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Fächer statt Fische - Wie Frauen auf Fidschi ihr Dorf gerettet haben

26. November 2013

Das kleine Dorf Daku auf der Fidschi-Insel Viti Levu stemmt sich gegen den Klimawandel. Weil die Männer immer weniger Fische und Garnelen fangen, sind die Frauen in die Bresche gesprungen. Sie verkaufen handgeflochtene Palmfächer, die früher nur zu Ritualzwecken verwendet werden durften. Dass die Frauen nun das Dorf ernähren, müssen die Männer erst einmal verkraften.

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Die Männer von Daku waren es gewohnt, mit reicher Beute von ihren Fischzügen zurückzukehren. Doch durch die Abholzung der Mangroven führt der Fluss immer mehr Sedimente mit sich, die Zahl der Fische ist drastisch zurückgegangen. Überschwemmungen haben zusätzlich die Böden versalzen, und erschweren den Anbau von Obst und Gemüse. Der wirtschaftliche Verlust für das Dorf mit seinen 400 Einwohnern konnte durch den Verkauf der Schmuckfächer ausgeglichen werden. Mit den Palmfächern werden inzwischen 70 Prozent der Einnahmen erwirtschaftet. Das hat die Rolle der Frauen stark aufgewertet. In einem Gendertraining wurde den Bewohnern vermittelt, dass sie nur gemeinsam die Herausforderungen durch den Klimawandel bestehen können. Trotzdem gibt es auch Kritiker, die mit der neuen Rollenverteilung im Dorf ganz und gar nicht einverstanden sind.

Bericht: Christian Uhlig