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Weltwirtschaft

Europa bleibt wettbewerbsfähigste Region

Trotz Eurokrise: Sechs europäische Länder befinden sich in der Top-Ten-Liste der wettbewerbsfähigsten Staaten der Welt. Das zeigt der neue Global Competitiveness Report des World Economic Forum.

Symbolbild Europa unter der Lupe (Foto: Xuejun li - Fotolia.com)

Symbolbild Europa unter der Lupe

Die Schweiz, Singapur und Finnland führen die Weltrangliste der wettbewerbsfähigsten Länder an, die das World Economic Forum (WEF) am Mittwoch (05.09.2012) in Genf veröffentlicht hat. Die Top Ten werden trotz der Eurokrise immer noch klar von Ländern in Nord- und Westeuropa dominiert. Denn neben der Schweiz und Finnland finden sich Schweden auf Platz vier, die Niederlande auf Platz fünf, Deutschland verblieb wie im Vorjahr auf Rang sechs und Großbritannien stieg von Rang zehn auf Platz acht.

Während Schweden und Finnland die Plätze getauscht haben, ist Dänemark von Platz acht auf Rang zwölf abgerutscht, Frankreich fiel von Rang 18 auf den 21. Platz. Österreich dagegen konnte sich von Rang 19 auf den 16. Platz verbessern. Im Süden Europas setzt sich der Abwärtstrend fort: Während sich Italien um einen Rang auf Platz 42 verbessern konnte und Spanien auf Platz 36 verblieb, rutschte Portugal um vier Ränge auf Platz 49 und Griechenland um sechs Ränge auf Platz 96.

USA verlieren weiter

Auch die USA haben zum vierten  Mal in Folge an Boden verloren und sind von Platz fünf auf Rang sieben abgerutscht. Punkten kann das Land zwar immer noch mit seinen innovativen Unternehmen, hervorragenden Universitäten und dem größten Einzelmarkt der Welt, es zeigt aber Defizite im Vertrauen, das die Wirtschaft den Institutionen, der Politik und der wirtschaftlichen Stabilität entgegenbringt, ergab die Studie des WEF.

Die Rangliste zur Wettbewerbsfähigkeit basiert auf dem Global Competitiveness Index (GCI) für 144 Länder, der an der Columbia University in den USA für das World Economic Forum entwickelt und 2004 eingeführt wurde. Der Index basiert auf zwölf Teilaspekten. Unter anderem werden die Infrastruktur, makroökonomische Stabilität, Gesundheit und Grundschulbildung, der Arbeitsmarkt, der technologischer Entwicklungsgrad und die Marktgröße gemessen und bewertet.

Gemischtes Bild bei Schwellenländern

Die Einstufungen basieren auf der Auswertung von harten Zahlen aus öffentlich zugänglichen Statistiken und den Ergebnissen einer Meinungsumfrage, die das World Economic Forum jedes Jahr zusammen mit seinem Netz von Partnerinstitutionen durchführt. In Deutschland zeichnet dafür die privat finanzierte Wirtschaftshochschule Otto Beisheim School of Management in Vallendar bei Koblenz verantwortlich.

War in den letzten Jahren zu beobachten, dass sich die Schwellenländer im Vergleich zu den insgesamt stagnierenden Industrienationen nach vorne geschoben haben, so scheint dieser Trend vorerst gestoppt: China fiel um drei Ränge auf Platz 29, Indien verlor drei Plätze auf Rang 59, Russland verlor einen Platz auf den 67. Rang und auch Südafrika büßte zwei Plätze auf Rang 52 ein. Lediglich Brasilien verbesserte sich um fünf Plätze auf Rang 48.

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