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Platini macht Weg für Blatter frei

Joscha Weber28. August 2014

UEFA-Präsident Michel Platini verzichtet auf eine Kandidatur bei der FIFA-Präsidenten-Wahl im kommenden Jahr. Dahinter steckt wohl auch die Erkenntnis, dass Konkurrent Joseph Blatter die Wahl gewinnen wird.

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Platini und Blatter
Bild: picture-alliance/dpa

Um die Spitze des Fußball-Weltverbandes FIFA wird es nun doch keinen Zweikampf zwischen zwei ebenbürtigen Gegnern geben. Michel Platini, als Chef der Europäischen Fußball-Union (UEFA) und renommierter Ex-Profi der einzige ernsthafte mögliche Gegenkandidat für Amtsinhaber Joseph Blatter, hat auf seine Kandidatur verzichtet. Das erklärte der Franzose am Donnerstag in Monaco. Damit macht Platini quasi den Weg frei für eine fünfte Amtszeit von FIFA-Boss Joseph Blatter, der vor der WM in Brasilien seine erneute Kandidatur angekündigt hatte. Einziger verbleibender Herausforderer ist bislang der Franzose Jérôme Champagne, der als absoluter Außenseiter ins Rennen geht.

Blatter weiß die Mehrheit hinter sich

Platini zieht im Machtkampf mit Blatter also zurück. Zwar hatte sich der Europameister von 1984 in den vergangenen Jahren mehrfach offen gegen den FIFA-Boss gestellt und sich somit als Alternative zu Blatter angeboten, doch im WM-Jahr 2014 wuchs offensichtlich die Erkenntnis, dass der Schweizer bei der Wahl im kommenden Jahr nicht zu schlagen ist.

Dilma Rousseff und FIFA Präsident Joseph S. Blatter übergeben den WM-Pokal an Phlipp Lahm (Foto: Clive Rose/Getty Images)
Seine Bühne: Joseph Blatter (2. v.r.) als Zeremonienmeister - die Rolle, die er am besten beherrscht.Bild: Getty Images

Der FIFA-Kongress unmittelbar vor der WM 2014 in Brasilien hatte ein klares Stimmungsbild gezeigt: Joseph Blatter hat die Mehrheit der Stimmen bereits fest hinter sich. Allein die UEFA-Mitgliedsverbände, darunter auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit Präsident Wolfgang Niersbach, entzogen Blatter die Gefolgschaft. Doch Europa allein reicht nicht für einen Umsturz. Denn in den anderen fünf Kontinentalverbänden genießt Blatter, der seit 1998 FIFA-Boss ist, ungebrochene Loyalität und Anerkennung - trotz zahlreicher Schlagzeilen und Korruptionsvorwürfe in den vergangenen Jahren.

Nur ein Außenseiter wagt es, Blatter herauszufordern

Verbleibender Herausforderer ist bislang einzig der Franzose Jérôme Champagne, der als absoluter Außenseiter ins Rennen geht. Aufgrund der beim FIFA-Kongress verabschiedeten Regularien müssen alle Kandidaten noch bestätigt werden. Die Wahl des FIFA-Präsidenten findet am am 29. Mai 2015 statt.

jw/sn (mit sid, dpa)