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Politik

Regierungen dürfen Internet nicht steuern

Die digitale Spaltung überwinden, sollte das Hauptziel des Weltinformationsgipfels in Tunis sein. Stattdessen wird es vor allem um die Macht im Netz gehen, sagt Informationswissenschaftler Rainer Kuhlen im Interview.

Nicht alle Regionen auf der Welt haben gleichermaßen vom Internet profitiert

DW-WORLD: Zwei Jahre nach dem ersten Teil des Weltinformationsgipfels in Genf, werden zwischen dem 16. und 18. November etwa 10.000 Vertreter von Regierungen, Nichtregierungsorganisationen sowie Unternehmen zum zweiten Teil des UN-Treffens nach Tunis reisen. Manch einer fürchtet, das ganze werde nicht mehr als ein Gipfel des Bla-Bla ohne konkrete Ergebnisse. Teilen Sie diese Ansicht?

Rainer Kuhlen: UN-Gipfel sind nie Gipfel des Bla-Bla und sie haben irgendwie doch eine Wirkung, weil dort Erklärungen und Aktionspläne verabschiedet werden, die von den Regierungen getragen werden. So eine Weltkonferenz ist eine Regierungskonferenz und da verpflichtet man sich durch die verabschiedeten Papiere zu Handlungen, die oft vielleicht nicht sehr konkret sind, aber doch Langzeitwirkung haben.

Welche Punkte müssen auf dem Gipfel denn am dringendsten behandelt werden?

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