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Onlinehandel

Sportausrüster beschränken Online-Vertrieb

Nach Adidas verbieten nun auch weitere Firmen den Verkauf ihrer Produkte über Amazon und andere Online-Plattformen. Trotzdem sind ihre Produkte weiterhin im Internet erhältlich.

Der Sportartikel-Hersteller Adidas untersagt seinen Händlern schon seit Jahresbeginn den Verkauf seiner Produkte über sogenannte Drittplattformen wie Amazon und Ebay. Das Bundeskartellamt hat deshalb eine Untersuchung eingeleitet.

Die Behörde will prüfen, ob die Vertriebsbestimmungen von Adidas den Online-Handel beschränken. Dazu haben die Wettbewerbshüter eine Befragung von rund 3000 Einzelhändlern begonnen. "Die Marktermittlungen dauern an", sagte ein Sprecher am Dienstag.

Weiter im Netz erhältlich

Deuter und Lowa, die Wanderschuhe und Outdoor-Ausrüstungen verkaufen, wollen den Verkauf ihrer Waren im Internet ebenfalls besser kontrollieren. "Wir wollen sicherstellen, dass die Endverbraucher mit unseren Produkten zufrieden sind. Dazu ist eine Beratung unerlässlich", sagte Deuter-Verkaufsleiter Andreas Herrlinger. Lowa war zudem mit der Präsentation seiner Produkte in Online-Shops unzufrieden.

Die neuen Vertriebsvereinbarungen von Lowa und Deuter gelten bereits seit Anfang März. Doch noch immer findet man die Produkte der beiden Hersteller auf Online-Verkaufsplattformen. Auch Adidas-Produkte werden noch immer über den Internet-Versandhandel vertrieben. Dabei könnte es sich um private Angebote oder die Restbestände von Händlern handeln, die die neue Vereinbarung nicht unterschrieben haben.

Eine Amazon-Sprecherin betonte, dass sich Anbieter auf Amazon einen eigenen Shop einrichten können, um nicht auf andere Händler angewiesen zu sein. "Viele Markenhersteller nutzen diese Möglichkeit", so die Sprecherin. Zudem könnten Kunden bei Amazon weiterhin Produkte von Adidas, Deuter oder Lowa bestellen. Woher diese Produkte stammen, ließ sie allerdings offen. Anbieter könnten auch Händler aus dem Ausland sein.

bea/se (dpa, reuters)

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