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Hongkong

Geschmuggeltes Elfenbein beschlagnahmt

Der Zoll in Hongkong hat eine Rekordmenge an geschmuggeltem Elfenbein abgefangen: Fast vier Tonnen der illegalen Ware aus Afrika wurden sichergestellt. Mehr als 600 afrikanische Elefanten mussten dafür ihr Leben lassen.

Fast vier Tonnen illegalen Elfenbeins hat der Zoll in Hongkong beschlagnahmt (Foto: Reuters)

Hongkong Schmuggel von Elfenbein

Die Ladung hätte auf dem asiatischen Schwarzmarkt rund 26,7 Millionen Hongkong-Dollar (umgerechnet 2,74 Millionen Euro) eingebracht. Der Zollfahnder entdeckten sie im Kwai-Chung-Containerhafen, wie die Hongkonger "South China Morning Post" berichtete. Es ist der bislang größte derartige Fund im Hafen von Hongkong.

Das Elfenbein war demnach in zwei Schiffscontainern aus Kenia und Tansania zwischen Plastikschrott und Bohnen versteckt gewesen. In Zusammenhang mit dem Fund hätten die chinesischen Behörden in Dongguan in der südchinesischen Provinz Guangdong sieben mutmaßliche Schmuggler festgenommen. Dies sei der Erfolg einer zweimonatigen Zusammenarbeit zwischen Hongkonger Zollfahndern und ihren Kollegen auf dem chinesischen Festland. Im Falle einer Verurteilung drohen den Festgenommenen lange Gefängnisstrafen und mehrere zehntausend Euro Geldbußen.

"Wir glauben, dass die kleinere Anzahl der Stoßzähne nach Festland-China geschickt werden sollte und der Rest in andere Regionen wie Japan oder Taiwan", sagte der Chef der Hongkonger Hafenzollbehörde, Lam Tak-fai, der Zeitung. Einer der beiden Container habe einen Umweg über die Vereinigten Arabischen Emirate, Malaysia und China gemacht, um seine Herkunft zu verschleiern. Der andere sei über Malaysia nach Hongkong gekommen.

Stoßzähne von mehr als 600 Elefanten

Das unbearbeitete Elfenbein stammt laut Zoll von mehr als 600 afrikanischen Elefanten, die dafür von Wilderern getötet wurden. Der Schwerste der insgesamt 1209 Stoßzähne wiege 40,6 Kilogramm.

1989 war der Elfenbeinhandel weitestgehend verboten worden, nachdem die Elefantenpopulation in Afrika innerhalb weniger Jahrzehnte von mehreren Millionen auf etwa 600.000 gesunken war. Heute leben noch rund 472.000 Elefanten in Afrika.

Ihre Stoßzähne sind vor allem in Asien und im Nahen Osten als Heilmittel und Ziermaterial gefragt. So hat der Schmuggel mit illegalem Elfenbein in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Im vergangenen Jahr stellten die Zollbehörden weltweit 4759 Stoßzähne sicher, das ist eine Zunahme von 200 Prozent gegenüber 2010.

kis/kle (dpa, dapd, afp)