Die Stadtpfarrkirche St. Martin
„Es geht mich was an.“- Zivilcourage als Gottesgeschenk – unter diesem Motto steht der evangelische Gottesdienst im oberschwäbischen Biberach an der Riß.
Der Landkreis und Stadt Biberach rufen mit zahlreichen Veranstaltungen von 9. bis 16. Juli 2010 zu Zivilcourage auf, ein Kunstprojekt von Schülerinnen und Schülern des Hauchler-Studios. Biberach trägt die Ermutigung zur Zivilcourage in die Straßen der Stadt. Das Vorbereitungsteam dieser Aktionswoche in Zusammenarbeit mit Pfarrer Stefan Brückner von der Evangelischen Akademie Bad Boll zeigt im Gottesdienst, wie notwendig Zivilcourage ist. Die Predigt hält Dekan Hellger Koepff. Kantor Ralf Klotz leitet einen Biberacher Auswahlchor Belcanto und spielt die Orgel, Kuno Högerle Trompete.
In der Biberacher Stadtpfarrkirche St. Martin feiern seit 13. August 1548 evangelische und katholische Christen Gottesdienst. Nach Einführung der Reformation durch die Stadt 1531 räumte Kaiser Karl V. als höchste staatliche Autorität 17 Jahre später den Katholiken der Stadt das Recht ein, ihre Messe neben dem evangelischen Gottesdienst in der zentralen seit dem 14.Jh. bestehenden Kirche zu feiern. Was ursprünglich als Interim bis zum Bau einer zweiten großen Kirche gedacht war, hat bis heute Bestand und ist unter dem Begriff Simultaneum längst zu einem Symbol eines guten ökumenischen Miteinanders geworden.