In China – dem anderen Land mit einem Milliarden-Volk – gilt seit Jahren ein strikte Politik: Der Staat reglementiert die Familienplanung seiner Bürger. In der Regel dürfen Eltern nur ein Kind haben. Nicht so in Indien: Viele Kinder zu bekommen gilt als Segen und als sicheres soziales Netz für die Eltern, die im Alter oft von ihren Kindern gepflegt werden.
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Allerdings ändert sich die Einstellung. So sind Paare, die nur ein oder zwei Kinder wollen in indischen Städten keine Seltenheit mehr. Doch trotz wachsender Mega-Städte: In ihnen wohnt nur gut ein Viertel der indischen Bevölkerung – der Großteil lebt auf dem Land. Und hier wandeln sich die Dinge nur zögerlich. Auch wenn die Geburtenraten langsam zurückgehen, ist es dort immer noch verbreitet mehrere Kinder zu haben. Oft tragen sie auch zum Lebensunterhalt der Familie bei. In keinem Land der Erde ist die Spaltung zwischen Stadt- und Landleben so drastisch im Bezug auf Wohlstand, Bildung und Familienbild. 2030 wird Indien China als bevölkerungsreichstes Land der Erde abgelöst haben, für 2050 prognostizieren Demographen über 1,7 Mrd. Einwohner. Wir haben eine junge Mittelstandsfamilie in der Stadt und eine Familie auf dem Land besucht.