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Global 3000 22.10.12 | 22:03 - 22:30 UTC

Gefährliche Mücke - Kenias Kampf gegen Malaria

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Gefährliche Mücke - Kenias Kampf gegen Malaria

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Bittere Wahrheit - Pharmaindustrie versus globale Gesundheitsversorgung

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Global Snack - Vitamine aus Kolumbien

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Beton gegen Raubfang - Meeresschutz auf Italienisch

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Biologische Vielfalt - der Urwald von Bialowieza

In Kenia breitet sich Malaria immer weiter aus und schuld daran ist der Klimawandel. Weil es nachts nicht mehr kalt wird, können sich die Malariamücken ungehindert vermehren. Mit Moskitonetzen und Rap-Musik soll vorgebeugt werden. Außerdem: In Polen befindet sich Europas letzter Urwald. Im Naturpark Bialowieza leben Tiere und Pflanzen, die es sonst in freier Wildbahn nicht mehr gibt.

Themen der Sendung

Gefährliche Mücke - Kenias Kampf gegen Malaria

Im kenianischen Hochland breitet sich die Malaria immer weiter aus. Dass der Klimawandel eine Ursache dafür ist, zeigt sich daran, dass nachts die Temperaturen nur selten unter 16 Grad fallen und es häufiger regnet. Das sind optimale Lebensbedingungen für die Malaria-Mücke, die sich so noch ungestörter vermehren kann.

Vor allem auf den kenianischen Teeplantagen werden die Arbeiter nun häufiger krank. Die Ergebnisse förderte ein internationales Forscherteam zutage. Seit den 1970er-Jahren ist der Studie zu Folge die Zahl der Erkrankungen um bis zu achtmal höher als früher. Um die Menschen an die neue Situation anzupassen, schult die Weltgesundheitsorganisation die Menschen, Warnsignale für Malaria-Epidemien früher zu erkennen und vorzubeugen. Die Nichtregierungsorganisation "Kenyan Allianca Against Malaria" verteilt Moskitonetze, sprüht Moskitomittel und baut lokale Gesundheitszentren mit auf. Sie schulen auch Kinder, die mit ihrer eigenen Rap-Musik den Mitschülern den richtigen Umgang mit Moskitonetzen beibringen sollen.

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Bittere Wahrheit - Pharmaindustrie versus globale Gesundheitsversorgung

Die Arzneimittelversorgung in weiten Teilen der Welt ist nach wie vor mangelhaft. Hohe Preise erschweren oft den Zugang. Generika, also günstige Kopien teurer Originalpräparate können häufig helfen. Viele Generika kommen aus Indien und Indien hat jetzt sein Patentrecht noch weiter gelockert. Sehr zum Ärger der Pharmaindustrie und zur Freude von humanitären Organisationen.

Trotzdem erschweren steigende Arzneimittelpreise und zurückgehende internationale Hilfszahlungen die medizinische Versorgung auch weiterhin. Bei Global 3000 nimmt Norbert Gerbsch vom Verband der Deutschen Pharmaindustrie zum Vorwurf Stellung, die moderne Pharmaindustrie tue zu wenig für eine globale Gesundheitsversorgung. Christian Wagner-Ahlfs, Experte für Arzneimittelforschung seinerseits fordert einen stärkeren finanziellen und forschungstechnischen Einsatz der Konzerne bei der weltweiten Bekämpfung von Epidemien und Seuchen in den Ländern der südlichen Hemisphäre.

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Global Snack - Vitamine aus Kolumbien

An der Nationalstraße 45 von Kolumbiens Hauptstadt Bogota in den Norden nach Santa Marta befindet sich am Straßenrand der beliebte Obstladen von Kemide Rodriguez. Der Kolumbianer versorgt Trucker, Bauern und Touristen mit frischen und gesunden Früchten - die meisten davon preist er auch als Heilmittel gegen Diabetes, Rheuma und Erkältungen an.

Beton gegen Raubfang - Meeresschutz auf Italienisch

Paolo Fanciulli, Fischer in dritter Generation hat eingesehen, dass sich das Meer nicht beliebig ausbeuten lässt und hat umgedacht. Der Italiener lebt vom Meer und seinen Bewohnern. "Nutzen und Schutz müssen sich die Waage halten", sagt er und führt die Touristen bei seinen morgendlichen Fang-Touren hinaus aufs Meer um ihnen die Probleme der Meere deutlich zu machen.

Biologische Vielfalt - der Urwald von Bialowieza

Er gilt als der letzte Urwald Europas - der Wald rund um Bialowieza, ganz im Osten Polens. Hier leben Tiere, die es im restlichen Europa in freier Wildbahn nicht mehr gibt: zum Beispiel den Wisent, das größte Landsäugetier in Europa. Das Besondere an diesem Wald: Er wurde von Menschen nicht beeinflusst, existiert in seiner ursprünglichen Form seit über 10.000 Jahren.

Der Wald entstand nach der letzten Eiszeit. Lange war er das Jagdgebiet der Elite der Region. Heute ist er als UNESCO Weltnaturerbe geschützt. Das ist einerseits ein Segen für die Einwohner von Bialowieza, denn die Auszeichnung lockt viele Touristen in die strukturschwache Gegend. Andererseits aber bringt das Siegel "Weltnaturerbe" Auflagen und wirtschaftliche Nachteile. Bauern können ihre Felder nicht mehr nach eigenem Wunsch bearbeiten, weil beispielsweise seltene Vögel darin brüten. Häuser oder Garagen dürfen nicht mehr umgebaut werden, weil die gesamte Gegend zum Schutzgebiet gehört. Die versprochenen Ausgleichszahlungen durch die Regierung kamen bisher bei den Menschen nicht an.

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