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Wirtschaft

Wirtschaft kompakt

Top-Thema: Fitschen auf der Anklagebank

Die Hörfunk-Nachrichten der DW | 28.04.2015 | 15:00

Nepal: Nepals Regierungschef befürchtet bis zu 10.000 Beben-Tote

Nach dem schweren Erdbeben im Himalaya schwindet die Hoffnung, weitere Überlebende in den Trümmern zu finden. 

Die Regierung von Nepal befürchtet, das bis zu 10.000 Menschen ums Leben gekommen sein könnten. Bislang wurden über 5000 Tote geborgen, die Zahl der Verletzten stieg auf über 7000. Unter den Toten ist auch ein 67 Jahre alter Geografie-Professor der Universität Göttingen, wie ein Sprecher der Hochschule mitteilte. Nach Angaben des Auswärtigen Amts in Berlin werden zudem über 100 Deutsche vermisst. Internationale Hilfe kommt nur schleppend im Krisengebiet an, weil viele Straßen blockiert sind und die Telekommunikation unterbrochen ist. Auf der Suche nach Wasser und Nahrung haben Zehntausende Menschen das schwer getroffene Kathmandu-Tal verlassen. Bislang seien eine Viertelmillion Menschen gezählt worden, sagte ein Sprecher des Transportministeriums.

Saudi-Arabien gibt Verhaftung von 93 Terrorverdächtigen bekannt

In Saudi-Arabien sind 93 Terrorverdächtige festgenommen worden. Der Großteil von ihnen soll der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angehören, wie das Innenministerium mitteilte. Die Verächtigen hätten Anschläge auf öffentliche Bauten, Wohnanlagen und Personen aus dem Sicherheitsapparat geplant, fügte er hinzu. Zwei von wollten demnach einen

Selbstmordanschlag auf die US-Botschaft in Riad verüben. Die Festnahmen erfolgten nach den Angaben des Ministeriums zwischen Dezember 2014 und März 2015. Anfang April waren bei einem Anschlag in Riad zwei Polizisten

getötet worden. Es war der erste Terrorakt, den die saudischen Behörden dem IS zuschrieben. Die Terrormiliz kontrolliert weite Gebiete in Syrien und im Irak, der an Saudi-Arabien grenzt. 

Nationalgarde rückt nach Randale in Baltimore ein

Nach schweren Ausschreitungen ist über die US-Metropole Baltimore der Notstand verhängt und die Nationalgarde entsandt worden. Friedliche Proteste wegen des Todes eines jungen Schwarzen in Polizeigewahrsam waren in der Nacht zum Dienstag in Gewalt umgeschlagen. Gebäude gingen in Flammen auf, Geschäfte wurden geplündert und Polizisten mit Steinen angegriffen. Als Reaktion wurde über die Stadt an der US-Ostküste eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Der 25-jährige Afroamerikaner Freddie Gray war am 12. April festgenommen worden. In Polizeigewahrsam erlitt er wenig später eine Rückenmarksverletzung, an der er verstarb. Einzelheiten seines Todes liegen noch immer im Dunklen.

Anklage: Fitschen war Mitläufer bei Betrugsversuch

Der Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, ist nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nicht so tief in die Betrugsversuche im Kirch-Prozess verstrickt wie seine vier Mitangeklagten. In dem vom inzwischen verstorbenen Medienmogul Leo Kirch betriebenen Schadenersatzprozess habe Fitschen weniger energisch als die übrigen Manager des Bankhauses versucht, die Justiz zu täuschen, sagte Staatsanwältin Christiane Serini. Fitschen und vier ehemalige Vorstände müssen sich vor dem Landgericht München verantworten. Ihnen allen wird vorgeworfen, in den Jahren 2011 und 2012 im Verfahren um Schadenersatzforderungen von Kirch gelogen und sich deshalb des versuchten Prozessbetrugs schuldig gemacht zu haben.

Ukraine wirbt trotz Kriegsgefahr um Investitionen

Trotz der Gefahr eines Krieges in der Ukraine hat Präsident Petro Poroschenko in Kiew um Vertrauen bei internationalen Investoren geworben. Bei einer Unterstützerkonferenz mahnte Poroschenko, der selbst Unternehmer ist, das Risiko nicht überzubewerten. Er empfahl Anlegern, ihr Geld in die Landwirtschaft, in den Energiesektor und in die Weltraumindustrie zu stecken. An der Konferenz nehmen Hunderte Wirtschafts- und Regierungsvertreter aus 50 Ländern teil, darunter auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. In Serbien forderten die Außenminister aus Serbien, Deutschland und der Schweiz mit Nachdruck , dass die Friedenvereinbarungen für die Ostukraine rasch umgesetzt werden. Die EU mache davon ihre Entscheidung über die Zukunft der verhängten Sanktionen gegen Russland abhängig, sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, bei dem Treffen in Belgrad.

Treffen der zyprischen Volksgruppenführer

Der Sieger der Präsidentenwahl in der Türkischen Republik Nordzypern, Mustafa Akinci, hat ein Treffen mit dem Präsidenten der griechisch-zyprischen Republik Zypern, Nikos Anastasiades, angekündigt. Damit gibt es neue Hoffnung, die seit mehr als 40 Jahren bestehende Teilung der Mittelmeerinsel überwinden zu können. Das Treffen soll kommenden Samstag stattfinden, hieß es in Nikosia. Akinci war am Sonntag als neuer Präsident im von türkischen Truppen besetzten Norden Zyperns gewählt worden. Er löst den als Hardliner geltenden Dervis Eroglu ab. Akinci kündigte nach seinem Wahlsieg an, er wolle die Teilung der Insel überwinden.

Mehr als 50 Tote bei Erdrutsch in Afghanistan

Bei einem Erdrutsch im Nordosten von Afghanistan sind nach offiziellen Angaben mindestens 52 Menschen ums Leben gekommen, fast die Hälfte davon Kinder. Wie die Behörden der Provinz Badachschan mitteilten, hatten schwere Regenfälle den Erdrutsch verursacht. Die Opfer hätten ihre Häuser trotz Warnungen der Behörden nicht verlassen. In der Provinz hatte im Mai vergangenen Jahres ebenfalls eine Schlammlawine weite Teile einer Ortschaft mit sich gerissen. Damals waren zwischen 100 und 500 Menschen ums Leben gekommen.

Studie: Deutschland ist fortschrittliches Einwanderungsland

Deutschland ist nach Expertenansicht als Einwanderungsland weit fortschrittlicher als öffentlich wahrgenommen. Zu diesem Ergebnis kommt das neue Jahresgutachten des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR), das in Berlin vorgestellt wurde. Im Vergleich mit anderen klassischen Einwanderungsstaaten wie Kanada oder den USA schneidet Deutschland demnach gut ab. Als Vorbildlich gelten unter anderem Regelungen zur Arbeitsplatzsuche für ausländische Fachkräfte und die weitere Öffnung des Arbeitsmarktes für Fachkräfte ohne akademische Ausbildung. Defizite sieht der SVR in der Eigenwerbung Deutschlands, das die Vorzüge seiner Migrationspolitik zu wenig vermarkte. Außerdem fehle nach wie vor eine "migrationspolitische Gesamtstrategie". Der Sachverständigenrat ist ein unabhängiges Gremium von Wissenschaftlern zu Integrations- und Migrationsthemen.

Studie: Soziale Kluft in Deutschland immer größer

Trotz guter Konjunktur und wachsender Erwerbstätigkeit wird in Deutschland die Kluft zwischen Arm und Reich laut einer Studie immer größer. Am wachsenden Wohlstand hätten "immer weniger Menschen teil", mahnte der Vorsitzende des Paritätischen Gesamtverbandes, Rolf Rosenbrock, in Berlin. Laut dem Jahresgutachten seines Verbandes ist die Armutsquote binnen Jahresfrist von 14 auf 15,5 Prozent gestiegen. Besonders die Zahl hilfsbedürftiger Rentner nimmt rasant zu. Armut beginnt laut Rosenbrock bei 60 Prozent der durchschnittlichen Einkommen, was 892 Euro pro Monat entspricht.