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Staatsschulden

Moody's glaubt an die Türkei

Die Ratingagentur Moody's hat die Bonität der Türkei aufgewertet. Der Grund: Die türkische Regierung habe Fortschritte bei der Konsolidierung ihres Staatshaushaltes gemacht.

An image of a 20 Lira note in Turkey's new currency, the New Turkish Lira, is shown at a news conference unveiling the new currency in Ankara on Monday, Oct. 25, 2004. One million Turkish lira will become one New Turkish lira, under the new currency, which will be legal tender as of Jan. 1, 2005. Mustafa Kemal Ataturk, the founder of modern Turkey, is featured on the note. (AP Photo/Burhan Ozbilici)

Sechs Nullen weniger

Am Mittwoch hat die Ratingagentur Moody's ihre Einschätzung der türkischen Volkswirtschaft korrigiert – und zwar nach oben. Mit "Ba1" liegt sie nun eine Stufe höher als vorher. Für Anleger heißt das: Bei einem Investment in türkische Papiere können sie von einer "relativ sicheren" Anlage ausgehen. Die Agenturen Standard & Poor's und Fitch bewerten die Türkei mit "BB+" und "BB" ebenfalls gut.

Mit der Heraufstufung signalisierte Moody's auch, dass mit einer weiteren Verbesserung zu rechnen ist, die Aussichten für Ankara seien günstig. Bei einer weiteren Heraufstufung würden türkische Staatsanleihen als "Investment Grade" definiert und gälten als sicher.

Währung und Börse profitieren bereits

Für ein besseres Rating müsse die türkische Regierung, so Moody's, allerdings ihr Leistungsbilanzdefizit weiter reduzieren. Das ist mit rund zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts weiterhin eines der höchsten weltweit. Die türkische Währung konnte vom neuen Rating bereits profitieren. Die Börse in Istanbul spürte ebenfalls Rückenwind und verzeichnete angesichts der guten Nachricht höhere Umsätze.

Für Staatsanleihen muss Ankara aber immer noch hohe Zinsen garantieren, obwohl die Rendite nach Bekanntwerden der Moody's-Entscheidung auf den niedrigsten Stand seit einem Vierteljahr gefallen ist – sie lag heute bei 8,92 Prozent.

dk/hb (rtr)