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Global 3000 21.01.13 | 22:03 - 22:30 UTC

Natur statt Öl - Ecuador sammelt Geld für sein Ökosystem

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Natur statt Öl - Ecuador sammelt Geld für sein Ökosystem

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Young Global Leaders: Alberto C. Vollmer aus Venezuela

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Raub statt Reichtum - Die Goldwäscher von Tansania

Italienischer Chic und feinstes Garn - das verbindet man mit dem toskanischen Städtchen Prato. Doch inzwischen wird hier kaum noch von Italienern produziert: tausende Chinesen stricken, nähen und weben in den Werkstätten und Fabriken. Außerdem: In Tansania versuchen die Menschen etwas vom Goldreichtum ihres Landes abzubekommen und riskieren dabei ihr Leben.

Themen der Sendung

Billigware statt Edelstoffe - "Made in Italy" in Pratos Hinterhöfen

Die alte Textilstadt Prato vor den Toren von Florenz hat 180.000 Einwohner, offiziell sind 20.000 davon Chinesen. Vermutet wird, das mehr als doppelt so viele dort leben, versteckt in zahlreichen kleinen Textilmanufakturen. Sie produzieren Kleider, Jacken und Mänteln in denen "Made in Italy" steht. Und das stimmt irgendwie sogar. Doch in Prato hat sich eine chinesische Parallelwelt gebildet.

Der Ort hat in den vergangenen 20 Jahren den Export halbiert; gut die Hälfte der einst 8100 Textilfirmen existiert nicht mehr. Im selben Zeitraum sind etwa 4000 chinesische Firmen entstanden, bevorzugt in der Bekleidungsindustrie, genauer gesagt in dem, was man in Italien "pronto moda" nennt: schnell gefertigte, schnell wechselnde Artikel, verkauft an Händler aus ganz Europa, Hauptsache billig. Eine Milliarde Euro erzielen Pratos Chinesen angeblich an der Steuer vorbei.

Natur statt Öl - Ecuador sammelt Geld für sein Ökosystem

Der Yasuni Nationalpark im Nordosten Ecuadors gilt als eines der artenreichsten Gebiete der Erde. Auf einem Hektar Fläche gibt es mehr Baumarten als in ganz Nordamerika. Doch Ölförderung bedroht den Wald und die indigenen Völker. Die staatliche Initiative Yasuni ITT hat sich verpflichtet, gegen Bezahlung 846 Millionen Barrel Öl im Boden zu lassen. Dafür sammeln sie Geld in einem UN-Treuhandfonds.

Teile davon sollen in Ökotourismus, Bildung und den Ausbau regenerativer Energien gesteckt werden. Das Modell ist weltweit einzigartig, bei Nichtregierungs-Organisationen und Umweltschutzverbänden aber nicht unumstritten. Denn die ecuadorianische Regierung verpflichtet sich zwar, in bestimmten Regionen des Nationalparks kein Öl zu fördern, an anderen Orten wird aber weiter gebohrt und Regenwald zerstört. Ein weiteres Problem: Erst sieben Prozent des Geldes das notwendig wäre, um den Verzicht auf das Öl zu kompensieren, hat man bisher einsammeln können. Trotzdem: die Regierung Ecuadors glaubt an das Projekt "Yasuni ITT" und hält weiterhin daran fest.

Young Global Leaders: Alberto C. Vollmer aus Venezuela

Lange Zeit schien Lateinamerika ein verlorener Kontinent zu sein, geprägt von Diktaturen, Armut und Gewalt. Doch jetzt scheint alles anders. Lateinamerika strotzt vor Selbstbewusstsein und beansprucht seinen Platz auf der Weltbühne. Aber viele Probleme bleiben: Soziale Ungleichheit, Drogenkriminalität, Umweltzerstörung. Wie sieht es also tatsächlich aus, das neue Lateinamerika?

Raub statt Reichtum - Die Goldwäscher von Tansania

Tansania ist eigentlich ein reiches Land, reich an Bodenschätzen. Seit der Jahrtausendwende werden die Goldvorkommen des Landes industriell gefördert. Gold im Wert von mehreren Millionen Euro wird jedes Jahr aus Tansanias Erde geholt. Doch vom Ressourcenreichtum profitiert nur eine kleine Minderheit. Jeder Dritte Tansanier lebt weiterhin von weniger als einem Dollar pro Tag.

In einer Goldmine im Nordwesten des Landes treffen Arm und Reich jeden Tag aufeinander. Hunderte Dorfbewohner stürmen dort regelmäßig illegal das Minengelände, um sich ihren Anteil vom Goldreichtum der Region zu sichern. Der kanadische Minen-Multi Barrick Gold versucht mit Regierung und Polizei die Eindringlinge daran zu hindern. Immer wieder kommt es zu Todesfällen. Die Situation ist verfahren, denn jeder will vom neuen Reichtum profitieren.