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Ein User schaut auf eine Seite, auf der Blogs erstellt werden können.
(Foto: dpa)

Ein Student hatte beim verhängnisvollen Interview mit dem zurückgetretenen Bundespräsidenten Horst Köhler ganz genau zugehört. Köhler hatte darin etwas missverständlich den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan mit wirtschaftlichen Interessen verbunden. Nicht nur das empörte den Studenten, noch ärgerlicher war er, dass ob dieser Äußerung kein Sturm der Entrüstung durch den deutschen Blätterwald fegte. Also ging der Student selbst ans Werk, schrieb einen Internet-Blog und hakte mit vielen Mails bei ebenso vielen Medien- und Verlagsanstalten nach. Diesmal blieb die erwünschte Reaktion nicht aus, und der Ausgang ist bekannt: Bundespräsident Hörst Köhler trat zurück.

Wer hat versagt?

Im Gespräch mit Professor Vinzenz Hediger vom Institut für Medienwissenschaft in Bochum geht Journal D unter anderem der Frage nach, wer hier versagt hat: Die Medien oder die Bloggerszene? Und sind Blogger, also im Regelfall Privatleute ohne journalistische Ausbildung, die besseren Journalisten?

Außerdem stellen wir einen Blogger vor, der in Deutschland fast schon Kultstatus hat: Björn Harste besitzt einen Supermarkt in Bremen, und die Werke des Shop-Bloggers haben eine wachsende Fangemeinde landauf, landab. Tatsächlich schreibt Harste einen der beliebtesten Blogs in Deutschland.

Moderation: Silke Wünsch
Redaktion: Petra Nicklis

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