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Full episode 09.02.10 | 19:30 - 20:00 UTC

Made in Germany - Das Wirtschaftsmagazin

Full episode

Made in Germany - Das Wirtschaftsmagazin

Topic

Schnee und Eis: wer gewinnt und wer verliert

Topic

Ziener: Ausrüster Olympische Spiele

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Estland: Euro-Kandidat für 2011

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Studiogast: Volker Treier, Chefvolkswirt DIHK

Topic

Familienunternehmen Sasse

Diese Woche ist Made in Germany in Estland zu Gast. Denn Estland ist der einzige Kandidat für die Einführung des Euro 2011. Was das für die heimische Krone bedeutet, wie es das wirtschaftliche Wachstum fördern soll und wie die Einwohner Estlands darauf reagieren, sehen Sie neben anderen Themen in dieser Sendung.

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Schnee und Eis: wer gewinnt und wer verliert

Schnee und Eis drücken auf die Konjunktur. Der harte Winter kostet die Wirtschaft bis zu 2 Milliarden Euro, schätzten Experten. Besonders betroffen ist die Bauindustrie. Andere Branchen aber profitieren von der Wetterlage: Firma Gmeiner bei Nürnberg freut sich über mehr Nachfrage. Sie produziert Schneepflüge und Streuautomaten für den Winterdienst.

300 Schneepflüge und bis zu 800 Streuautomaten produziert Gmeiner nächstes Jahr – sie werden auch nach Österreich, in die Schweiz und nach Tchechien verkauft. Um mehr zu produzieren, will das Unternehmen eine neue Halle bauen, die Arbeiten stehen allerdings still – wegen des harten Winters. Der Bauunternehmer Kraus, dessen Leute hier arbeiten sollten, ist nun unter Druck. Er hat Kurzarbeit angemeldet. Wie viele Baufirmen zurzeit.

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Ziener: Ausrüster Olympische Spiele

Olympische Spiele – das sind die wichtigsten Wettkämpfe für Athleten. Doch Olympiaden sind auch der Kampf der Marken. Wer die Sportler ausrüsten darf, der hat es geschafft, der spielt ganz oben in der Liga der Sportausrüster mit. In Deutschland sind es die Firmen Adidas, Bogner, Sioux und Ziener, die die Olympioniken für Vancouver ausrüsten.

Das große Geld allerdings verdienen die Firmen mit den Winterspielen nicht. Sie setzen auf den Imagegewinn. Soviel Aufmerksamkeit, wie bei dem Großereignis in Vancouver bekommen die Markenartikler nur alle vier Jahre geboten. Auch der Mittelständler Ziener muss kreativ und innovativ sein, um in dieser Liga zu bleiben. Der Wintersporthandschuh-hersteller aus Oberammergau liefert die Hightechbekleidung nicht nur für die deutsche Mannschaft. Auch Österreich oder Bulgarien vertrauen der Marke aus Bayern. Hagen Tober

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Estland: Euro-Kandidat für 2011

Estland ist der einzige Euro-Kandidat für 2011. Für Estland wäre der Euro die einzige Chance gegen die Abwertung der heimischen Krone und für mehr Wachstum. Durch rigorose Maßnahmen hat die Regierung das Staatsdefizit gedrückt, um die Maastrichter Kriterien für die Euro-Einführung zu erfüllen. Es gibt aber auch Euro-Kritiker im Land.

Von der EU und von der Weltbank kommen positive Signale, die Regierung solle den Schritt wagen. Um die Wirtschaftkrise zu mildern gab es aber immer wieder auch die Forderung die estnische Krone drastisch abzuwerten, um die estnischen Unternehmen wieder konkurrenzfähig zu machen und den Export anzuschieben. Das würde aber bedeuten, dass die Euroeinführung sich um Jahre verzögern würde. Die Esten gehen einen anderen Weg. Sie haben ihre Krone an den Euro gekoppelt, um ihren Willen deutlich zu machen, dass sie den Euro einführen wollen. Estland - ein Euro-Kandidat in Zeiten, in denen die Gemeinschaftswährung durch Defizitsünder wie Griechenland oder Spanien unter Druck geraten ist - Reportage von Karl Harenbrock.

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Studiogast: Volker Treier, Chefvolkswirt DIHK

Wir reden mit Volker Treier darüber, welche ´Chancen Estland hat, 2011 den Euro einführen zu können.

Familienunternehmen Sasse

Wenn man Eberhard Sasse auf einer Party nach seiner Tätigkeit fragt, dann sagt er: Putzen und Schrauben. Sasse macht Facility Management, so der neudeutsche Ausdruck für all die Dienstleistungen rund um ein Gebäude, von Reinigung über Sicherheitsservice bis zur technischen Wartung.

Immer wieder war die Branche wegen Lohndumpings in die Schlagzeilen geraten. Unfaire Bezahlung darf nicht sein, findet Eberhard Sasse und setzte sich mit Erfolg für einen gesetzlichen Mindestlohn ein. Der Stundenlohn legt jetzt bei 8.50 Euro. Dass die Branche einen besseren Ruf bekommt, ist für ihn Herzensangelegenheit. Es geht um die Ehre. Schließlich war auch Sasse mal Putzmann. Eine Branche, für die der Mindestlohn noch gilt, während der Post-Mindestlohn zum Beispiel per Gericht gekippt wurde, aber schon andere, wie der Verband privater Pflegedienste, Mindestlöhne einfordert. Familienunternehmer Sasse beschäftigt 4200 Mitarbeiter, macht einen jährlichen Umsatz von rund 125 Millionen Euro. Kerstin Schweizer

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