Eine davon ist die Deutsche Welthungerhilfe, für die Marco Obermüller fünf Jahre lang in Pakistan gearbeitet hat.
China: Handynutzer werden zwangsweise registiert
In China boomt derzeit kaum ein Markt so sehr wie der Mobilfunkmarkt. Nicht umsonst ist "China Mobile", der staatliche Mobilfunkanbieter, das Unternehmen, das im vergangenen Jahr neben der staatlichen Ölfirma Sinopec den größten Gewinn erwirtschaften konnte. Über 800 Millionen Handys gibt es mittlerweile in China. Jeden Monat kommen fast zehn Millionen neue hinzu und viele davon werden gar nicht registriert. Kein Wunder, dass der Staat schon lange den Überblick verloren hat, wer mit dem Handy welche Inhalte an wen versendet. Das will die Regierung in Peking nun ändern. Ab sofort will sie alle Chinesen, die ein Handy besitzen, auffordern, sich registrieren zu lassen, und zwar per SMS. Zwei Jahre soll das insgesamt dauern.
Ägypten: Wer wird Nachfolger von Präsident Hosni Mubarak?
Für das nächste Jahr sind in Ägypten wieder Präsidentschaftswahlen geplant. Seit fast 30 Jahren steht Hosni Mubarak an der Spitze der Republik, und die Frage, wer dem 82-Jährigen nachfolgen soll, wird immer häufiger diskutiert. Von wirklich freien Wahlen ist Ägypten noch weit entfernt, aber bislang weigert sich Mubarak, einen Stellvertreter und damit potiziellen Nachfolger zu ernennen. Lange galt sein Sohn Gamal als möglicher Präsidentschaftskandidat, doch dann wurde es wieder still um ihn. In der Bevölkerung hat der Präsidenten-Sohn Umfragen zufolge keine hohen Sympathiewerte. Doch jetzt macht Gamal wieder von sich reden: Auf Tausenden von Plakaten ist er zurzeit in Ägypten zu sehen und lächelt als der "Traum der Armen".
Kolumbien: Das Schweigen über die Verschwundenen
„Man ist erst tot, wann man vergessen wird" – das hat der kolumbianische Dichter und Journalist Manuel Mejía Vallejo vor 60 Jahren geschrieben. Mindestens so lange dauert der Bürgerkrieg in seinem Land schon an. Opfer der Gewalt zwischen marxistischer Guerilla, rechtsgerichteten Paramilitärs und der kolumbianischen Regierung war und ist bis heute vor allem die Zivilbevölkerung. 50.000 Menschen, so schätzen Menschenrechtsorganisationen, sind in diesem Krieg verschwunden: gewaltsam beseitigt, ohne Spuren zu hinterlassen. Einer der ersten Verschwundenen war Luis Fernando Lalinde aus Medellín. Seine Mutter Fabiola hat dafür gesorgt, dass über solche Verbrechen heute nicht mehr geschwiegen werden kann.
Redaktion: Oliver Pieper
Moderation: Jörg Brunsmann