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Aktuelle Folge 15.06.13 | 22:03 - 22:30 UTC

Kultur.21 - Das Kulturmagazin

DW (Amerika)

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Video-Podcast

DW Podcasting: Kultur.21

Das Kulturmagazin aus einem Land, das mehr bietet als die Klassiker.

  • Bildergalerie Biennale Venedig 2013 Deutscher Pavillon von aussen 
©Eva Luenig

    Kunstbiennale Venedig 2013

    Gipfeltreffen der zeitgenössischen Kunst

    Il Palazzo Enciclopedico - der Enzyklopädische Palast. Unter diesem Motto startet die 55. Kunstbiennale mit mehr als 150 Künstlern aus 37 Ländern. Bis Ende November ist Venedig wieder Mittelpunkt der zeitgenössischen Kunstszene. Ein Novum gibt es in diesem Jahr in den "Giardini", dem Hauptaustragungsort der Biennale: Frankreich und Deutschland tauschen die Länderpavillons.

  • Bildergalerie Biennale Menschenmassen Venedig

    Kunstbiennale Venedig 2013

    Frankreich im Deutschen Pavillon

    Der Deutsche Pavillon: ein schwerer Brocken. Viele Künstler mühten sich schon mit der monumentalen Architektur und der Historie des Gebäudes ab, das die Nationalsozialisten einst für Propagandazwecke missbrauchten. In diesem Jahr ist Frankreich zu Gast im Deutschen Pavillon. Die Grande Nation hat Anri Sala, einen in Berlin lebenden albanischen Künstler eingeladen, das Haus zu gestalten.

  • Bildergalerie Biennale Venedig 2013 Anri Sala Werk
©Eva Luenig

    Kunstbiennale Venedig 2013

    Musik trifft Kunst

    "Ein Konzert für die linke Hand für Klavier und Orchester" schrieb der französische Komponist Maurice Ravel 1930. Das war nach dem Ersten Weltkrieg, bei dem viele Pianisten die rechte Hand verloren hatten. Anri Sala macht daraus eine Filminstallation. Der Titel "Ravel Ravel Unravel" spielt mit der Bedeutung des englischen Begriffs "ravel" - "verwirren".

  • Bildergalerie Biennale Venedig 2013 Französischer Pavillon mit Menschen von aussen

    Kunstbiennale Venedig 2013

    Deutschland im Französischen Pavillon

    Im Französischen Pavillon präsentiert Deutschland gleich vier internationale Künstler. Keiner von ihnen hat einen deutschen Pass. Die Internationalisierung des Kunstbetriebs ist ein Thema der Kuratorin Susanne Gaensheimer, die schon 2011 für den Deutschen Pavillon verantwortlich war. Damals gewann man den Goldenen Löwen mit einer Hommage an Christoph Schlingensief.

  • Ai Weiwei China Künstler Portrait
AFP/GettyImages

    Kunstbiennale Venedig 2013

    Superstar der Kunstszene: Ai Weiwei

    Die Einladung, Deutschland bei der Biennale zu vertreten, nahm Ai Weiwei gerne an. Er gehört zu den wichtigsten Künstlern der Gegenwart. Vielen Chinesen gilt der Bildhauer, Aktions- und Installationskünstler als soziales Gewissen, weil er gesellschaftliche Probleme in seiner Heimat thematisiert. Doch die Biennale startete jetzt ohne ihn. Der Regimekritiker bekam keine Ausreisegenehmigung.

  • Biennale 2013 Venedig Ai WeiWei Pavillon Aufbau Totale ©Ulrike Sommer
Sperrfrist bis zum 29.5.2013 10 Uhr BITTE EINSCHRÄNKUNG BEACHTEN

    Kunstbiennale Venedig 2013

    Wild wuchernder Kosmos

    Eine raumfüllende Installation aus mehr als 800 Hockern hat Ai Weiwei für die zentrale Eingangshalle des Pavillons entworfen: Symbol für das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft, aber auch für die wild wuchernden chinesischen Megastädte. Ai Weiwei durfte schon zum Aufbau nicht nach Venedig reisen. Langjährige Mitarbeiter koordinierten alle Details per Skype mit Peking.

  • Biennale 2013 Venedig Ai WeiWei Kunst Totale ©Ulrike Sommer
Sperrfrist bis zum 29.5.2013 10 Uhr BITTE EINSCHRÄNKUNG BEACHTEN

    Kunstbiennale Venedig 2013

    Tradition und Moderne

    "Holz ist das Material, das dem Menschen am nächsten steht", sagt Ai Weiwei. Die Hocker stammen aus verschiedenen Regionen in China und sind rund 80 Jahre alt. Ai Weiwei bezog sie bei Sammlern und Antiquitätenhändlern. Sie wurden in den Familien von Generation zu Generation vererbt. Seit der Kulturrevolution sind die Hocker nicht mehr Unikate aus Holz, sondern Massenware aus Kunststoff.

  • ACHTUNG SPERRFRIST 29.5. 10uhr Künstler Santu Mofokeng

    Kunstbiennale Venedig 2013

    Afrika von innen: Santu Mofokeng

    90 Prozent der Bilder, die wir aus Afrika kennen, sind von Weißen gemacht. Santu Mofokeng fotografiert aus der Innenperspektive. Der 1956 geborene Südafrikaner wuchs in Soweto auf und erlebte hautnah die schlimmste Phase der Apartheid. Heute ist er einer der bedeutendsten afrikanischen Fotografen. Sein vielschichtiges Œuvre erlaubt einen ungewöhnlichen Blick auf die südafrikanische Gesellschaft.

  • ACHTUNG SPERRFRIST Künstler Santu Mofokeng

    Kunstbiennale Venedig 2013

    Licht, Schatten und Spiritualität

    "In der Sesotho-Sprache bedeutet Schatten nicht die Abwesenheit von Licht. Es meint etwas viel Tiefgreifenderes. Schatten hat etwas zu tun mit Aura, Würde und Selbstvertrauen", sagt Santu Mofokeng. Seit dem Ende der Apartheid befasst er sich mit dem Thema Religiosität und Spiritualität in der südafrikanischen Gesellschaft. In Venedig zeigt er nun Fotografien dazu.

  • Biennale 2013 Venedig Romuald Karmakar ©Ulrike Sommer Sperrfrist bis zum 29.5.2013 10 Uhr BITTE EINSCHRÄNKUNG BEACHTEN

    Kunstbiennale Venedig 2013

    Kompromisslose Filmkunst: Romuald Karmakar

    Der Filmemacher Romuald Karmakar, Sohn einer Französin und eines Iraners, nahm bereits mehrmals an den Filmfestspielen in Venedig teil. Neben Spielfilmen realisiert er Dokumentar- und Kunstfilme. Seine radikale Ästhetik spiegelt sich in seinem Credo wider: "The easy way is always mined" – der einfache Weg steckt voller Fallen.

  • Bildergalerie Biennale Venedig 2013 Romuald Karmakar Werk

    Kunstbiennale Venedig 2013

    Vor dem Sturm

    "Waiting for Sandy" - rauschende Bäume künden den verheerenden Wirbelsturm an, der 2012 die USA heimsuchte. Romuald Karmakar filmte in einer einzigen Einstellung durch ein Fliegengitter. Dadurch entsteht eine seltsam abstrakte und zugleich bedrohliche Stimmung. Der Film ergänzt die beiden anderen Beiträge, in denen sich Karmakar mit radikalen Bewegungen auseinandersetzt.

  • ACHTUNG SPERRFRIST Künstlerin Dayanita Singh

    Kunstbiennale Venedig 2013

    Wanderin zwischen den Welten: Dayanita Singh

    "Im Indischen Pavillon würde ich niemals ausstellen", sagt Dayanita Singh. "Ich bin froh, dass die Kategorie Nationalität im Deutschen Pavillon keine Rolle spielt." Die Inderin verbringt die meiste Zeit ihres Lebens auf Reisen. Sie bezeichnet sich selbst nicht als Fotografin, sondern als "Bookmaker". Ihre Fotobücher produziert sie seit Jahren beim deutschen Steidl Verlag in Göttingen.

  • Bildergalerie Biennale Venedig 2013 Biennale Dayanta Singh Werk

    Kunstbiennale Venedig 2013

    Zwischen Traum und Wirklichkeit

    "Die Stärke der Fotografie liegt nicht im einzelnen Bild", glaubt Dayanita Singh. "Sondern vielmehr in der Zusammenstellung der Bilder". Und in dem, was man weglässt. In Venedig zeigt sie Foto-Projektionen aus ihrem riesigen Archiv. Im Mittelpunkt der Arbeit steht Mona, ein indischer Eunuch aus Delhi, den Dayanita Singh seit Jahren begleitet und fotografiert.

  • Biennale 2013 Venedig Impression Venedig ©Ulrike Sommer
Sperrfrist bis zum 29.5.2013 10 Uhr BITTE EINSCHRÄNKUNG BEACHTEN

    Kunstbiennale Venedig 2013

    Grenzenlose Kunst

    Die 55. Biennale von Venedig zeigt stärker denn je, dass der zeitgenössische Kunstbetrieb längst keine Grenzen mehr kennt. Der Pavillonwechsel zwischen Frankreich und Deutschland ist nur ein Beispiel dafür, wie überholt das Prinzip der nationalen Repräsentation heute erscheint. Den meisten Akteuren ist die künstlerische Freiheit wichtiger als die nationale Zugehörigkeit.


    Autorin/Autor: Ulrike Sommer | Redaktion: Aygül Cizmecioglu