Bis heute werfen sich Georgien und Russland gegenseitig vor, diesen Krieg begonnen zu haben.
In unserem Dossier finden Sie Hintergründe zum Kaukasus, Reaktionen auf den Krieg im August 2008 und Informationen über die Zeit nach dem Krieg.
Vor einem Jahr begann der Krieg im Kaukasus. Wer ihn angefangen hat, ist unklar. In Georgien wird Russland als Schutzmacht der abtrünnigen Provinz Südossetien beschuldigt. Doch auch der eigene Präsident wird kritisiert. (06.08.2009)
Nach fünftägigen blutigen Gefechten im Kaukasus hat Russlands Präsident Dmitri Medwedew überraschend eine Einstellung aller Kampfhandlungen gegen Georgien angeordnet. Nun soll über einen Frieden verhandelt werden. (12.08.2008)
Nach den tagelangen Kämpfen um das von Georgien abtrünnige Gebiet Südossetien verschärfte sich die Lage an der zweiten Front in Abchasien. Und auch an der Propaganda-Front wird erneut scharf geschossen. (12.08.2008)
Drei Tage nach Beginn des Krieges im Transkaukasus hat Georgien am Sonntag (10.08.2008) eine einseitige Waffenruhe verkündet. Dennoch gingen die Kämpfe in der Region weiter. (10.08.2008)
Der Streit um Südossetien muss politisch gelöst werden, sagt der ehemalige Bildungsminister von Georgien, Alexander Kartosia. Die territoriale Integrität von Georgien dürfe aber nicht infrage gestellt werden. (08.08.2008)
Russische Truppen sind in Südossetien eingerückt. Nach der georgischen Militäroffensive in der abtrünnigen Provinz kündigte Russlands Präsident Medwedew eine Bestrafung der Schuldigen an. (08.08.2008)
Es brodelt im Kaukasus: Der Konflikt zwischen Georgien und seiner abtrünnigen Region Südossetien droht zu eskalieren. Russland kündigte an, ganz nach eigenem Ermessen in den Konflikt eingreifen zu wollen. (06.08.2008)
In der Sowjetzeit war Abchasien ein Urlaubsparadies. Dann kam die Loslösung von Georgien und das Land versank im Bürgerkrieg. Vor einem Jahr hat Russland die Republik anerkannt - der Westen protestierte. (25.08.2009)
Die EU-Außenminister haben sich bei ihrem Treffen in Avignon bemüht, Einigkeit gegenüber Russland zu demonstrieren. Doch hinter den Kulissen wurden die Streitpunkte heftig verhandelt. (06.09.2008)
China und die anderen Mitglieder der Schanghai-Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) stützen das militärische Vorgehen Russlands in Georgien. Südossetien und Abchasien wollen sie aber nicht anerkennen. (28.08.2008)
Russlands Handlungsweise im Kaukasus sei nicht zu rechtfertigen, sagt Walter Kaufmann. Der ehemalige Leiter der Vertretung der Heinrich Böll Stiftung in Tiflis kritisiert zugleich Versäumnisse der Europäischen Union. (28.08.2008)
Dieter Boden war jahrelang UN-Vermittler in Georgien. Im Interview mit der Deutschen Welle fordert er eine politische Konfliktlösung unter Beteiligung von OSZE und UN. (14.08.2008)
Die meisten Mitglieder der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten haben sich zum Konflikt im Kaukasus und dem angekündigten Austritt Georgiens aus der GUS nur zögerlich geäußert. Russische Vertreter kritisieren dies. (14.08.2008)
Den internationalen Protesten zum Trotz wird im Kaukasus weiter gekämpft. Die Kommentatoren internationaler Tageszeitungen verkünden die Rückkehr des imperialistischen Russlands. Der Einfluss der EU sei hingegen schwach. (12.08.2008)
"Akt der Aggression" - "Waffenruhe" - "Beten für den Frieden": So lauten einige Stimmen zum Krieg im Kaukasus. Einig ist man sich in Ost und West: Eine Waffenruhe und eine politische Lösung müssen her. (10.08.2008)
Durch ein Veto im Sicherheitsrat hat Russland die Verlängerung der UN-Mission in Georgien blockiert. Die DW sprach darüber mit Iris Kempe, Leiterin des Büros der Heinrich-Böll-Stiftung in Tiflis. (25.06.2009)
Wer hat den Kaukasuskrieg im August 2008 begonnen? Georgien und Russland schieben sich gegenseitig die Schuld zu. Ein Bericht einer unabhängigen Untersuchungskommission hat nun Klarheit geschaffen. (30.09.2009)
Der Georgien-Krieg im vergangenen August brachte Ost und West an den Rand eines neuen Kalten Krieges. Nun nähern sich Russland und der Westen wieder vorsichtig einander an. Doch gelöst ist der Konflikt noch lange nicht. (07.08.2009)
In einer Kaserne in Georgien sollen Soldaten einen Putsch geplant haben. Einen Tag vor Beginn eines Nato-Manövers wirft Präsident Saakschwili Moskau vor, Unruhen in seinem Land zu schüren - der Kreml widerspricht. (05.05.2009)
In Georgien forderten am Donnerstag (09.04.2009) rund 60.000 Menschen vor dem Parlamentsgebäude den Rücktritt von Präsident Michail Saakaschwili. Im Interview dazu Iris Kempe von der Heinrich-Böll-Stiftung in Tiflis. (09.04.2009)
Soll die nächste UN-Mission "Mission in Abchasien" heißen? Russland und Abchasien sagen "ja". Andere wie die EU sagen "nein". Während nach einer Antwort gesucht wird, geht das Leben in Abchasien seinen Gang. (12.02.2009)
Alle reden mit - aber helfen kann den Menschen zwischen Georgien und Abchasien und Süd-Ossetien niemand. Sie sind die Leittragenden in dem umstrittenen Grenzgebiet. Denn humanitäre Hilfen erreichen diese Menschen kaum. (28.01.2009)
Wer hat den Fünf-Tage-Krieg zwischen Georgien und Russland angefangen? Eine Antwort auf diese Frage fordern nun auch NATO-Vertreter. Erste Untersuchungen sprechen gegen die Version von Georgiens Präsidenten Saakaschwili. (21.11.2008)
Der "Fünf-Tage-Krieg" um die Provinz Südossetien hat den Georgiern eine schwere Niederlage beschert. Mindestens 100 tote Zivilisten, mindestens 170 tote Soldaten und wirtschaftliche Schäden von 2,5 Milliarden US-Dollar. (08.09.2008)
Russlands Präsident Medwedew erkennt die abtrünnigen georgischen Provinzen Abchasien und Südossetien als unabhängig an. Kanzlerin Merkel kritisert dies als "absolut nicht akzeptabel". Georgien spricht von "Annexion". (26.08.2008)
Georgische Soldaten dürfen ab sofort keine Schüsse aus Südossetien mehr erwidern. Mit dem Befehl versucht Präsident Michail Saakaschwili der Gewalt im Konflikt um die abtrünnige Region Einhalt zu gebieten. (07.08.2008)
Im Kaukasus gibt es immer wieder Anschläge, Kriege und Auseinandersetzungen. Die Konflikte haben unterschiedliche Ursprünge. (13.08.2009)
Im Kaukasus leben so viele Völker auf einem Raum wie sonst nur in Papua Guinea und im Amazonas-Gebiet. Alle sprechen unterschiedliche Sprachen. Das "Kaukasushaus" in Tiflis fördert daher die Verständigung der Menschen. (10.09.2008)
Abchasien ist eine der abtrünnigen Regionen Georgiens, die Russland als unabhängigen Staat anerkannt hat. Über das kleine Land zwischen Schwarzem Meer und Kaukasus ist nicht viel bekannt. (01.09.2008)
Die Lage am östlichen Schwarzen Meer zwischen Russland und der Türkei macht Georgien zu einem Bindeglied. Das Land strebt eine NATO-Mitgliedschaft an. (07.08.2009)
Überall auf der Welt werden Menschenrechte verletzt. Der in Straßburg ansässige Europäische Gerichtshof für Menschenrechte ahndet solche Vergehen. Andere Gerichte orientieren sich an seiner Arbeit.
Als ihr Ex-Präsident Slobodan Milosevic vor dem Haager Kriegsverbrechertribunal angeklagt wurde, hofften viele Serben auf einen Beginn der Vergangenheitsbewältigung. Zehn Jahre danach ist davon wenig zu sehen.
Es wird gedroht, Fristen werden gesetzt. Hinter verschlossenen Türen wird gestritten. Die Euro-Zone und Griechenland ringen um Geld, viel Geld. Doch am Ende wird Europa zahlen, meint Bernd Riegert in seinem Kommentar.
Hunderttausende Menschen suchen ihr Glück in Europa. Die wenigsten wissen, was sie hier erwartet.
Rund 9,5 Milliarden Euro hätte das Mega-Event in Italiens Hauptstadt gekostet. Angesichts der Finanzkrise zu teuer - befand die Regierung Monti und ließ die Bewerbung beim IOC fallen. Fünf Städte bleiben im Rennen.
Chinas Führung erwägt eine größere Beteiligung am Euro-Rettungsschirm. Das erklärte jedenfalls Regierungschef Wen beim EU-China-Gipfel in Peking. Doch die Zusagen blieben vorerst im Ungefähren.
Wenige Wochen vor der Präsidentenwahl tobt in Russland ein Hacker-Krieg. Internet-Seiten regierungskritischer Medien werden lahmgelegt und E-Mail-Fächer geknackt. Auch die Hacker-Gruppe Anonymous mischt mit.
Mit einem Referendum wollen die Serben im Nordkosovo ihre Abneigung gegen die Regierung in Pristina bekräftigen - und zugleich die Verbindung mit Serbien betonen. Doch der Führung in Belgrad kommt das sehr ungelegen.
Die EU begrüßt die Sparbeschlüsse des griechischen Parlaments, verlangt aber auch ein klares Bekenntnis der Parteien zu den Reformen. Zwei Forderungen der Euro-Staaten muss das Land noch erfüllen. Viel Zeit bleibt nicht.
Europas Kulturhauptstädte liegen in diesem Jahr in Slowenien und Portugal. Wir stellen sie vor.