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Bundesliga

Petersen sorgt für Jubel in Bremen

Zum Auftakt des 20. Spieltages der Bundesliga gewinnt Bremen verdient gegen Hannover und springt auf Rang elf. Im Topspiel am Sonntagabend empfängt Leverkusen den deutschen Meister aus Dortmund.

Nils Petersen sorgt mit seinen beiden Toren für Jubel in Bremen. (Foto: dpa)

Nils Petersen sorgt mit seinen beiden Toren für Jubel in Bremen

Das hat Spaß gemacht! Das dachten sich wohl auch die meisten der 41.000 Besucher im Bremer Stadion. Nach vier Partien ohne Sieg schaffte das Team von Trainer Thomas Schaaf einen 2:0 (0:0)-Erfolg gegen Hannover 96. Bremen überzeugte mit einer leidenschaftlichen, laufstarken Vorstellung und siegte am Ende hochverdient dank des Doppelpacks von Nils Petersen (85./88. Minute). Doch die Zuschauer mussten lange auf die erlösenden Treffer warten: Erst der 27. Bremer Torschuss landete im gegnerischen Gehäuse.

Für Hannover geht dagegen der Auswärtsfluch weiter. Gegen Bremen kassierten die Niedersachsen die sechste Niederlage in Folge auf gegnerischem Platz. Die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka rangiert weiter im Mittelfeld der Tabelle, hat die internationalen Plätze aber weiter im Blick. Die Schaaf-Elf verbessert sich auf den elften Rang und dürfte sich damit endgültig aus dem Abstiegskampf verabschiedet haben.

Schicksalsspiel für Büskens

Auf Schalke wird Michael Büskens immer noch verehrt. Hier ist er ein Idol, ein Teil der Familie, jeder nennt ihn nur Mike. Als Spieler hat der ehrgeizige Mittelfeldspieler insgesamt 257 Mal für die Schalker auf dem Platz gestanden. Er war einer der "Eurofighter", also Mitglied jener Mannschaft, die 1997 sensationell den UEFA-Cup für Schalke 04 gewann. Außerdem durfte er zwei DFB-Pokalsiege mit den Gelsenkirchenern feiern. Nach seiner Laufbahn als Spieler begann die Karriere als Trainer. Wo? Natürlich auf Schalke! Seit drei Jahren ist Büskens Trainer bei der SpVgg Greuther Fürth und kehrt nun, am 20. Spieltag der Bundesliga-Saison, mit seinem aktuellen Verein nach Schalke zurück. Allerdings unter schlechten Voraussetzungen.

Mike Büskens zurück in der Heimat. (Foto: dpa)

Mike Büskens kehrt mit seiner Mannschaft zurück in seine Heimat nach Gelsenkirchen

Die Fürther sind abgeschlagen Tabellenletzter, haben erst eins von 19 Spielen gewinnen können. Bei einer weiteren Niederlage könnte die Zeit von Mike Büskens in Fürth beendet sein – und nun muss er also ausgerechnet nach Schalke: "Ich freue mich ungemein auf das Spiel", sagt Büskens dennoch und lässt sich von dem Druck, der auf ihm lastet, nichts anmerken. "Schalke hat mich geprägt. Ich war 17 Jahre dort, in wechselnden Funktionen: Als Spieler mit drei Titeln, als spielender Co-Trainer mit wahnsinnig viel Spaß, als Trainer der Amateurmannschaft, schließlich als Interimstrainer. Es war wirklich eine fantastische Zeit, von der ich nicht einen Tag missen möchte."

Unangenehme Aufgabe für die Bayern

Während Büskens und Fürth am unteren Ende der Tabelle um den Klassenerhalt kämpfen, läuft es am anderen Ende der Tabelle für Spitzenreiter Bayern München fast wie von selbst. Allerdings müssen die Bayern nach Mainz – und dort setzte es in der vergangenen Saison noch eine bittere 2:3-Niederlage. Bastian Schweinsteiger und seine Mitspieler sind also gewarnt: "Wir wissen, dass es unangenehm ist, dort zu spielen", sagt der Nationalspieler. "Die Mannschaft ist sehr aggressiv. Sie haben einen sehr guten Trainer, der es uns immer versucht so schwer wie möglich zu machen. Dazu kommen die Zuschauer, die sind fast wie der zwölfte Mann." Und auch was die Tabellenplätze angeht sind die Mainzer nicht mehr so weit von den Münchenern entfernt. Immerhin ist Mainz derzeit Fünfter und kämpft um den Einzug in den Europapokal.

Schutz für Keeper Wiese

Fußball Bundesliga 3. Spieltag: SC Freiburg - TSG 1899 Hoffenheim. Torwart Tim Wiese von Hoffenheim hält sich nach einem Gegentor eine Hand vor das Gesicht. (Foto: Patrick Seeger dpa/lsw)

Hoffenheim nimmt Ex-Nationalkeeper Tim Wiese aus der Schusslinie - er muss auf die Tribüne

Nicht mehr an das Saisonziel europäischer Wettbewerb zu denken ist in Hoffenheim. Die Hoffenheimer sind auf den vorletzten Platz abgerutscht. Für sie geht es nur noch um den Klassenerhalt – nächster Gegner ist der SC Freiburg, gegen den übrigens nicht mehr Tim Wiese im Hoffenheimer Tor stehen wird. "Tim ist in der jetzigen Situation absolut chancenlos", sagte 1899-Manager Andreas Müller: "Der Druck, fehlerfrei zu sein, mit dem er in jedes Spiel gehen muss, ist unmenschlich. Ich glaube, das kann er im Moment nicht leisten." Beim Spiel gegen Freiburg wird Wiese daher nur zuschauen. Der neue Trainer Marco Kurz will ihn schützen. Im Tor steht stattdessen der neuverpflichtete Torhüter Heurelho Gomes, der kurz vor Ende der Transferfrist von Tottenham Hotspur ausgeliehen wurde.

Der internationale Wettbewerb wäre für Aufsteiger Frankfurt eher das i-Tüpfelchen. Zum erklärten Saisonziel, dem Erreichen der 40-Punkte-Marke, fehlen dem Tabellen-Vierten nur noch sieben Zähler. Die nächsten sollen in Hamburg gesammelt werden, wo man schon gehörigen Respekt vor den Gästen hat. "Wir wissen, dass Frankfurt sehr offensiv spielt", sagt HSV-Coach Thorsten Fink. "Sie spielen eine hervorragende Saison, aber ich glaube, wir müssen uns mit unserer Heimstärke hier zu Hause nicht verstecken." Tatsächlich hat der HSV die letzten vier Heimspiele allesamt gewonnen und könnte mit einem weiteren Erfolg ebenfalls auf die Europapokal-Plätze klettern.

Davon träumt man auch in Wolfsburg. Der VfL, zurzeit 13., empfängt den FC Augsburg – eine lösbare Aufgabe, auch wenn der FCA zuletzt in Düsseldorf gewinnen konnte und gegen Schalke einen Punkt holte. Ebenfalls wieder europäisch spielen möchte in der kommenden Saison der VfB Stuttgart. Allerdings sind die Stuttgarter derzeit nur Elfter und haben vier Zähler Rückstand auf Rang sechs. Da hilft es vielleicht, dass man in Düsseldorf beim schwächelnden Aufsteiger ran muss.

Am Sonntag (03.02.2013) empfängt der 1. FC Nürnberg Borussia Mönchengladbach. Beendet wird die Runde mit dem Spitzenspiel des 20. Spieltags zwischen dem Zweiten Bayer Leverkusen und dem Dritten Borussia Dortmund.

Die Samstagspartien können Sie wie gewohnt bei uns mitverfolgen. Wir übertragen im Live-Stream ab 16:05 Uhr MEZ. Am Mikrofon begrüßt Sie dann Stefan Nestler.

DW.DE