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Goldener Dezember für den Einzelhandel

30. Januar 2015

Die deutschen Einzelhändler haben ihren Umsatz im Dezember so kräftig gesteigert wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Er lag preisbereinigt um vier Prozent höher als im Vorjahresmonat.

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Einkaufen Düsseldorf
Bild: picture-alliance/dpa

Das teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. "Dabei ist zu beachten, dass der Dezember diesmal einen Verkaufstag mehr hatte", hieß es einschränkend. Nicht so gut sieht die Bilanz im Vergleich zum Vormonat aus. Hier legte der reale Umsatz lediglich um 0,2 Prozent zu, womit die Prognosen von Ökonomen knapp verfehlt wurden.

Nur Textilien blieben liegen

Besonders gut lief das Weihnachtsgeschäft für den Internet- und Versandhandel. Er nahm rund zehn Prozent mehr ein als ein Jahr zuvor. Auch das Geschäft mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf wuchs überdurchschnittlich, das mit Textilien, Bekleidung und Schuhen wegen der milden Witterung dagegen vergleichsweise schlecht.

Insgesamt nahmen die Einzelhändler im vergangenen Jahr 1,7 Prozent mehr ein. Real fiel das Plus mit 1,4 Prozent etwas kleiner aus. Die Aussichten für 2015 sind günstig: Die Kauflaune der Verbraucher ist derzeit so gut wie seit 2001 nicht mehr, fand die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) bei ihrer Umfrage heraus. Dazu tragen vor allem fallende Ölpreise bei. Die Kunden müssen weniger an den Tankstellen und für das Heizen bezahlen, daher steht ihnen mehr Geld für den Konsum zur Verfügung.

Händler optimistisch

Die Einzelhändler selbst rechnen das sechste Jahr in Folge mit einem Umsatzwachstum. Die Einnahmen sollen 2015 um 1,5 Prozent auf gut 466 Milliarden Euro steigen, erklärte der Branchenverband HDE am Freitag in Berlin. 2014 war das Plus mit 1,9 Prozent etwas stärker ausgefallen. "Insgesamt bleiben die Rahmenbedingungen außerordentlich günstig", betonte der HDE. "Die gute Situation am Arbeitsmarkt wird voraussichtlich erhalten bleiben." Auch die Einkommen dürften spürbar zulegen, die Sparneigung gering bleiben.

wen/ul (rtr, dpa, destatis)