Gut drei Wochen verzauberte die Fußball-EM ganz Europa. Für die Polen sollte der Traum sogar noch weitergehen. Das Land versprach sich viel von den neuen Autobahnen, Schnellzügen, Flughäfen und Stadien. Aber ein halbes Jahr nach der Europameisterschaft ist Polen nun aufgewacht.
Die Bewohner von North Ronaldsay waren schon immer ein bisschen eigen. Bis zum 19. Jahrhundert sprachen sie noch altnordisch, eine Sprache, die auf den Nachbarinseln schon ausgestorben war.
Rund 600 Menschen lebten einmal auf North Ronaldsay. Heute ist die Einwohnerzahl verschwindend gering. Zu hart war das Leben auf dieser nördlichsten Insel der Orkney. Die Schafe allerdings, die sich außerhalb der Deiche von Meeresalgen ernähren, könnten nun zur lukrativen Einkommensquelle werden. Doch neue Landwirte finden kaum Höfe auf der Insel. Die alteingesessenen Inselbewohner halten an ihren Grundstücken fest.
Seit der Fußballeuropameisterschaft vergangenen Sommer besitzt Polen 1000 neue Autobahnkilometer und neue Stadien in Danzig, Breslau oder Posen. Aber jetzt, ein halbes Jahr später, steigen die Schulden.
Allein in Danzig hat das Stadion dem Betreiber bereits ein millionenschweres Minus beschert. In Breslau sind die Schulden so hoch, dass dem Stadion fast der Strom abgedreht wurde. Rund 20 Milliarden Euro hatten die Polen investiert, um sich für die EM zu rüsten. Rentiert hat sich das bisher nicht. Selbst die Touristen bleiben aus, dabei hatte Polen gehofft, mit den neuen Sportstätten um einige Attraktionen reicher zu werden.
Wummernde Beats bis früh am Morgen, das ist "Studenski Grad". Studenten im Süden Sofias haben dem Viertel neues Leben eingehaucht.
Nirgendwo sonst in Bulgariens Hauptstadt gibt es so günstigen Wohnraum, und das zieht vor allem Studenten an. Was zuerst als Belebung des Viertels positiv eingestuft wurde, hat für die Anwohner inzwischen aber deutliche Nachteile. Denn Studenten feiern gern. Immer mehr Clubs schießen wie Pilze aus dem Boden, immer wieder gibt es auch Ärger mit der Polizei. Sofias Stadtobere wollen nicht zusehen, wie sich ein ganzes Viertel zu einer Partymeile verwandelt, und drohen nun mit Sperrstunden.
Wegen des militärischen Engagements in Mali befürchten französische Sicherheitsbehörden Racheanschläge von islamistischen Terroristen.
Die Gefahr vermuten sie nicht nur von arabischstämmigen Personen. Fachleute warnen auch vor französischen Konvertiten. Nur die malische Gemeinde bleibt gelassen. Obwohl Malier in Frankreich oft in äußerst bescheidenen Verhältnissen leben, begrüßen sie den Einsatz des französischen Militärs in ihrem Heimatland.