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Wirtschaft

Wirtschaft kompakt

Top-Thema: Automobilsalon in Genf - Salon der Ungewissheit

Die Hörfunk-Nachrichten der DW | 03.03.2015 | 11:00

Große Koalition einigt sich über mlliardenschwere Investitionen

Die Große Koalition hat sich auf die Verteilung der Mittel aus ihrem geplanten Zehn-Milliarden-Euro-Investitionsprogramm geeinigt. Von 2016 bis 2017 will der Bund sieben Milliarden Euro zusätzlich in öffentliche Investitionen stecken, wie das Bundesfinanzministerium in Berlin mitteilte. Gefördert werden sollten damit die Verkehrsinfrastruktur, Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz, die digitale Infrastruktur, der Klimaschutz und der Städtebau. Hinzu kommen drei Milliarden Euro, die zur Finanzierung weiterer zukunftsorientierter Aufgaben an die Fachministerien fließen sollen. Darüber hinaus wird Finanzminister Wolfgang Schäuble noch in diesem Jahr ein Sondervermögen von 3,5 Milliarden Euro aufbauen, aus dem Investitionen in finanzschwachen Gemeinden bezahlt werden sollen.

Protestlager von Flüchtlingen in Dresden abgebaut

Das Protestlager von Flüchtlingen und ihren Unterstützern vor der Semperoper in Dresden ist ist nach drei Tagen wieder abgebaut worden. Alle Zelte und Aufbauten seien entfernt worden, sagte ein Sprecher der Flüchtlingsinitiative in Dresden. Zuvor hatte das Verwaltungsgericht der sächsischen Landeshauptstadt die Einsprüche der Organisatoren gegen die Räumungsverfügung der Stadtverwaltung abgelehnt. Das Protestcamp im Herzen Dresdens war am Samstag im Anschluss an eine Solidaritätsdemonstration für Flüchtlinge errichtet worden. Die Initiatoren fordern gleiche Rechte für Flüchtlinge, etwa bei der Gesundheitsversorgung. Am Montagabend hatte die Polizei nach einer Pegida-Demonstration verhindert, dass mehrere Rechtsextremisten das Lager angriffen.

Tausende nehmen Abschied von Kremlkritiker Nemzow

Begleitet von einem massiven Polizeiaufgebot haben Tausende Menschen in Moskau Abschied von dem ermordeten Kremlkritiker Boris Nemzow genommen. Mit roten Rosen in den Händen kamen Freunde und Weggefährten zum offenen Sarg des 55-jährigen Oppositionspolitikers, der in den Räumen des Andrej-Sacharaow-Zentrums für Menschenrechte aufgebahrt war. Mehreren Politikern aus EU-Staaten, die von Nemzow Abschied nehmen wollten, wurde die Einreise nach Russland verweigert. Am Nachmittag soll Nemzow auf dem Prominentenfriedhof Trojekurowo beigesetzt werden. Er war am Freitagabend in Kremlnähe auf offener Straße erschossen worden. Der Täter entkam unerkannt.

Offensive gegen IS-Terrormiliz: Iraks Armee meldet erste Erfolge

Im Irak melden die Regierungstruppen erste Erfolge bei ihrer Großoffensive gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Die Armee habe die Region Hamrin rund 40 Kilometer östlich der Stadt Tikrit eingenommen, hieß es aus Militärkreisen. Armee, schiitische Milizen und sunnitische Stammeskämpfer hatten am Sonntag eine Offensive gestartet, um den IS aus Tikrit zu vertreiben. Die Regierung hat dazu nach eigenen Angaben 30.000 Kämpfer mobilisiert. Unterdessen hat die Bundeswehr nach Informationen von "Spiegel Online" wegen der personellen Ausweitung der deutschen Ausbildungsmission im Nordirak vor Terroanschlägen des IS gewarnt. Offiziell bezeichnet die Bundeswehr die Lage im Nordirak als halbwegs sicher. Dort trainieren derzeit deutsche 29 Soldaten kurdische Kämpfer. Gemäß dem Bundestagsmandat von Ende Januar dürfen bis zu 100 Ausbilder in den Nordirak entsandt werden.

Mönche und Studenten in Myanmar im Hungerstreik

In Myanmar, früher Birma, sind rund hundert Studenten und Mönche nach dem Verbot eines Protestmarsches nahe der Hafenstadt Rangun nach eigenen Angaben in den Hungerstreik getreten. Sie fordern die Zulassung unabhängiger Studentenverbände, eine Modernisierung des Lehrprogramms und Änderungen der Universitätszulassung. Rund 300 Studenten, die sich seit Januar auf einem Protestmarsch durch das asiatische Land befinden, wurden in ihrem Camp in einem Kloster in Letpadan rund 145 Kilometer nördlich von Rangun von Polizeikräften umzingelt. Myanmar wird nach jahrzehntelanger Militärherrschaft seit 2011 von einer formal zivilen Regierung geführt, die einen international begrüßten Reformkurs verfolgt.

Obama: Irans Atomprogramm zehn Jahre einfrieren

Eine Einigung im Atomstreit mit dem Iran muss nach den Worten von US-Präsident Barack Obama sicherstellen, dass das Land die Arbeit an seinem Nuklearprogramm für mindestens zehn Jahre einfriert. Falls sich der Iran dazu bereiterklären sollte, wäre dies die beste Sicherheit, dass die Islamische Republik keine Atombombe habe, sagte Obama der Nachrichtenagentur Reuters. Die Atom-Verhandlungen mit dem Iran befinden sich in ihrer entscheidenden Phase. Bis Ende März soll eine Rahmenvereinbarung erzielt werden. In der Schweiz kommt es diese Woche zu einer neuen Verhandlungsrunde zwischen dem Iran und den USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, China und Deutschland. Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel der Stromerzeugung Atomwaffen zu entwickeln. Teheran weist dies zurück.

Jeder Zweite hat sexuelle Belästigung im Job erlebt

Jeder zweite Beschäftigte in Deutschland hat am Arbeitsplatz schon Erfahrungen mit sexueller Belästigung gemacht. Das geht aus einer veröffentlichten repräsentativen Umfrage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes hervor. Danach ist fast jede fünfte Frau schon einmal gegen ihren Willen von Kollegen berührt worden. Auch zwölf Prozent der Männer berichteten von unerwünschter körperlicher Annäherung. Als sexuelle Belästigung gelten unter anderem aber auch anzügliche Bemerkungen oder das Anbringen pornografischer Bilder. Ein Großteil der Befragten ist der Umfrage nach nur wenig über die eigenen Rechte informiert. So wissen vier von fünf Arbeitnehmern nicht, dass ihr Arbeitgeber sie vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz schützen muss.