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IS sprengt Jahrtausende alte Stadt

7. März 2015

Die Barbarei geht weiter: Nach der Zerstörung unwiederbringlicher Kulturgüter im irakischen Mossul und in Nimrud machten IS-Milizen nun Jahrtausende alte Ruinen dem Erdboden gleich.

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Irak Al-Hadra Kulturstätte
Bild: picture-alliance/N. Tondini/Robert Harding

Nicht nur christliche oder jüdische Denkmäler, auch andere altorientalische Kulturschätze sind den Anhängern des "Islamischen Staates" aus religiösen Gründen ein Dorn im Auge. Jetzt haben die Dschihadisten nach Angaben der Universität von Mossul Ruinen in der Jahrtausende alten Stadt Al-Hadra gesprengt.

"Das stellt einen Verlust dar, der nicht aufgewogen werden kann", sagte Hamid al-Dschuburi, Leiter der Abteilung für Altertümer der Universtität, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die UNESCO hat Al-Hadra als Weltkulturerbe eingestuft. Die Stadt liegt rund 110 Kilometer südlich der IS-Hochburg Mossul in der irakischen Provinz Ninive.

Irak Al-Hadra Kulturstätte
Bild: picture-alliance/Bildagentur-online/Tips Images

Unschätzbare Werte

Al-Hadra (auch: Hatra) beherbergt gut erhaltene assyrische Ruinen, die bis ins dritte Jahrhundert vor Christus zurück datieren. In ihrem Wert ist Al-Hadra mit den Ruinenstädten des syrischen Palmyra und des libanesischen Baalbek vergleichbar.

Die Al-Hadra Kulturstätte im Irak (Foto: dpa)
Bild: picture-alliance/N. Tondini/Robert Harding

Die IS-Kämpfer hatten zuvor bereits die einstige assyrische Hauptstadt Nimrud knapp 40 Kilometer südlich von Mossul überrannt und antike Stätten mit schwerem Gerät zerstört. In Propaganda-Videos zeigten die Dschihadisten, wie angeblich auch im Museum von Mossul unwiederbringliche Kulturgüter zertrümmert wurden.

jj/SC (dpa, afp)