Seit dem Jahr 2005 entsteht in Südfrankreich die Forschungsanlage ITER, ein gigantischer Kernfusionsreaktor. Bei der Kernfusion wird ein Plasma auf unvorstellbare 150 Millionen Grad Celsius erhitzt. Erst bei solchen Temperaturen können Wasserstoffionen zu einem Heliumion verschmelzen und dabei große Energiemengen freisetzen. Auf die gleiche Art und Weise produziert übrigens auch die Sonne ihre Energie. Sieben Partner aus der ganzen Welt, darunter die EU, finanzieren das ITER-Projekt. Allerdings laufen den Investoren die Kosten mehr und mehr davon, auch die mögliche Inbetriebnahme muss immer weiter nach hinten verschoben werden. In dieser Woche haben die Partner nun einen neuen Finanzierungsplan verabschiedet und den alten Direktor durch einen neuen ersetzt. Diese Maßnahmen sollen neuen Schwung in das Projekt bringen, das bisher alles andere als nach Plan verläuft. DW-Reporter Frank Grotelüschen berichtet.
Neben der Energiegewinnung ist auch die Wasserknappheit eines der drängenden Probleme unserer Zeit. In dieser Woche hat die UN den Zugang zu sauberem Trinkwasser sogar zum Menschenrecht erklärt. Wer in trockenen Gebieten oder in einer Wüste lebt, ist auf oft neue und kreative Mittel und Wege angewiesen, um an Trinkwasser zu kommen. Zum Beispiel mit Hilfe große Netze, mit denen man Nebel melken kann, wie Oliver Steuck zeigt.
Es vergeht wohl kein Tag, an dem wir es nicht benutzen. Egal ob als Autoreifen, in der Schuhsohle oder einfach beim Verschließen von geöffneten Lebensmittelverpackungen - Gummi kommt in vielen Dingen unseres alltäglichen Gebrauchs vor und entsprechend hoch ist daher auch der Bedarf. Der Grundstoff der Gummiherstellung ist Kautschuk, den man entweder in einem aufwendigen Prozess auf natürliche Weise aus Kautschukbäumen im südamerikanischen Urwald gewinnen kann oder aber synthetisch herstellen muss. Wissenschaftler des Fraunhofer Instituts in Münster haben nach nun eine weitere viel einfachere Alternative gefunden, wie man an Naturkautschuk kommt: Sie gewinnen den weißen Stoff aus Löwenzahn. Mirko Smiljanic hat für DW-Wissenschaft das Labor besucht.
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Redaktion und Moderation: Andreas Ziemons