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Wirtschaft

Wirtschaft Kompakt

Top-Thema: Fußball-WM

Die Hörfunk-Nachrichten der DW | 12.07.2014 | 15:00

USA kritisieren deutsche Reaktion in Spionage-Affäre

Ungeachtet ihrer Kritik an der mutmaßlichen US-Spionage in Deutschland hat Bundeskanzlerin Angela Merkel wenig Hoffnung, dass die Bespitzelung endet. Sie glaube, es sei nicht einfach, die Amerikaner davon zu überzeugen, sagte Merkel in einem Interview des Zweiten Deutschen Fernsehens. - In den USA wächst wiederum die Kritik am deutschen Umgang mit der Spionage-Affäre. Das Weiße Haus hat die Bundesregierung aufgefordert, das Thema intern statt öffentlich zu diskutieren. Differenzen im Bereich der Geheimdienste sollten über bewährte Kanäle und nicht über die Medien ausgeräumt werden, sagte Präsidenten-Sprecher Josh Earnest. - Bundesjustizminister Heiko Maas sieht durch die Affäre das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA gefährdet. Man brauche für ein solches Abkommen ein Mindestmaß an gesellschaftlicher Zustimmung. Diese komme allerdings gerade abhanden, sagte Maas der Zeitung "Kölner Stadtanzeiger". Zwei mutmaßliche Fälle von US-Spionage beim Bundesnachrichtendienst und im Verteidigungsministerium hatten in Deutschland für Empörung gesorgt.

Wieder Tote im Gazastreifen

Die militärischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und den Palästinensern gehen unvermindert weiter. Nach Angaben palästinensischer Rettungskräfte wurden seit Beginn der israelischen Luftangriffe auf Ziele im Gazastreifen mindestens 120 Menschen getötet. Unter den Opfern sind zahlreiche Zivilisten. Die Hamas und andere militante Gruppen haben seit Beginn der jüngsten Konfliktrunde hunderte Raketen auf Israel abgeschossen. - Der Sonderbeauftragte des Nahost-Quartetts, Tony Blair, ist zu politischen Gesprächen nach Ägypten gereist. Dem Nahost-Quartett gehören neben den USA auch die EU, die Vereinten Nationen und Russland an. Die Vierer-Gruppe bemüht sich seit 2002 um eine Lösung des Nahostkonflikts. - Die Außenminister der Arabischen Liga wollen am Montag in einer Dringlichkeitssitzung über die israelische Offensive im Gazastreifen beraten.

EU-Sanktionen gegen Separatisten

Bei anhaltenden Kämpfen zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten hat es auf beiden Seiten neue Verluste gegeben. Bei schweren Luftangriffen im Raum Donezk wurden nach offiziellen Angaben zahlreiche Separatisten getötet. Zwei Regierungssoldaten starben bei einem Angriff auf Grenzposten in der Nähe von Luhansk. - Die Europäische Union hat mehrere Separatistenführer in der Ostukraine mit Sanktionen belegt. Auf der Namensliste steht der Chef der sogenannten "Volksrepublik Donezk", Alexander Borodai. Ebenso ist Marat Baschirow darunter. Er ist der selbsternannte Premierminister der von Rebellen ausgerufenen "Volksrepublik Luhansk". Damit sind insgesamt 72 Russen und Ukrainer von Strafmaßnahmen betroffen. Die EU wirft ihnen vor, die territoriale Unversehrtheit der Ukraine zu untergraben.

Kerry vermittelt in Afghanistan

Im Streit um den Ausgang der Präsidentenwahl in Afghanistan hat US-Außenminister John Kerry seine Vermittlungsmission fortgesetzt. Erste Gespräche mit Aschraf Ghani, der nach dem vorläufigen Ergebnis die Stichwahl gewann, und seinem Kontrahenten Abdullah Abdullah waren erfolglos geblieben. Abdullah wirft dem gegnerischen Lager Wahlbetrug vor. US-Präsident Barack Obama hat die Widersacher vor dem Einsatz von Gewalt und Verstößen gegen die Verfassung gewarnt. In diesem Fall würden die Vereinigten Staaten ihre Hilfe einstellen. - Bei einem Bombenanschlag im Süden Afghanistans sind mindestens acht Zivilisten getötet worden. Wie die örtlichen Behörden mitteilten, war der Sprengsatz an einer Straße versteckt. Die Opfer, darunter vier Frauen, waren demnach auf dem Weg in die Stadt Kandahar, als die Bombe explodierte. Nach einem Bericht der UN-Mission in Afghanistan wurden von Januar bis Juni dieses Jahres mehr als 4800 zivile Opfer im Land gezählt.

Irakische Sicherheitskräfte begehen Massenexekutionen

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch erhebt schwere Vorwürfe gegen die irakischen Sicherheitskräfte und mit ihnen verbündete Schiitenmilizen. Diese hätten Massenexekutionen an sunnitischen Gefangenen begangen, erklärt die Organisation. Dabei seien seit Juni mindestens 255 Menschen in sechs Städten und Dörfern hingerichtet worden. In einem Fall hätten die Täter dutzende Gefangene bei lebendigem Leib verbrannt, in zwei weiteren Fällen hätten sie Granaten in Gefängniszellen geworfen. Human Rights Watch berief sich auf Augenzeugen sowie Vertreter der Sicherheitskräfte und der Regierung. Bei den Hinrichtungen soll es sich offenbar um Racheakte für Gräueltaten der Terrorgruppe ISIS gehandelt haben. Human Rights Watch hatte der radikal-sunnitischen Gruppe Ende Juni ebenfalls Massenexekutionen vorgeworfen.

Argentinien droht Zahlungsunfähigkeit

Im Schuldenstreit zwischen Argentinien und mehreren US-Hedgefonds ist keine Lösung in Sicht. Bei Sondierungsgesprächen in New York seien keine Ergebnisse erzielt worden, berichtete der von einem US-Gericht eingesetzte Vermittler. Sollte es bis Ende des Monats nicht zu einer Einigung kommen, droht Argentinien ein weiteres Mal die Zahlungsunfähigkeit. Ein Gericht in den Vereinigten Staaten hat argentinische Dollareinlagen bei einer US-Bank blockiert. Damit sollten andere Gläubiger ausbezahlt werden, die sich an zwei Umschuldungsprogrammen nach der Staatspleite im Jahr 2002 beteiligt hatten. Argentinien will die Pfändung dieser Einlagen zugunsten der Hedgefonds verhindern, um einen neuen Staatsbankrott abzuwenden.

Jazz-Musiker Charlie Haden gestorben

Der US-Jazz-Kontrabassist und Komponist Charlie Haden ist tot. Wie seine Plattenfirma ECM mitteilte, starb Haden nach langer Krankheit in Los Angeles im Alter von 76 Jahren. In seiner Jazz-Karriere, die sich über sieben Jahrzehnte erstreckte, trat er unter anderem mit Keith Jarrett, John Coltrane und Dizzy Gillespie auf. Er arbeitete aber auch mit Musikgrößen wie Yoko Ono, Ringo Starr und Rickie Lee Jones zusammen. Dreimal gewann er den Grammy.

Gleichberechtigung beim WM-Finale

Zum Endspiel der Fußball-WM in Brasilien werden jeweils 13.000 Fans aus Deutschland und Argentinien im Maracana-Stadion von Rio de Janeiro erwartet. Dies teilte der Weltfußball-Verband FIFA mit. Insgesamt fasst das Stadion rund 74.000 Besucher. Auch Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel sind beim WM-Finale zwischen der deutschen und der argentinischen Mannschaft am Sonntag in Rio zu Gast. Nach dem Spiel kürt die FIFA den besten Fußballer der Weltmeisterschaft. Dafür sind auch mehrere deutsche Nationalspieler nominiert. - In der Hauptstadt Brasilia spielt an diesem Samstag Gastgeber Brasilien gegen die Niederlande um Platz drei.