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Die Wolfsburgerinnen feiern den Titel. (Foto: Federico Gambarini/dpa)

Wolfsburg holt das Triple

US-Drohne vom Typ Predator (Foto: dpa)

Kurskorrektur im Antiterrorkampf

Blumen und Trauernde am Anschlagsort in London (foto: REUTERS)

Trauer, aber keine Panik in London

US-Außenminister Kerry (r) spricht mit Beschäftigen eines Restaurants in Ramallah (Foto: picture alliance/landov)

Kerry für Überraschungen gut

SPD-Chef Gabriel (l), Frankreichs Staatspräsident Hollande (M.) und Bundespräsident Gauck treffen zum Festakt ein (Foto: dpa)

150. Geburtstag der SPD

Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Zeremonie in Nimwegen (foto: reuters)

Niederlande ehren Kanzlerin

Der Abschlussbericht der Bund-Länder-Kommission zum Rechtsterrorismus wird in Hannover präsentiert (Foto: pa/dpa)

Versäumnisse an über 60 Schnittstellen

Uranmine des französischen Energie-Konzerns Areva in Arlit (Foto: picture alliance/AP Photo)

Tote bei Doppel-Anschlag in Niger

Ban Ki Moon kommt in Goma an (Foto: Reuters)

Ban fordert Waffenruhe im Kongo

Fußball Bundesliga Relegation Hinspiel: TSG 1899 Hoffenheim - 1. FC Kaiserslautern am 23.05.2013 in Sinsheim (Baden-Württemberg) in der Rhein-Neckar-Arena. Hoffenheims Roberto Firmino (l) und Sebastian Rudy jubeln über das Tor zum 2:0 durch Firmino. (Foto: Uwe Anspach/dpa)

Hoffenheim besiegt Kaiserslautern

  • SPD-Flaggen (Foto: dpa)

    150 Jahre Sozialdemokratie

    Drei Bundeskanzler in 150 Jahren

    Der 23. Mai 1863 war die Geburtsstunde der SPD - in Leipzig wurde die erste Partei in der deutschen Arbeiterbewegung gegründet. Verbote, Verfolgung und Exil, Erfolge und Niederlagen: Die SPD hat eine bewegte Geschichte.

  • Verschiedene Memory-Karten aus 150 Jahre SPD Geschichte liegen bunt durcheinandergemischt auf der Rückseite der anderen Memory-Karten, Foto: Per Henriksen /DW08.05.2013 /

    150 Jahre Sozialdemokratie

    Im SPD-Erinnerungskeller

    Spielerisch die Geschichte der Sozialdemokratie entdecken. Der 23. Mai 1863 ist die Geburtsstunde der SPD - der ersten Partei der deutschen Arbeiterbewegung. Es vergehen mehr als 100 Jahre bis zur Kanzlerschaft Willy Brandts, dem ersten von bislang drei sozialdemokratischen Bundeskanzlern.

  • Heimliche Treffen der Sozialdemokraten im August 1869 bei Kerzenschein beim 6. Vereinstag des Verbandes der deutschen Arbeitervereine in Eisenach mit von links nach rechts Adolf Hepner, Wilhelm Liebknecht (mit erhobenem Zeigefinger) und August Bebel, Foto: Archiv der sozialen Demokratie (© AdsD) der Friedrich-Ebert-Stiftung

    150 Jahre Sozialdemokratie

    Aus der Illegalität zum Arbeiterverein

    Geheime Orte bei Kerzenschein – so sehen die ersten Mitgliedertreffen aus. Auch August Bebel und Wilhelm Liebknecht als Gründungsväter sind dabei. Die frühe SPD will den Arbeitern eine Stimme geben. Ferdinand Lassalle ruft 1863 in Leipzig den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein ADAV ins Leben mit gut 4600 Mitgliedern. 1872 sind es schon 21000, und es werden immer mehr.

  • Blick in den Maschinensaal der Werkzeugfirma Richard Hartmann im Jahr 1878, Foto: Ullstein Bild

    150 Jahre Sozialdemokratie

    Trotz Verbot erfolgreich

    Die Industrialisierung bringt Lohn und Brot. Das aber unter schlechten Bedingungen: die Arbeit in der aufkommenden Schwerindustrie ist hart und ungesund. Die Arbeitervereine haben großen Zulauf. Die Sozialistengesetze von 1878 versuchen, das zu verhindern. Sozialdemokratische Organisationen werden verboten. Dennoch gelingt es der SPD bis 1890 zur Massenbewegung zu werden.

  • Blick in das Klassenzimmer der SPD-Parteischule 1908 u.a. Joseph Belli, Franz Mehring, Rosa Luxemburg, August Bebel, Simon Katzenstein, Heinrich Kuno und Wilhelm Pieck, Foto: © AdsD der Friedrich-Ebert-Stiftung

    150 Jahre Sozialdemokratie

    Partei-Mitglieder auf der Schulbank

    In der SPD-Parteischule in Berlin drücken seit 1906 prominente Sozialdemokraten wie Rosa Luxemburg und August Bebel die Schulbank. Letzterer hat die Schule gegründet. In Erinnerung an seinen Vater Wilhelm Bebel und dessen Worte: "Wissen ist Macht-Macht ist Wissen." Bis 1912 wird die SPD zur wähler- und mitgliederstärksten Partei in Deutschland.

  • Der SPD-Politiker Philipp Scheidemann ruft am09.11.1918 von einem Balkon des Reichstages in Berlin die erste deutsche Republik aus, Foto: picture-alliance/dpa

    150 Jahre Sozialdemokratie

    Unruhige Weimarer Zeiten

    Der SPD-Politiker Philipp Scheidemann auf einem der Balkone des Berliner Reichstages. Er ruft am 9. November 1918 die Republik aus. Ein Jahr später wird der SPD-Vorsitzende Friedrich Ebert Reichskanzler. Und - das Frauenwahlrecht wird Wirklichkeit. Seit 1891 hatte sich die SPD dafür stark gemacht. Bis 1932 bleiben die Sozialdemokraten die stärkste politische Kraft.

  • Otto Wels am Rednerpult des Reichstages 1932, Foto: © AdsD der Friedrich-Ebert-Stiftung

    150 Jahre Sozialdemokratie

    Entschiedene Gegner des NS-Regimes

    Der SPD-Abgeordnete Otto Wels lehnt sich am 23. März 1933 im Reichstag gegen Hitlers Zugriff auf das Parlament auf: "Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht." Die sozialdemokratischen Abgeordneten machen geschlossen Front gegen die NSDAP. Wenige Monate später werden die Gewerkschaften zerschlagen, die SPD wird verboten.

  • SPD-Politiker werden 1933 unter Aufsicht der SA gezwungen, Wandparolen zu entfernen, Foto: © AdsD der Friedrich-Ebert-Stiftung.

    150 Jahre Sozialdemokratie

    Verfolgung und Exil

    SPD-Politiker müssen unter Aufsicht von uniformierten Mitgliedern von Hilters Kampftruppe Wandparolen entfernen. Viele Sozialdemokraten werden verhaftet, gefoltert oder ermordet. Otto Wels baut 1933 in Prag die SPD-Exilorganisation Sopade auf. Diese agiert später von Paris und ab 1940 bis 1945 von London aus. Teile der deutschen Arbeiterbewegung organisieren sich in Skandinavien und den USA neu.

  • Der SPD-Vorsitzende der westlichen Besatzungszonen Kurt Schumacher spricht auf einer Kundgebung auf dem Frankfurter Römer am 27.6.1946 vor der Kulisse ausgebombter Häuserfassaden, Foto: © AdsD der Friedrich-Ebert-Stiftung

    150 Jahre Sozialdemokratie

    Neuaufbau aus der zweiten Reihe

    Mitten im zerbombten Frankfurt spricht 1946 Kurt Schumacher - neuer SPD-Vorsitzender der westlichen Besatzungszonen. Er war der prägende Mann an der Spitze der Nachkriegs-SPD. In der sowjetischen Zone werden SPD und KPD zur SED zwangsvereinigt. Im Westen unterliegen die Sozialdemokraten bei der ersten Bundestagswahl 1949 knapp der CDU und gehen für viele Jahre in die Opposition.

  • Delegierte auf dem SPD-Parteitag in Bad Godesberg 1959 halten Stimmzettel in die Luft und verabschieden das neue SPD-Grundsatzprogramm, Foto: © AdsD der Friedrich-Ebert-Stiftung

    150 Jahre Sozialdemokratie

    Von der Arbeiter- zur modernen Volkspartei

    Mit der Verabschiedung des Godesberger Programms 1959 werfen die Sozialdemokraten viel sozialistischen ideologischen Ballast ab. Sie öffnen sich damit breiten Wählerschichten. Die SPD bekennt sich zur Sozialen Marktwirtschaft und zur Landesverteidigung: wichtige Voraussetzungen für den späteren Eintritt in die "Große Koalition" mit der CDU/CSU ab 1966 mit Willy Brandt als Vizekanzler.

  • Am 7. Dezember 1970 kniet Bundeskanzler Willy Brandt vor dem Ehrenmal in Warschau, das den Helden des Ghetto-Aufstands von 1943 gewidmet ist, nieder, Foto: dpa

    150 Jahre Sozialdemokratie

    Politischer Neustart unter Willy Brandt

    Mit dem "Kniefall von Warschau" stellt der erste sozialdemokratische Kanzler Willy Brandt die außenpolitischen Weichen für die "Neue Ostpolitik" der sozialliberalen Regierung. "Mehr Demokratie wagen" ist der zentrale Satz seiner ersten Regierungserklärung. In den Folgejahren läutet Brandt eine ganze Reihe von Reformen in der Rechts-, Familien und Gleichstellungspolitik ein.

  • Heidemarie Wieczorek-Zeul hält bei einer Abstimmung der Jungsozialisten (Jusos) der SPD 1974 in München ihre Stimmkarte hoch, Foto: Ullstein Bild

    150 Jahre Sozialdemokratie

    Linke Flügelschläge

    Die "68er", die im Zuge der Protestbewegung in die SPD strömen, bringen frischen Wind in die Partei. Sie lassen aber auch innerparteiliche Kämpfe zwischen den Parteiflügeln neu aufbrechen. 1974 wird mit Heidemarie Wieczorek-Zeul zum ersten Mal eine Frau an die Spitze der Jungsozialisten gewählt. Immer wieder stellt die Parteijugend radikale Forderungen. Ihr Ziel: die Überwindung des Kapitalismus.

  • Bundeskanzler Helmut Schmidt kondoliert mit gesenktem Kopf der Witwe des von RAF-Terroristen entführten und ermordeten Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer am 25.10.1977 auf der Trauerfeier in Stuttgart, Foto: Heinz Wieseler/dpa

    150 Jahre Sozialdemokratie

    Helmut Schmidt und der "Deutsche Herbst"

    Beleidsbekundung für die Witwe des ermordeten Arbeitgeberpräsidenten Hans Martin Schleyer 1977: einer der schwersten Momente in der Regierungszeit Helmut Schmidts. Der linksextremistische Terror der "Rote Armee Fraktion" wird zur Bewährungsprobe für den Krisenmanager Schmidt. Hinzu kommen heftige innerparteiliche Auseinandersetzungen, etwa um die Nachrüstung.

  • Rudolf Scharping, Johannes Rau, Oskar Lafontaine und Gerhard Schröder auf dem Mannheimer Parteitag 1995 kurz vor der Abwahl Scharpings als SPD-Vorsitzender durch die Kampfabstimmung mit Lafontaine, Foto: picture-alliance/dpa

    150 Jahre Sozialdemokratie

    Mühsame Oppositionsjahre

    Mit dem Zerbrechen der sozialliberalen Koalition 1982 findet sich die SPD lange Jahre in der Opposition wieder. 1994 scheitert Rudolf Scharping (l.) bei der Bundestagswahl als SPD-Kanzlerkandidat. Wenig später verliert er auf dem Bundesparteitag in Mannheim in einer Kampfabstimmung überraschend den Parteivorsitz an den saarländischen Ministerpräsidenten Oskar Lafontaine (Mitte).

  • Mit Trillerpfeifen und einem Plakat gegen Schröders Agenda 2010 demonstrieren Mitarbeiter des von der Schließung bedrohten Bombardier-Werkes Waggonbau Halle-Ammendorf am 19.03.2004 in Halle (Saale) für den Erhalt des Produktionsstandortes, Foto: Peter Endig/dpa

    150 Jahre Sozialdemokratie

    Die SPD im Reform-Dilemma

    Im September 1998 gelingt der SPD der Sprung in die Regierungsverantwortung. Gemeinsam mit den Grünen löst sie die Regierung Kohl ab. Der dritte SPD-Kanzler Gerhard Schröder setzt mit der „Agenda 2010“ umfangreiche Reformen auf dem Arbeitsmarkt durch. Von den Gewerkschaften hagelt es Kritik. Die SPD verliert Mitglieder und Wähler an die neu gegründete Partei "Die Linke".

  • SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück steht mit erhobenen Händen am 09.12.2012 beim außerordentlichen Bundesparteitag der SPD in Hannover neben Frank-Walter Steinmeier (l), Fraktionsvorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, und Sigmar Gabriel (r), SPD-Vorsitzender, die ihm beide applaudieren, Foto: Michael Kappeler/ dpa

    150 Jahre Sozialdemokratie

    Kandidat mit Kanten

    Peer Steinbrück fordert im September die Bundeskanzlerin heraus. Der frühere Finanzminister gilt wegen seiner wirtschaftspolitischen Kompetenz als ideale Besetzung, mitten in der Schuldenkrise. Doch derzeit liegt er bei Umfragen deutlich hinter Angela Merkel.


    Autorin/Autor: Anja Fähnle/ Jeanette Seiffert | Redaktion: Arne Lichtenberg