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DW Akademie

Frequently Asked Questions (FAQ)

Fragen und Antworten rund um den IMS-Masterstudiengang.

 
Wie sind die Idee zu diesem Studiengang und die Kooperation zwischen der Uni Bonn, der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und der Deutschen Welle zustande gekommen?
 
Die Deutsche Welle führt seit mehr als 40 Jahren Qualifizierungsmaßnahmen für Medienfachkräfte insbesondere aus Entwicklungs- und Transformationsländern durch. Inzwischen haben mehr als 40.000 Teilnehmer diese Programme absolviert. Im Regelfall werden zwei- bis achtwöchige Seminare vor Ort in den Partnerländern angeboten. Dabei wurde deutlich, dass zusätzlicher Bedarf an einer umfassenden und damit auch längerfristig angelegten Ausbildung auf wissenschaftlichem Niveau besteht. Am Ende soll ein international anerkannter Abschlusses stehen, wie er im Rahmen eines Masterstudiengangs erworben werden kann. Damit können sich Absolventen in der ganzen Welt bewerben.
 
Nach unserer Einschätzung ist der Bedarf an einer spezifischen, international ausgerichteten und fundierten Medienausbildung hoch. Insbesondere im asiatisch-pazifischen Raum und in Süd- und Mittelamerika haben technologische Veränderungen, Deregulierung und Privatisierung zu einer explosionsartigen Vermehrung von Rundfunkanstalten geführt. Der rasante Zuwachs von Medienanbietern erzeugt eine starke Nachfrage nach gut ausgebildeten Journalisten, die aber nur schwer befriedigt werden kann. Weder quantitativ noch qualitativ gibt es ein adäquates Qualifizierungsangebot auf wissenschaftlichem Niveau. Wenn Deutschland "good governance" in Entwicklungs- und Schwellenländer transportieren will, gehört dazu wesentlich die Medienausbildung im Sinne einer freiheitlichen Medienordnung.
 
Zwar existieren in Deutschland zahlreiche Medien-Masterstudiengänge, doch richten sie sich nahezu ausschließlich an deutsche Studierende. Und obwohl das Angebot sehr breit und vielfältig ist, vermittelt keiner praxisnah und wissenschaftlich fundiert zugleich die Verknüpfung von Medien und Entwicklungszusammenarbeit. Auch die globalen Medienentwicklungen sind in vorhandenen Studiengängen - etwa mit regionalwissenschaftlichem Schwerpunkt - unterrepräsentiert. Keiner der hierzulande angebotenen Studiengänge richtet sich vorrangig an internationale Nachwuchsjournalisten, ausländische Medienmanager oder Mitarbeiter von Kommunikationsabteilungen aus Schwellen- und Entwicklungsländern, keiner wird bilingual angeboten.
 
Die Idee zur Zusammenarbeit mit der Universität Bonn und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg war naheliegend. Wir wollten einen anwendungsorientierten weiterbildenden Masterstudiengang zu konzipieren, der den Absolventen ermöglicht, im Anschluss eine Promotion aufzunehmen. Die Universität Bonn verfügt mit dem Institut für Kommunikationswissenschaften und dem Zentrum für Entwicklungsforschung über sehr hohe Kompetenz in den Kommunikations- und Medienwissenschaftlichen, in der Entwicklungspolitik und internationalen Zusammenarbeit. Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg zählt zu den innovativsten FH's in Deutschland. Sie ist eine der ersten Hochschulen, die einen Studiengang zum Technikjournalismus konzipiert und etabliert hat. Da haben sich geborene Partner zusammengetan.
 
 
Welche Funktionen werden die einzelnen Kooperationspartner in diesem Studiengang übernehmen?
 
Die drei Kooperationspartner werden sich hinsichtlich aller den Lehr- und Studienbetrieb betreffenden Sachverhalte - zum Beispiel Curriculum, Prüfungsordnung, (Re-) Akkreditierung, Evaluierung, Auswahl des Lehrpersonals, Auswahl der Studierenden, Organisation der Prüfungsverfahren – einvernehmlich abstimmen.
 
Die Deutsche Welle wird die Lehrveranstaltungen des Studiengangs "International Media Studies" eigenverantwortlich konzipieren und mit eigenem Personal durchführen. Grundlage ist ein Curriculum, das von der DW erstellt wird. Um die angestrebte gleichwertige Prüfungsvorbereitung sicherzustellen, wird sich die Deutsche Welle bei der Ausarbeitung des Curriculums und bei der Auswahl des Lehrpersonals mit ihren Kooperationspartnern abstimmen. Die Deutsche Welle stellt die sachlichen Ressourcen bereit, die für die bei ihr stattfindenden Lehrveranstaltungen erforderlich sind, und übernimmt hierfür auch sämtliche Verwaltungsaufgaben (Infrastruktur, Personalverwaltung, Gebäudeverwaltung, Buchhaltung).
 
Die Hochschule richtet den Studiengang "International Media Studies" nach den §§ 60 ff. HG ein. Sie erlässt die Prüfungsordnung, beantragt die erforderliche Akkreditierung und Reakkreditierung und nimmt die vorgesehenen Prüfungen ab. Die Hochschule ist für die Evaluierung des Studiengangs verantwortlich und verleiht den Mastergrad. Urkunden und Zeugnisse, die den erfolgreichen Abschluss bestätigen, weisen durch eine entsprechende grafische Gestaltung auf die Kooperationspartner hin.
 
Die Universität beteiligt sich an der Abstimmung über das Curriculum wie auch im Rahmen der (Re-) Akkreditierung und Evaluierung des Studiengangs. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten bietet die Universität den Studierenden die Teilnahme an geeigneten Lehrveranstaltungen an.
 
 
Wie ist der Studiengang genau aufgebaut?
 
Im ersten und zweiten Semester vermitteln wir den Studierenden die Wechselwirkungen zwischen Medien, Politik und Gesellschaft ebenso wie medienentwicklungspolitisches Wissen, ergänzt durch Kenntnisse des Journalismus, der Medienbetriebswirtschaftslehre und des Medienmanagements. „Basisfächer“ wie Kommunikation und Präsentation und Interkulturelle Kommunikation sind weitere Bestandteile des ersten Studienjahrs. Im dritten Semester bilden Blockveranstaltungen zur Empirie, zur Mediaplanung und Nutzerforschung die Eckpfeiler des Studienplans. Ergänzt werden sie durch Lehreinheiten im Projektmanagement und zum Leadership. Zusätzlich ist ein medien- oder kommunikationswissenschaftliches Studienprojekt im Bereich Medien zu absolvieren. Im vierten Semester erfolgt die Erarbeitung der Master-Thesis, die mit einem Kolloquium abschließt. Danach bekommt der Absolvent den Titel Master of Arts verliehen.
 
 
An wen richtet sich der Studiengang genau und mit welchem Ziel? Welche Qualifikationen und Berufschancen bekommen die Studierenden?
 
Der Studiengang richtet sich vorrangig an Nachwuchsjournalisten, Medienmanager und Mitarbeiter von Kommunikationsabteilungen aus Schwellen- und Entwicklungsländern, insbesondere aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Deutsche und andere Westeuropäer haben selbstverständlich aber auch die Möglichkeit, sich zu bewerben. Voraussetzung für die Zulassung sind ein abgeschlossener Bachelor-Abschluss und eine mindestens einjährige Berufserfahrung im mediennahen Umfeld.
 
Aus qualitativen Gründen ist der Studiengang bewusst als viersemestriges Angebot konzipiert, um die Absolventen fachlich wie persönlich adäquat zu verantwortlichen und professionellen Journalisten auszubilden und auf die Anforderungen für eine anspruchsvolle Fach- oder Führungsfunktion im Medienbereich vorzubereiten.
 
 
Wie genau wird in diesem Master der Fachbereich Medien mit der Entwicklungszusammenarbeit kombiniert? Und welche Hoffnung/Erwartung haben die Beteiligten an diese Kombination?
 
Im Mittelpunkt steht die Fragestellung, welchen Einfluss Medien im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit auf die Demokratieentwicklung haben. Als Transmissionsriemen zwischen Regierung und Bürgern und zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen kommt ihnen eine wichtige Integrationsaufgabe in der Gesellschaft zu. Medien können den öffentlichen Diskurs und der Entwicklung in einem Land förderlich sein, diese Gewalt kann aber auch zur Beschränkung von Meinungsvielfalt führen, wird sie von mächtigen Interessensgruppen instrumentalisiert. Vor diesem Hintergrund werden innerhalb des Masterstudiengangs die Merkmale "offener" und "geschlossener" Mediensysteme im internationalen Vergleich - Asien, Afrika, Lateinamerika, Westeuropa, Osteuropa - analysiert und diskutiert.
 
Die Initiatoren des Studiengangs gehen davon aus, dass ein Zusammenhang zwischen Demokratie und Entwicklung, zwischen freier Meinungsentfaltung und Demokratie, sowie zwischen freien Medien und Entwicklung besteht. Voraussetzung für die Etablierung und das Funktionieren von freien Mediensystemen in Entwicklungs- und Transformationsländern sind Journalisten, die ihre Verantwortung als kritische Beobachter und Berichterstatter am besten dann wahrnehmen können, wenn sie professionell ausgebildet sind und sich der journalistischen Berufsethik verpflichtet fühlen. Die gezielte Qualifizierung von Journalisten kann dazu beitragen, über sie als wichtigste Multiplikatoren Veränderungen im Mediensystem und innerhalb der Gesellschaft herbeizuführen, demokratisches Denken und die Entwicklung von Zivilgesellschaft zu unterstützen.
 

Der Masterstudiengang International Media Studies ist ein viersemestriger weiterbildender Studiengang in Vollzeit. Er umfasst Journalismus und Medienwirtschaft sowie Entwicklungszusammenarbeit und Pädagogik.

Studierendensekretariat

Mo-Fr, 9 - 16 Uhr (UTC+1)

T: +49.228.429-3503
F: +49.228.429-3520

E: ims@dw.de