Der Internethandel boomt wie nie zuvor. Allein in Deutschland wird für 2012 ein Umsatz von 30 Milliarden Euro erwartet. Das verändert das Geschäft vieler Einzelhändler. Made in Germany hat einen Berliner Designer besucht, der sich auf den Internetverkauf spezialisiert hat. Und wir sind unterwegs mit einem Paketzusteller: sein Beruf hat sich durch E-Commerce erheblich gewandelt.
Welche Universität hat schon ein eigenes Bergwerk? Und wo lernen Studenten 150 Meter tief unter der Erde? Möglich ist das in Freiberg, einer kleinen Stadt im Erzgebirge. Über 800 Jahre lang prägte der Bergbau die Region. Heute wollen die Freiberger die eigene Tradition zur Zukunft machen.
Seit 1765 ist die Bergakademie Freiberg für den Wirtschaftsstandort im Erzgebirge von enormer Bedeutung - und das nicht nur als größter Arbeitgeber. In den letzten Jahren entwickelt sich die Stadt mit Hilfe der Traditionsuniversität zum Hochtechnologiestandort. Im Bereich der Halbleiterfertigung und der Solartechnik gehört man schon zur Weltspitze. Wohin man schaut in Freiberg, nicht nur an der Universität, sondern auch in den angesiedelten mittelständischen Unternehmen, geht es vor allem um ein Thema: die Technologien der Zukunft. Made in Germany über eine kleine Stadt mit großer Rohstoff-Geschichte. Eine Reportage von Carmen Meyer.
Das größte Kasino-Projekt Europas weckt im krisengeschüttelten Spanien neue Hoffnung. Geschätzte 20 Milliarden Euro sollen vor den Toren Madrids in einen gigantischen Glücksspiel- und Ferienkomplex investiert werden. Rund 200.000 neue Arbeitsplätze könnten entstehen.
Das Vorhaben eines US Magnaten aus Las Vegas wird zwar von den Regionalpolitikem gefeiert, aber es gibt auch heftige Proteste dagegen: Das geplante Zockerparadies zieht Prostitution und Geldwäsche an, fürchten die Anwohner. Auch die Gewerkschaften laufen dagegen Sturm, weil die Regierung eigens für "EuroVegas" den Arbeitsschutz lockern will und Steuerbegüstigungen verspricht. Bauboom, Billigjobs und gescheiterte Mega-Projekte - genau diese Mischung hat Spanien in die Misere geführt. Neue ldeen im Kampf gegen die Krise sind offenbar nicht in Sicht. Eine Reportage von Michael Altenhenne.
Immer mehr Kunden kaufen im Netz, weil es für sie einfacher und bequemer ist. Und immer mehr Modefirmen und Designer reagieren auf diese Nachfrage. So auch der Berliner Designer Carl Tillessen.
Für ihn ist ,,E-Commerce" neben dem klassischen Handel zu einem zweiten Standbein geworden. Tillessen und sein Team haben auf verschiedenen Ebenen auf den neuen Vertriebsweg reagiert: Ihre Internetseite ist so gestaltet, dass Kunden dort bequem und übersichtlich ,,shoppen" können. Ein Teil der Mode wird bereits so entworfen, dass sie im Netz besonders fotogen ist. Und auch das Lager musste vergrößert werden. Dennoch stellt Tillessen nicht alle Produkte ins Netz. Für ihn gibt es nach wie vor Kleidung, die Kunden nur im Laden kaufen können. Bettina Thoma.
Darüber sprechen wir mit unserem Studiogast Jens Krüger von TNS Infratest.
Das Berufsbild des Paketzustellers hat sich dem des Möbelpackers angenähert. Vom Farbeimer bis zur Großkiste Wein ist nun mehr alles dabei. Die Schwerlastkarre ist fast immer im Einsatz. Hauptgrund: Der E-Commerce, das Einkaufen übers Internet, boomt. Bereits heute vertreibt der Einzelhandel fast zehn Prozent seiner Produkte über diesen Versandweg.
Die früheren Einkaufswege der Kunden erledigen nun 50.000 Paketzusteller in Deutschland. Anders als noch vor wenigen Jahren müssen die Zusteller nicht mehr nur einfache Formatpakete transportieren. Über 200 Pakete laden sie sich morgens in den Transporter. Die tägliche Tour geht durch Staus und enge Straßen. Parkplätze sind selten, geparkt wird oft in zweiter Reihe. Das Pensum ist enorm. Unser Reporter Holger Trzeczak begleitet einen Zusteller auf seinem täglichen Parcour.