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Wirtschaft

Wirtschaft kompakt

Top-Thema: Nigeria vor der Wahl

Die Hörfunk-Nachrichten der DW | 28.03.2015 | 16:00

Beobachter: Islamisten erobern syrische Provinzhauptstadt

Islamistische Kämpfer um die Al-Nusra-Front haben nach Berichten von Aktivisten die syrische Provinzhauptstadt Idlib erobert. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte nahmen die Rebellen die Stadt im Nordwesten des Landes vollständig ein. Die Al-Nusra-Front, die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündet ist, veröffentlichte auf Twitter Fotos der von ihr kontrollierten Regierungsgebäude im Zentrum der Stadt. Idlib gilt als wichtige Verbindungsstelle zwischen der Hauptstadt Damaskus und dem hartumkämpften Aleppo im Norden des Landes. Bei den Gefechten zwischen der Nusra-Front und Soldaten des Regimes von Präsident Baschar al-Assad seien mehr als 100 Kämpfer getötet worden, so die Beobachtungsstelle. Die Islamisten hätten zudem Dutzende Soldaten gefangen genommen. Vergangene Woche hatten sich Rebellen in Nordsyrien mit der Nusra-Front zu einem Militärbündnis zusammengeschlossen.

Saudi-Arabien sucht bei Arabischer Liga Rückendeckung für Jemen-Einsatz

Nach drei Tagen intensiver Bombenangriffe auf Ziele der schiitischen Huthi-Miliz im Jemen sucht Saudi-Arabien nun auch die offizielle Rückendeckung der Arabischen Liga für seinen Militäreinsatz. Bei einem Gipfeltreffen im ägyptischen Scharm el-Scheich bemühen sich die Saudis um eine Resolution, die das militärische Eingreifen der von ihnen geführten arabischen Militärallianz gegen die Huthi unterstützt, die weite Teile des Jemen kontrollieren. Die Zustimmung der arabischen Staatsoberhäupter gilt als sicher. Laut Medienberichten wird auch die Bildung einer gemeinsamen Eingreiftruppe erwogen. Der saudische König Salman bekräftigte in  Scharm el-Scheich, die Angriffe auf den Jemen würden erst dann beendet, wenn die Huthi geschlagen seien. Das sunnitische Königshaus will so auch den Einfluss des schiitischen Iran in der Region eindämmen, der die Huthis unterstützt. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte auf dem Gipfeltreffen der Arabischen Liga, der einzige Weg, den Jemen vor einem Dauerkonflikt zu bewahren, seien von den UN koordinierte Gespräche. - Mehrere arabische Staaten und die Vereinten Nationen begannen damit, ihre Diplomaten und Mitarbeiter aus dem umkämpften Jemen in Sicherheit zu bringen.

Nigerianer wählen neuen Präsidenten - Gewalt auch am Wahltag

Sechs Wochen später als zunächst geplant wird in Nigeria unter strengen Sicherheitsvorkehrungen ein neuer Präsident gewählt. Staatschef Goodluck Jonathan bewirbt sich um eine weitere Amtszeit. Zwischen dem 57 Jahre alte christlichen Amtsinhaber und seinem 72 Jahre alten muslimischen Herausforderer, dem ehemaligen Militärmachthaber Muhammadu Buhari, wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet. Um direkt zu gewinnen, muss ein Kandidat in zwei Drittel der Bundesstaaten mehr als ein Viertel der Stimmen erreichen, sonst wird es eine Stichwahl geben. Die Angst vor blutigen Gewalttaten in den von den islamistischen Boko Haram-Terroristen besonders heimgesuchten Bundesstaaten Borno, Yobe und Adamawa war der offizielle Grund für die Verschiebung der Wahlen. Auch am Wahltag werden Anschläge gemeldet. Angriffe gab es demnach auf mehrere Wahllokale. Die Nachrichtenagentur dpa berichtet unter Berufung auf Augenzeugen zudem von einem Anschlag mit mindestens 15 Toten in Borno. Die knapp 70 Millionen Wahlberechtigten in Afrikas bevölkerungsreichstem Land sind auch zur Wahl eines neuen Parlaments aufgerufen.

Ministertreffen in Lausanne zum Atomstreit mit dem Iran

Kurz vor Ablauf einer weiteren Frist in den Atomverhandlungen mit dem Iran werden die diplomatischen Bemühungen um eine Einigung intensiviert. Bundesaußenminister Frank Walter Steinmeier reiste dazu ins schweizerische Lausanne, wo er mit seinen Kollegen John Kerry aus den USA und Laurent Fabius aus Frankreich zusammenkommt. Nach US-Angaben wird Kerry zuvor erneut den iranischen Außenminister Mohammed Dschawad Sarif treffen. US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel riefen den Iran auf, die - so wörtlich - "notwendigen Entscheidungen" zu treffen. Bis zum 31. März will die sogenannte 5-plus-1-Gruppe aus den UN-Vetomächten und Deutschland einen Rahmenvertrag mit dem Iran treffen. Danach sollen in einem weiteren Abkommen die technischen Einzelheiten geregelt werden. Ziel ist es, dem Iran die zivile Nutzung der Atomenergie zu erlauben, aber zu verhindern, dass das Land Nuklearwaffen entwickelt. Im Gegenzug sollen Sanktionen gegen Teheran aufgehoben werden.

Kampf um Hotel in Mogadischu beendet

In der somalischen Hauptstadt Mogadischu haben Soldaten die Besetzung eines Hotels durch Kämpfer der islamistischen Al-Shabaab-Miliz beendet. Sicherheitsbeamte hätten inzwischen das gesamte Gebäude unter ihre Kontrolle gebracht, teilte die Polizei mit. Terroristen und Sicherheitskräfte hätten sich die ganze Nacht hindurch Feuergefechte geliefert. Mindestens 17 Menschen seien während der mehr als dreizehnstündigen Besetzung des Gebäudes getötet worden. Unter den Todesopfern ist nach Regierungsangaben auch der somalische Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf, Yusuf Mohamed Ismail Bari-Bari. Die Polizei geht davon aus, dass bei dem Anschlag weitere Regierungsvertreter verletzt wurden.

Lufthansa entschädigt Angehörige der Germanwings-Opfer

Die Angehörigen der Germanwings-Absturzopfer können mit rascher finanzieller Hilfe rechnen. Wie der Mutterkonzern Lufthansa bestätigte, werden die Hinterbliebenen eine Überbrückungshilfe von bis zu 50.000 Euro pro Passagier erhalten. - Mit einem Gottesdienst und einem staatlichen Trauerakt im Kölner Dom wollen Politik und Kirche am 17. April der Toten gedenken. Dazu werden Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet sowie Vertreter Frankreichs, Spaniens und weiterer Länder, aus denen die Flugzeuginsassen stammten. - Bei dem Unglück in den französischen Alpen waren am Dienstag alle 150 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Der Copilot steht im Verdacht, den Kapitän aus dem Cockpit ausgesperrt und die Maschine vorsätzlich zum Absturz gebracht zu haben. Als erste Reaktion haben viele Airlines vorgeschrieben, dass sich während eines Fluges immer mindestens zwei Crewmitglieder im Cockpit aufhalten müssen.

Freispruch für Amanda Knox

Die Amerikanerin Amanda Knox und ihr Ex-Freund sind in Rom vom Vorwurf des Mordes an einer Austauschstudentin freigesprochen worden. Der oberste Gerichtshof Italiens kippte überraschend die Verurteilung der beiden zu langen Haftstrafen. Dieser Freispruch ist rechtskräftig. Damit ist weiter offen, wer die britische Studentin Meredith Kercher 2007 in Perugia ermordet hat. Knox und Raffaele Sollecito waren im vergangenen Jahr zu 28 und 25 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die beiden, die sich stets als unschuldig bezeichneten, hatten dagegen Berufung eingelegt. Wegen Beihilfe zum Mord sitzt ein Mittäter bereits eine Haftstrafe von 16 Jahren ab.

Raumfahrer zu Jahresmission auf ISS eingetroffen

Auf der Internationalen Raumstation ISS sind zwei Astronauten eingetroffen, die dort die bisher längste Mission beginnen sollen. Der US-Amerikaner und der Russe bleiben ein ganzes Jahr auf der ISS, das ist doppelt so lange wie üblich. Die beiden waren in der Nacht mit einer Sojus-Kapsel vom Weltraumbahnhof Baikonur in der kasachischen Steppe gestartet. Mit an Bord war auch ein weiterer russischer Raumfahrer, der ein halbes Jahr auf der Station bleiben wird. Der einjährige Aufenthalt im All dient als Belastungstest für die psychischen und physischen Grenzen des menschlichen Körpers bei den geplanten Flüge zum Mars. Mit einer solchen Reise rechnen Experten aber erst in vielen Jahren.

"Earth Hour": Licht aus für den Klimaschutz

Mit einem Konzert des Sydney Symphony Orchestra ist in Australien die neunte Klimaschutzaktion "Earth Hour" gestartet. Ziel der weltweiten Aktion, bei der über die verschiedenen Zeitzonen hinweg jeweils für eine Stunde Millionen Menschen das Licht ausschalten sollen, sei es, ein Zeichen für mehr Klimaschutz zu setzen, teilte die Umweltorganisation WWF mit. Als erstes hatten bereits Menschen auf Samoa in den Abendstunden das Licht in ihren Häusern gelöscht. Das Opernhaus in Sydney schaltete für eine Stunde seine Außenbeleuchtung ab. Der Veranstalter WWF erwartete nach eigenen Angaben in diesem Jahr eine Rekordbeteiligung. So wollten sich mehr als 7000 Städte in 172 Ländern beteiligen. In Deutschland sollte das zentrale Ereignis zur "Earth Hour" am zentralen Pariser Platz in Berlin stattfinden, wo die Beleuchtung des Brandenburger Tors am Abend für eine Stunde abgeschaltet werden sollte.