Wundermaterial Graphen | Das Unsterblichkeitsgen | Kluge Köpfe: Marga Lensen | Der Überschallflieger A2
Er soll vor allem die Kommunikationstechnik revolutionieren, aber auch effektivere Energiespeicher und ultraleichte Werkstoffe für den Flugzeugbau ermöglichen: Graphen gilt als Wunderstoff der Zukunft. Weltweit wetteifern Forscher darum, neue Produkte aus Graphen zu entwickeln.
Die USA und Korea sind sehr engagiert, doch Europa ist aktiver. Um die Führungsposition zu behaupten, fördert die EU die Graphenfoschung mit einer Milliarde Euro. Aachener Wissenschaftler arbeiten in dem europäischen Konsortium daran, schneller Computerchips zu entwickeln.
Marga Lensen entwickelt Kunststoffe, mit denen medizinische Implantate aus Metall beschichtet werden können. Damit sich auf diesen Kunststoffen lebende Zellen ansiedeln und vermehren können, müssen sie eine geeignete Oberflächenstruktur haben: Poren oder Wellen können über Erfolg und Misserfolg der Operation entscheiden.
Lensen arbeitet als Juniorprofessorin an der Technischen Universität Berlin, sie leitet dort das Fachgebiet Nanostrukturierte Biomaterialien.
Ein winziges Tierchen macht es vor: Der Süßwasserpolyp Hydra altert nicht, er kann sehr lange leben. Ursache ist ein Gen namens FoxO. Dieses "Unsterblichkeitsgen" gibt es bei allen Tieren und auch beim Menschen, haben Kieler Biologen herausgefunden.
Bei Menschen mit hohem Alter ist es sogar besonders aktiv. Jetzt wollen die Forscher klären, wie Umwelt und Ernährung die Aktivität des Gens beeinflussen. Ihre Hoffnung: dadurch einmal die Begleiterscheinungen des Alters lindern zu können.
Ein Gespräch mit Prof. Christoph Englert, Leibniz-Institut für Altersforschung, Jena
Javier Márquez Trístan aus Lima (Peru) fragt: Wie entstehen Wolken?
In viereinhalb Stunden von Deutschland nach Australien: Europäische Luftfahrtforscher arbeiten am Langstreckenflieger von morgen. Die A2 soll sechsfache Schallgeschwindigkeit erreichen, angetrieben mit Wasserstoff.
Bei dessen Verbrennung entsteht kein CO2, sondern reines Wasser. Das aber könnte in Form von Eiskristallen die höheren Atmosphärenschichten schädigen. Die Forscher suchen nun nach technischen Lösungen für dieses Problem. Klar ist aber schon jetzt: Ein Flug in dem Superflieger wäre nicht ganz billig: 4'500 Euro für das Ticket muss der Passagier wohl rechnen.