunsch nach wirtschaftlicher Stabilität ist stark.
Deutschlands Wirtschaft wächst noch immer. Das ist auf längere Zeit die letzte gute Nachricht. Es gibt genügend Anzeichen dafür, dass auch Deutschland demnächst auf Krisenmodus umschalten muss.
Europa ist und bleibt trotz Schuldenkrise der wichtigste Absatzmarkt für deutsche Waren. Und so geht auch an den erfolgsverwöhnten deutschen Exportunternehmen die Euro-Krise nicht spurlos vorüber.
Viele Ökonomen befürchten, Deutschland könne sich dem Sog der Krise nicht entziehen. Ausländische Investoren sehen das anders: Sie stufen Deutschlands als Top-Standort in Europa ein.
Wer sein sauer verdientes Geld sicher und langfristig anlegen will, der hat es in Zeiten der Euro-Krise schwer. Was liegt da näher, als der Kauf einer Wohnimmobilie? Doch ist "Betongold" tatsächlich ein sicherer Hafen?
Für Italien und Spanien ist es zunehmend schwer, sich Geld zu leihen. Anderen Ländern wird das Geld dagegen fast aufgedrängt. Warum bezahlen Anleger sogar Geld, um Staaten etwas leihen zu dürfen?
Seit fünf Jahren läuft die Weltwirtschaft im Krisenmodus. Hoffnungen auf ein schnelles Ende haben sich bis jetzt nicht bewahrheitet.Und das wird wohl auch noch einige Zeit so bleiben, sagt die OECD.
Während die Industrieländer in den vergangenen zehn Jahren einen Schuldenberg von fast 120 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung angehäuft haben, hat sich die Schuldenquote der Schwellenländer halbiert.
Viele Russen machen sich Sorgen, dass die EU-Schuldenkrise eine Wirtschaftskrise in Russland auslösen könnte. Das könnte auch die Protestbereitschaft im Land verstärken, wie der DW-Trend für Russland zeigt.
Sie sind Auge und Ohr der deutschen Wirtschaft in der Welt: In 86 Ländern unterhalten die Auslandshandelskammern insgesamt 120 Büros. Ihr aktueller Lagebericht lässt aufhorchen.
Europa ist der wichtigste Handelspartner Chinas. Ein Viertel der Währungsreserven Pekings sind in Euro-Anleihen investiert. Grund genug für China, der Eurozone zu helfen, dachten die Europäer.
In Europa dreht sich derzeit fast alles um die Finanzkrise und wie Euro-Schuldenländern geholfen werden kann. Entwicklungshelfer warnen: Die Unterstützung für arme Länder droht vernachlässigt zu werden.
Während Griechenland mit der Wirtschaftskrise kämpft, eilt die Türkei von Erfolg zu Erfolg. Trotz einiger Gemeinsamkeiten: Das Erfolgserlebnis der Türkei ist nicht so einfach auf Griechenland übertragbar.
Die Türkei blickt auf einen Wirtschaftsboom von zehn Jahren zurück. Doch viele Experten zweifeln an der Zukunftsfähigkeit des türkischen Wirtschaftswunders und empfehlen daher Veränderungen.