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Wirtschaft

Wirtschaft kompakt

Top-Thema: USA und Kuba: Ende der Eiszeit

Die Hörfunk-Nachrichten der DW | 18.12.2014 | 16:00

Putin gibt Ausland Schuld an der Krise

Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich zuversichtlich gezeigt, dass sich die Wirtschaft seines Landes erholen und der Rubel stabilisieren wird. Im schlimmsten Fall werde die aktuelle Krise zwei Jahre dauern, sagte der Kremlchef vor 1200 Journalisten in Moskau. Notenbank und Regierung hätten angemessene Schritte unternommen, wenn diese auch schneller und entschlossener hätten erfolgen können, sagte Putin auf seiner Jahresabschluss-Pressekonferenz. Ausgelöst worden sei die Talfahrt aber vor allem durch ausländische Faktoren. Der Staatschef kündigte zusätzliche wirtschaftliche Maßnahmen zur Stärkung der russischen Ökonomie an, die vielfältiger aufgestellt werden müsse. Die Abhängigkeit vom Ölverkauf werde reduziert. - Die internationalen Sanktionen im Ukraine-Konflikt seien bis zu 30 Prozent für die Krise mitverantwortlich, räumte Putin ein. Er beschuldigte den Westen, die Osterweiterung der NATO sei wie der Bau einer neuen "Berliner Mauer". Der Präsident bekannte sich noch einmal zur staatlichen Einheit der Ukraine und äußerte die Hoffnung auf einen Gefangenenaustausch noch vor Weihnachten.

EU verhängt neue Sanktionen gegen die Krim

Die Europäische Union hat neue Sanktionen gegen die von Russland annektierte Halbinsel Krim beschlossen. Künftig seien jegliche Investitionen auf der Krim untersagt, teilte die EU kurz vor ihrem Gipfeltreffen in Brüssel mit. Verboten werde zudem der Export von Gütern in den Bereichen Energie, Öl- und Gasförderung, Transport und Telekommunikation. Unter die neuen Strafmaßnahmen fallen auch Tourismusangebote. So dürfen europäische Kreuzfahrtschiffe nicht mehr in Häfen der Schwarzmeer-Insel anlegen. - Die Sanktionen gelten ab Samstag.

                  

Vor EU-Gipfel: Merkel warnt vor fehlgeleiteten Investitionen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat davor gewarnt, das geplante milliardenschwere Investitionspaket der EU als neues öffentliches Ausgabenprogramm anzusehen. Es müsse vor allem um die Mobilisierung privater Investitionen gehen, um Arbeitsplätze zu schaffen, sagte Merkel vor dem Brüsseler EU-Gipfel in einer Regierungserklärung. Deshalb sei es entscheidend, dass die Projektauswahl über die Europäische Investitionsbank (EIB) laufe, die die Rentabilität der Vorhaben prüfe. Nötig sei zudem, das Geld in Zukunftsbereiche zu lenken. - EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker will auf dem Gipfel sein Investitionspaket vorstellen, das Investitionen in Höhe von 315 Milliarden Euro auslösen soll. Es gibt aber unterschiedliche Vorstellungen über Tempo und Zielrichtung.

Wieder Massenentführung und Massaker in Nordnigeria

Im Nordosten Nigerias haben Milizionäre der islamistischen Terrorsekte Boko Haram laut lokalen Behörden 32 Menschen ermordet sowie 185 weitere verschleppt. Zahlreiche Bewohner des Dorfes Gumsuri im Bundesstaat Borno seien erschossen, das Dorf weitgehend niedergebrannt worden, hieß es. Unter den Entführten seien viele Mädchen und Frauen, heißt es auch in den Berichten von Flüchtlingen, die jetzt in Maiduguri von dem Blutbad am Sonntag berichteten. Gumsuri liegt unweit von Chibok, wo Boko-Haram-Extremisten im April mehr als 200 Schülerinnen als Geiseln genommen hatten. --- In Kamerum hat die Armee nach eigenen Angaben 116 Islamisten der Boko Haram bei Gefechten an der Grenze zu Nigeria getötet. 

UN fordern umfassenden Syrien-Hilfsplan

Die Vereinten Nationen und die Bundesregierung haben zur Bewältigung der Flüchtlingsströme in der Syrien-Krise weitere Finanzhilfen für mehrere Jahre gefordert. Nach einem in Berlin vorgestellten umfassenden Notfall-Plan von drei UN-Organisationen und Partnern sind 8,4 Milliarden US-Dollar (6,7 Milliarden Euro) nötig, um den fast 18 Millionen Geflüchteten in Syrien und den Nachbarländern langfristig helfen zu können. Man brauche eine "neue Hilfsarchitektur", sagte UN-Flüchtlingskommissar António Guterres. Die Unterstützung müsse verknüpft werden mit Hilfen zur Stabilisierung der Aufnahmeländer in der Region. --- Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sagte, es gehe darum, auch längerfristig Strukturen zu schaffen, um das Überleben und den Aufenthalt der Flüchtlinge in den nächsten Jahren zu sichern. Deutschland ist mit Hilfen von mehr als 800 Millionen Euro einer der größten Geber.

Niederländische Staatsanwaltschaft bringt Wilders vor Gericht

Die niederländische Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den Rechtspopulisten Geert Wilders erhoben. Der Politiker müsse sich wegen Diskriminierung und Aufhetzerei strafrechtlich verantworten, teilten die Ankläger in Den Haag mit. Anlass sind Äusserungen von Wilders gegen Marokkaner im März. Er hatte seine Anhänger gefragt, ob sie mehr oder weniger Marokkaner in den Niederlanden haben wollten. "Weniger, weniger, weniger", war die Antwort. "Dann werden wir das regeln", hatte Wilders gedroht. Nachdem mehr als 6400 Strafanzeigen erstattet worden waren, hatte die Justiz im Oktober das Ermittlungsverfahren eingeleitet.

US-Bundesstaat New York verbietet Fracking

Der Gouverneur des US-Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, hat ein Verbot der umstrittenen Fördermethode Fracking angekündigt. Als Gründe nannte der Gouverneur von den Demokraten vor allem mögliche Gefahren für die Gesundheit der Bevölkerung. Umweltschützer begrüßten die Entscheidung, die Energiewirtschaft kritisierte sie. --- Beim Fracking werden Gas- oder Ölvorkommen aus undurchlässigen Gesteinsschichten gewonnen, indem Wasser, Sand und chemische Zusätze mit enorm hohem Druck in das harte Gestein gepresst werden, um es aufzubrechen. In den USA hat die Technologie zu einem Boom in der Öl- und Gasindustrie geführt; das große Angebot sorgt derzeit weltweit für niedrige Erdölpreise.