Zwei Kinder der im Jemen entführten deutschen Familie sind frei. Offenbar wurden sie von der saudi-arabischen Armee befreit. Sie waren am 12. Juni 2009 mit ihren Eltern, ihrem Bruder, zwei Frauen aus Niedersachsen, einer Südkoreanerin und einem Briteen im Nordjemen in der Provinz Saada entführt worden. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) erklärte am Dienstag in Berlin, die beiden Mädchen im Alter von vier und sechs Jahren befänden sich in der sicheren Obhut saudischer Behörden. Am Mittwoch sollen sie nach Deutschland zurückkehren. Drei Tage nach der Entführung waren im vergangenen Jahr bereits zwei tote Geiseln gefunden worden, über das Schicksal der anderen vermissten Personen herrscht Unklarheit.
Wende oder Hinhaltetaktik?
Am Montag unterschrieb Iran das Abkommen im Beisein von Brasilien und der Türkei
Das Abkommen, das der Iran am Montag (17.05.2010) getroffen hat, stößt international auf geteiltes Echo: China begrüßt die Zusage Teherans, Uran im Ausland anreichern zu lassen und ist sich sicher, "dass das helfen wird, eine friedliche Lösung der iranischen Atomfrage zu befördern", so der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Ma Zhaoxu. Auf Vermittlung Brasiliens und der Türkei hatte der Iran eingewilligt, im Austausch gegen Brennstäbe für seinen medizinischen Forschungsreaktor 1200 Kilogramm schwach angereichertes Uran in der Türkei zu lagern. Gleichzeitig kündigte Teheran aber an, es wolle auch weiterhin Uran im eigenen Land anreichern. Der Westen äußerte sich skeptisch zu dem Abkommen. Die US-Regierung teilte mit, sie werde sich weiterhin um neue Strafmaßnahmen der Vereinten Nationen gegen den Iran bemühen. Und in Israel glaubt man dem Erzfeind kein Wort. Dort ist man sich sicher, dass der iranische Präsident alle an der Nase herumführt.
Verbesserte deutsch-palästinensische Beziehungen
Palästinenser in Deutschland
Der neue gemeinsame Lenkungsausschuss von Bundesregierung und palästinensischer Autonomiebehörde ist am Dienstag (18.05.2010) zu seiner ersten Sitzung zusammengekommen. Das Treffen findet unter Vorsitz von Außenminister Guido Westerwelle und dem palästinensischen Ministerpräsidenten Salam Fajad im Auswärtigen Amt statt. Insgesamt nehmen zehn Minister daran teil. Das Gremium soll die Zusammenarbeit zwischen Bundesregierung und Palästinensern verbessern. Der Ausschuss soll künftig einmal pro Jahr tagen, immer abwechselnd in Deutschland oder bei den Palästinensern.
Redaktion: Ina Rottscheidt/ Thomas Latschan