Der wichtigste Faktor des Alterns sind die so genannten "freien Radikalen". Freie Radikale sind Atome oder Moleküle, denen in ihrer chemischen Struktur ein Elektron fehlt; sie greifen andere Moleküle an, um dieses eine Elektron zu rauben. Sie schädigen damit die Körperzellen und beschleunigen den Alterungsprozess. Für die Entstehung von freien Radikalen gibt es verschiedene Auslöser, u.a. Chemikalien, Arzneimittel, Alkohol, Smog. Die gute Nachricht: Ihr Körper kann sie unschädlich machen. So genannte Antioxidantien unterstützen ihn dabei. Dazu zählen unter anderem die Vitamine A, C und E sowie eine Reihe sekundärer Pflanzenstoffe. Wer regelmäßig frisches Obst und Gemüse isst oder sie als Säfte zu sich nimmt, unterstützt seinen Körper optimal bei der Bekämpfung von freien Radikalen. Essentielle Fettsäuren, die in Nüssen und Pflanzenölen vorkommen, schützen ebenfalls vor freien Radikalen. Auch dunkle Schokolade mit viel Kakao kann helfen. Und noch ein Kochtipp: Gelbwurz (auch Kurkuma), das Grundgewürz asiatischer Currys, ist ein guter Radikalenfänger. Regelmäßiger Ausdauersport unterstützt außerdem die antioxidativen Kräfte des Körpers.
Ein weiterer gefährlicher Altmacher ist Stress. Die Belastung schadet nicht nur der Gesundheit – sie beschleunigt auch den Alterungsprozess. Wer unter dem Druck leidet, altert besonders schnell. Bei Stress wird das Immunsystem geschwächt, der Hormonhaushalt gerät ins Ungleichgewicht, es kann zu Bluthochdruck, erhöhten Blutzuckerwerten und Schlafstörungen kommen. Natürlich können viele dem Stress nicht immer aus dem Weg gehen kann. Es gilt daher, die Belastbarkeit zu verbessern, durch Yoga, Autogenes Training oder andere Entspannungsverfahren aber auch mäßige sportliche Belastung wie Spazierengehen oder langsames Joggen. Wichtig ist, dass man einige Male am Tag das "Stresskarussell" verlässt und sich gedanklich mit etwas Schönem beschäftigt. Das könne der geplante Urlaub sein - oder auch nur der Blick zum Himmel. Der Stress-Pegel sinkt, und die innere Aufruhr ebbt ab.
Ebenfalls alt und krank macht zuviel Bauchfett. Es hat die Eigenschaft, Hormone und Giftstoffe zu produzieren, die unter anderem zu Bluthochdruck, erhöhtem Blutzucker sowie erhöhten Cholesterinwerten führen. Menschen mit zuviel Bauchfett haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und Thrombosen. Den tatsächlichen Anteil des Bauchfetts können bildgebende Verfahren wie Computer- oder Kernspintomografie zeigen.
Doch der Bauchumfang liefert einen Anhaltspunkt für das individuelle Risiko. Für den Test müssen Sie Ihren Taillenumfang kennen. Letzteren messen Sie am besten morgens vor dem Frühstück im Stehen. Legen Sie das Maßband in Höhe des Bauchnabels locker um die Taille, dann leicht ausatmen und Wert ablesen. Als Faustformel gilt ein maximaler Taillenumfang von 80 cm bei Frauen und 94 cm bei Männern. Das Bauchfett weg kriegt man durch regelmäßiges Training und eine gesunde, vitaminreiche Ernährung.
Wer glaubt, Lebenszeit zu gewinnen, indem er weniger schläft, der irrt. Chronischer Schlafmangel fördert den Alterungsprozess. Wer zu wenig schläft, stört die während des nächtlichen Schlafs ablaufenden Regenerationsprozesse des Körpers, z.B. die Produktion von Wachstumshormonen. Wenn sich die Hautzellen nicht ausreichend regenerieren können, wirkt die Haut alt, fahl und schlaff. Die Abhilfe ist einfach: ausreichend schlafen. Die Schlafdauer ist individuell verschieden, sollte fünf Stunden allerdings nicht unterschreiten. Wichtig ist, dass man sich morgens ausgeruht und sich tagsüber fit fühlt
Fazit: Das Altern ist keine Frage des Schicksals, sondern des Lebensstils. Regelmäßige Bewegung, eine gesunde und ausgewogene Ernährung sowie eine entspannte Lebenshaltung sind die besten Strategien für ein langes und gesundes Leben.