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Gesamte Sendung 07.01.13 | 22:03 - 22:30 UTC

Global 3000 - Das Globalisierungsmagazin

Gesamte Sendung

Global 3000 - Das Globalisierungsmagazin

Beitrag

Young Global Leaders - Lateinamerika

Beitrag

"I-Shacks"- die Energiesparhütte im Slum

Beitrag

Klima Philippinen: Bäume gegen Ackerland - Natur und Mensch profitieren vom Klimaschutz

Beitrag

Jemen: Mit dem Krieg kommt der Hunger

I-Shaks bringen Licht in die Slums. Eine südafrikanische Universität hat eine energieautarke Wellblechhütte entwickelt. Außerdem: Stammeskriege, Terrorbekämpfung, Al Kaida und explodierende Kriminalität bedrohen die Nahrungsmittelversorgung im Jemen. Eine Hungersnot droht.

Themen der Sendung

Young Global Leaders - Lateinamerika

Lange Zeit schien Lateinamerika ein verlorener Kontinent zu sein, geprägt von Diktaturen, Armut und Gewalt. Doch jetzt scheint alles anders. Lateinamerika strotzt vor Selbstbewusstsein und beansprucht seinen Platz auf der Weltbühne. Aber viele Probleme bleiben: Soziale Ungleichheit, Drogenkriminalität, Umweltzerstörung. Wie sieht es also tatsächlich aus, das neue Lateinamerika?

DW hat dazu mit sechs sogenannten Young Global Leaders gesprochen. Sie sind Teil eines Netzwerks internationaler Führungspersönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur, ernannt vom Weltwirtschaftsforum. Alfredo Romero ist ein Menschenrechtsaktivist aus Venezuela. Als Rechtsanwalt in einer renommierten Firma hätte er eigentlich ein ruhiges Leben führen können. Doch alles änderte sich, als ein Vater vor ihm stand, dessen Sohn bei einer Demonstration gegen die Regierung getötet wurde. Seitdem lässt ihn der Kampf gegen Gewalt nicht mehr los.

"I-Shacks"- die Energiesparhütte im Slum

Obwohl die Regierung den Menschen schon seit Ende der Apartheid im Jahr 1994 feste Häuser verspricht, ist das Leben in illegalen Siedlungen noch für Tausende Südafrikaner bittere Realität. Das "I-Shack" - eine Erfindung der Universität in Stellenbosch sorgt jetzt zumindest für eine durchgängige Energieversorgung.

Andreas Keller von der südafrikanischen Universität Stellenbosch hat die energieautarke Wellblechhütte konstruiert. Solarzellen auf dem Dach sorgen für genug Strom für drei Lampen, ein Handyladegerät und einen Bewegungsmelder - Studien hatten gezeigt, dass Sicherheit zu den dringendsten Bedürfnissen der Slumbewohner gehört. "Die 'I-Shacks' können und sollen kein Haus ersetzen - aber wir müssen kreativ sein, um das Leben in ihnen zu verbessern", sagt Keller. "Die Menschen leben oft länger als gedacht in Hütten, während sie auf ein Haus warten."

Klima Philippinen: Bäume gegen Ackerland - Natur und Mensch profitieren vom Klimaschutz

Einst waren die Philippinen zu 60 Prozent mit Regenwald bedeckt, heute sind es nur noch 18 Prozent. Der Grund für die Rodung: Das Tropenholz ist begehrt. Eine Familie kann mit dem Verkauf von einem gefällten Baum ein Jahr lang leben. Im Rahmen der Klimainitiative werden dort Anreize geschaffen, auf die Rodungen zu verzichten und den Wald wieder aufzuforsten.

Wer sich verpflichtet, KEINE Bäume zu fällen, bekommt ein Stück Land, Obstbäume und die Geräte, die für das Bestellen einer Brachfläche nötig sind. Im Gegenzug werden Bäume gepflanzt. So wird nach und nach der Regenwald wieder aufgeforstet. Für den weltweiten Klimawandel und den Arterhalt ist das wichtig, denn die Bäume speichern CO2. Und für die Tier- und Pflanzenwelt stellt der Regenwald einen wichtigen Lebensraum dar. Erst vor wenigen Monaten wurden in den Wäldern auf der Insel Süd-Leyte neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt.

WWW-Links

Jemen: Mit dem Krieg kommt der Hunger

Die Arabische Republik Jemen ist ein Land so groß wie Deutschland. Die Bevölkerung leidet unter hohen Energie- und Lebensmittelpreisen, es gibt eine hohe Arbeitslosigkeit, niedrige Bildungsstandards, eine Analphabetenquote von 66 Prozent bei Frauen und 27 Prozent bei Männern.

Und jetzt sind auch noch Millionen von einer Hungerkatastrophe bedroht. Nach Angaben des Welternährungsprogramms sind 5 Millionen der rund 24 Millionen Jemeniten stark unternährt. Schwere Not in einem arabischen Land, das durch Stammeskriege, Terrorbekämpfung, Al Kaida und explodierende Kriminalität in seiner Existenz bedroht ist. Laut Save the Children, einer Nicht-Regierungsorganisation, handelt es sich aber in erster Linie um eine Nahrungsmittel-, nicht um eine Hungerkrise. Angeblich ist genug Nahrung ist in den Speichern vorhanden, immer mehr Menschen fehle jedoch der Zugang zu Märkten und vor allem das Geld, um sich Lebensmittel zu leisten.