Schulklassen, in denen kaum noch einer Deutsch spricht. Ganze Stadtteile, die in eine Parallelwelt abtrieften. Eine Welt, in der Frauen weniger wert sind als Männer. Eine Welt, in der es Zwangsehen und Ehrenmorde gibt. Integration Fehlanzeige.
Schuld habe die Gesellschaft: Sie biete keine Perspektiven, würde den muslimischen Migranten nicht genug entgegen kommen, die fremde Kultur nicht genügend respektieren.
Berlin, 30.08.2010. Thilo Sarrazin stellt sein Buch vor
Unsinn, sagen Kritiker wie der deutsche Bundesbanker und SPD Politiker Thilo Sarrazin. Wer nach Deutschland komme, der müsse sich selbst um seine Integration kümmern. Das sei eine Bringschuld. So würde das auch im Rest der Welt gehandhabt. Der deutsche Weg, Muslime zu integrieren, sei auf jeden Fall gescheitert. Gerade hat er ein Buch zum Thema veröffentlicht – ein Buch, das in Deutschland heftig diskutiert wird.
Bundeskanzlerin Angela Merkel mit jungen Migranten
Und die Politik? Will vom Scheitern offiziell nicht sprechen. Verweist stolz auf diejenigen, die gut integriert sind. Und doch müssen auch die Politiker zugeben: Es gibt Probleme, die man lösen muss. Die deutsche Einwanderungspolitik scheint dafür aber keine Lösungen anbieten zu können.
Was meinen Sie: Muslime in Deutschland – ist die Integration gescheitert?
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Die Gäste der Sendung sind:
Friedrich Thelen - Der promovierte Jurist ist ab 1975 als Geschäftsführer beim Deutschen Entwicklungsdienst tätig. Danach schreibt er als Journalist für die Tageszeitung "Die Welt". 1978 beginnt er seine Karriere bei der "Wirtschaftswoche" als Bonner Korrespondent und Büroleiter. Zuletzt leitete er die Berliner Redaktion der "Wirtschaftswoche".
Murad Bayraktar - lebt und arbeitet als deutsch-türkischer Redakteur und Rundfunkmoderator in Köln. Seine Kindheit verbrachte er im Ruhrgebiet. Studiert hat er in Istanbul. 1996 kam er zurück nach Deutschland und arbeitet seit dem als Journalist für deutsche und türkische Medien. Seit 2009 ist er der Leiter der türkischen Redaktion von Funkhaus Europa, WDR.
Dag Yngland - lebt und arbeitet seit 1992 in Berlin. Lange Jahre schrieb er als Korrespondent für die Wirtschaftszeitung Dagens Næringsliv. Seit 2002 arbeitet er für Radio Norge und TV2. Dag Yngland hat Wirtschaft, Politik und Geschichte studiert.