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Nahost

Israel testet neue Raketenabwehr

Israel verfügt bereits über zwei Abwehrsysteme - gegen weitreichende Raketen etwa aus dem Iran und gegen Kurzstreckengeschosse aus dem Gazastreifen. Jetzt wurde ein Angriff mit Mittelstreckenraketen simuliert.

Der erfolgreiche Test zeige, dass es möglich sei, ballistische Raketen mit einer Reichweite zwischen 50 und 250 Kilometern abzufangen, hieß es im israelischen Fernsehen. Nach Angaben der israelischen Armee wurde bei einer geheimen Übung am vergangenen Dienstag im Süden des Landes eine Rakete "vom Himmel geschossen". Das Abwehrsystem mit der Bezeichnung "David's Sling" ("Davids Schleuder") solle 2014 einsatzbereit sein und dann Mittelstreckenwaffen mit einer Reichweite von bis zu 300 Kilometern abfangen.

Damit will sich Israel vor allem vor Attacken der radikalislamischen Hisbollah schützen, die aus dem Libanon drohen. "Davids Schleuder" wurde in Zusammenarbeit mit dem US-Rüstungskonzern Raytheon Company entwickelt.

Test wurde vorgezogen

Aus Kreisen des Verteidigungsministeriums verlautete, ursprünglich sollte das neue System erst 2013 unter realistischen Bedingungen getestet werden. Doch angesichts "eines allgemeinen Dringlichkeitsempfindens" habe man dies vorgezogen. Während des Tests hatte sich Israel mit der radikal-islamischen Hamas im Gazastreifen die schwersten Kämpfe seit Jahren geliefert.

Israel verfügt bereits über das System "Arrow II" ("Pfeil") zum Schutz vor ballistischen Raketen mit großer Reichweite - etwa aus dem Iran oder aus Syrien. Während des jüngsten Gaza-Konflikts kam zudem das System "Iron Dome" ("Eisenkuppel") zum Einsatz (Bild oben). Damit sollen nahezu 85 Prozent der im jüngsten Konflikt aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuerten Raketen kurzer und mittlerer Reichweite abgefangen worden sein.

hp/re (afp, dapd, rtr)