Eine Region im Aufwind! Von wegen tristes Ostdeutschland! Thüringen gilt als einer der besten Investitionsstandorte Deutschlands. Autozulieferer etwa schätzen Lage, Infrastruktur und Fördermittel. Gemessen an der Zahl neuer Investoren und der Schaffung von Arbeitsplätzen ist Thüringen nicht nur in Deutschland die Nummer Eins. Die Region steht auch in ganz Westeuropa an fünfter Stelle.
Von wegen trister Osten: Nach dem Rating eines amerikanischen Fachmagazins ist Thüringen der beste Investitionsstandort Deutschlands. Aus aller Welt siedeln sich Unternehmen an, zum Beispiel Autozulieferer. Sie schätzen die Lage, Infrastruktur und Fördermittel.
Maria Erkner hat das erste Autohaus Deutschlands gegründet, in dem nur Frauen arbeiten. Sie und ihre Kolleginnen haben vorher in Werkstätten gearbeitet, in denen Frauen häufig nur belächelt worden sind. Im Autohaus Senorita Maria werden Frauen hingegen ernst genommen. Kunden sind trotzdem fast nur Männer.
Sie hat selbst ein Handelsunternehmen. Mit ihr sprechen wir über Unternehmensgründerinnen und über aktuelle Entwicklungen am Arbeitsmarkt.
Vor zehn Jahren hatten sie die Idee, nun zahlt sich ihre Beharrlichkeit aus: Helmut Nägele und Jürgen Pfitzer schreiben mit ihrer Firma Tecnaro eine kleine Erfolgsgeschichte. Ihr Produkt heißt Arboform - ein Werkstoff, der aus Holz gewonnen wird und wie Kunststoff verarbeitet werden kann. Und: er ist, anders als Plastik, abbaubar. Dafür gab es in 2010 den Europäischen Erfinderpreis.
Mittlerweile zählt die Firma mehrere hundert dauerhafte Kunden – vom Spielwarenproduzenten bis zum Autohersteller und auch Gießkannenproduzenten. 275 Tonnen Arboform hat Tecnaro im vergangenen Jahr verkauft und beschäftigt mittlerweile 15 Mitarbeiter.
Und die Zukunftsaussichten für das kleine Unternehmen mit Sitz in Ilsfeld bei Heilbronn dürften auch gut sein: Erdöl, das heute noch DER Ausgangsstoff für Kunststoffe ist, ist endlich. Zudem wachsen die Plastikberge von Tag zu Tag – unverrottbar. Da sind Alternativen dringend gefragt.
Überall in Deutschland läuft zurzeit die Kurzarbeit aus - Grund genug noch einmal darauf hinzuweisen. Die nach der Finanzkrise gewährte Methode, 1,2 Millionen Menschen auf Kosten der Steuerzahler in die Kurzarbeit zu schicken, war die mit Abstand größte, teuerste und erfolgreichste arbeitsmarktpolitische Maßnahme der Nachkriegszeit.
Über das Thema Kurzarbeit sprechen wir mit Marie-Christine Ostermann, sie ist geschäftsführende Gesellschafterin eines Lebensmittelgroßhandels, nämlich Rullko in Hamm.