Erstaunlich viele Autoren und Autorinnen haben in diesem Bücherjahr die Zukunft beschrieben: mal als Warnung, mal als Wunscherfüllung.
Chamissopreisträger im Porträt
In der beeindruckenden Hörbuchproduktion "Die Nacht ist aus Tinte gemacht" berichtet die frisch gekürte Nobelpreisträgerin vom Leben der Rumäniendeutschen im Banat.
Die Sprache zu wechseln ist ein schmerzhafter Prozess – so die Erfahrung des deutsch-polnischen Schriftstellers Artur Becker. Der diesjährige Chamisso-Preisträger schrieb zunächst auf Polnisch, später dann folgte der Wechsel ins Deutsche - ein Porträt.
Von der Gastarbeiterliteratur zur "Chamisso"- Literatur: die deutsche Literatur nichtdeutscher Autoren hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt.
Ken Folletts Mittelalter-Epos "Die Säulen der Erde" war vor zwanzig Jahren so etwas wie ein Trendsetter. Mittlerweile sind Romane um Ritter, Beginen und Wanderhuren so beliebt, dass inzwischen auch eine ganze Reihe deutscher Autoren und Autorinnen das Genre für sich entdeckt hat.
Ihr biografischer Roman "Das verborgene Wort" war ein großer Erfolg. Die Geschichte des Mädchens aus einfachen Verhältnissen, das sich den Zugang zur Welt der Bücher erkämpft, hat viele deutsche Leser berührt. Jetzt hat Ulla Hahn die Geschichte weiter geschrieben.
Die Schriftstellerin Gudrun Pausewang wird für ihr Lebenswerk geehrt.
Erst vor einem Jahr hatte der große alte mann der deutschen Literatur, Siegfried Lenz, überraschend großen Erfolg mit seiner Novelle "Schweigeminute". Jetzt hat er wieder eine neue Erzählung vorgelegt: "Landesbühne".
Feridun Zaimoglus neuer Roman "Hinterland" ist eine Liebesgeschichte, die quer durch Europa führt. Eine Geschichte, die Wurzeln in der deutschen Romantik hat.
Über eine Woche war Frankfurt am Main Welthauptstadt der Literatur. Und zum Schluss war das Gelände der Buchmesse wieder ganz in der Hand der Leserinnen und Leser. Gute Tradition ist es auch, dass die Messe-Ausgabe der "Bücherwelt" direkt vom Ü-Wagen der Deutschen Welle aus Frankfurt kommt. »
Die meisten Leser in Deutschland werden wohl zum ersten Mal mit einem chinesischen Buch konfrontiert, wenn sich China in der kommenden Woche auf der Frankfurter Buchmesse als Gastland präsentiert. Aber worüber schreiben chinesische Autoren? Was treibt sie an? Und haben sie angesichts der Zensur überhaupt die Möglichkeit, frei zu schreiben?
"Momo", eines der erfolgreichsten Jugendbücher der Welt - in 40 Sprachen übersetzt und in mehr als 7 Millionen Exemplaren auf dem internationalen Buchmarkt, ist jetzt in einer künstlerisch gestalteten Neuausgabe herausgekommen.
Unsere Welt der Bücher sieht so aus: Leon de Winter und sein Buch über die Zukunft Israels. Die Wiederentdeckung des vielleicht ersten deutschen Popliteraten. Spinnens Wortschau über unsägliches aus der Wirtschaftssprache.
Jules Maigret ist wohl der berühmteste Ermittler des 20. Jahrhunderts. Alle Fälle des altmodischen Kommissars mit der Pfeife liegen als neue Werkausgabe vor.
Um den einstigen Säulenheiligen der deutschen Literatur ist es in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts recht still geworden. In den vergangenen Jahren hat das Interesse an dem Klassiker allerdings wieder zugenommen. Zu seinem 250. Geburtstag in diesem Jahr scheint er wieder aktuell zu sein.
In ihrem Roman "Atemschaukel" beschreibt Herta Müller die entwürdigenden Lebensbedingungen in sowjetischen Zwangsarbeitslagern. Hierher wurde nach dem 2. Weltkrieg die deutsche Bevölkerung Rumäniens deportiert.
Was lässt das Herz der Deutschen schneller schlagen? Richtig! Ein guter Krimi! Immer mehr Spannungsliteratur geht in Deutschland über die Ladentheke. Wir fragen, warum das so ist und warum selbst ein literarischer Verlag wie Suhrkamp jetzt die Krimi-Karte zieht.
David Foster Wallace' Mammutwerk "Unendlicher Spass" liegt nach sechsjähriger Übersetzungsarbeit auf Deutsch vor. Ein literarisches Ereignis.
Mit der Übersetzung ins heutige Deutsch ist einer der großartigsten Romane der deutschen Literatur wiederzuentdecken.
Sie war die "Frau an seiner Seite" – Inge Jens wurde zunächst vor allem aufgrund ihrer Ehe mit Walter Jens, dem großen Altphilologen und Rhetorikprofessor, bekannt. Dabei ist die promovierte Germanistin auch selbst ganz schön aktiv. Das kann man jetzt nachlesen in ihrer Autobiographie.
China ist dieses Jahr Gastland der Frankfurter Buchmesse. Doch was können Autoren angesichts der Zensur schreiben? Deutsche Journalisten haben während einer Reise Eindrücke gesammelt.
Rund 20 Jahre lebte die jüdische Schriftstellerin Hilde Domin im Exil, bevor sie 1954 nach Deutschland zurückkehrte. Michael Köhler hat sie kurz vor ihrem Tod im Februar 2006 getroffen und eine beeindruckende Dame von 96 Jahren erlebt.
Thomas Brasch war Anfang 30 als er von der DDR in die Bundesrepublik übersiedelte. Er war ein Mann, der stets auf der Suche war: nach neuen künstlerischen Konzepten, nach etwas Eigenem. Einen Einblick in sein Denken gibt jetzt eine Sammlung von Interviews, die er zwischen 1975 und 2001 gegeben hat.
Stendhal-Syndrom nennt die psychologische Fachliteratur eine Krankheit, die vor allem bei Florenz-besuchern zu beobachten ist: Herzrasen, Verwirrung, Schlaflosigkeit. Offenbar Reaktionen auf das Übermaß an Schönheit in der Kunstmetropole. Der Schriftsteller Stendhal hat das Phänomen als erster beschrieben, daher der Name. Willi Achten hat das zu einem vielschichtigen Roman inspiriert.
Einst war die Stadt in Sachsen-Anhalt die Dreckschleuder der DDR - heute ist Bitterfeld Sitz des größten Solarzellenherstellers der Welt. Von der Wiederauferstehung einer Region und der Tatkraft ihrer Bewohner handelt Monika Marons neues Buch, mit dem sie zu ihren journalistischen Wurzeln zurückkehrt.
Alexander von Humboldt war ein Multitalent - vor allem auf dem Gebiet der Naturwissenschaften. Etwas weniger bekannt ist sein großer Bruder Wilhelm, ein Philosoph, Sprachforscher und Politiker. Welche Rolle er im Leben Alexander von Humboldts gespielt hat, erzählt Manfred Geier in seinem Buch "Die Brüder Humboldt".
In seinem neusten Werk schildert der amerikanische Autor und Jurist Louis Begley den antisemitischen Skandalprozess um den französischen Offizier Alfred Dreyfus, der Ende des 19. Jahrhunderts unschuldig verurteilt und auf eine Insel verbannt wurde. Der aktuelle Bezug: Begley zieht Parallelen zu Guantánamo.
In seinem neuen Roman "Das Dorf des Deutschen" hat der algerische Schriftsteller Boualem Sansal ein Tabuthema aufgegriffen: die Behandlung des deutschen Faschismus in Algerien.
Vampire zwischen zwei Buchdeckeln sind zwar nicht mehr gefährlich, aber auf dem Buchmarkt umso einträglicher. Die Amerikanerin Stephenie Meyer besetzt seit Monaten die ersten Plätze der deutschen Bestsellerlisten- ein Phänomen! Überhaupt ist Fantasy der Renner - nicht nur bei Halbwüchsigen.
Christoph Peters neuer Roman "Mitsukos Restaurant" vereinigt japanische Weisheiten mit Küchenspezialitäten und einer Liebesgeschichte.
Der neue Roman von Benjamin Lebert ist eine Geschichte vom Scheitern und sich wieder Aufrappeln.
In Rayk Wielands autobiografischem Roman "Ich schlage vor, dass wir uns küssen" liegen Satire und Realität dicht beieinander.
"Alice" - so heißt das neue Buch von Judith Hermann. In fünf Begegnungen beschäftigt sich die Autorin ausführlich mit dem Tod. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht die Menschen, die sterben, sondern die, die zurückbleiben, wie zum Beispiel die trauernde Alice. Trotzdem ist es kein trauriges Buch.
Der Regisseur Christoph Schlingensief hat ein Buch geschrieben, in dem er sich radikal mit seiner Krebserkrankung auseinandersetzt: "So schön wie hier kanns im Himmel nicht sein".
Der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk widmet sich in seinem neuen Buch der deutschen Wiedervereinigung. Er zeigt, wie die DDR funktionierte, warum sie untergegangen ist und warum das eine Revolution war.
"Ich weiß nicht, warum ich Vorahnungen habe. Ich habe den Eindruck, dass wir der letzte Schub sind (...). Es sind nicht mehr viele Juden in Paris." Am 13. Dezember 1943 hat die Studentin Hélène Berr diese Zeilen notiert. Und ihre Vorahnungen haben sich fatalerweise als richtig erwiesen. Hinterlassen hat sie ein Tagebuch, ein Zeitdokument von literarischem Rang.
Die Bundesrepublik wird in diesem Jahr 60 Jahre alt. Der ehemalige ARD-Korrepondent und Jugendbuchautor Hermann Vinke hat ihre bewegte Geschichte für junge Leser dargestellt.
Er habe sich lange gefragt, ob man Autor und Sportler in einem sein könne, meint John von Düffel. Aber inzwischen hat er da keine Zweifel mehr. Auf dem Cover seines neuen Buches sieht man ihn eingetaucht ins feuchte Element.
Mythen - das klingt nach längst vergangenen Zeiten, nach Heldensagen und Göttergestalten. Doch auch heute noch spielen Mythen eine wichtige Rolle für die Gesellschaft - sagt der Politologe Herfried Münkler.
Bestattungs-Groteske, Reise-Reportage und Familien-Abrechnung: die Literaturkritikerin Sigrid Löffler über den neuen Roman von Sibylle Lewitscharoff, der mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2009 ausgezeichnet worden ist.
Bücher und Gespräche.
Zum siebten Mal wird er vergeben, in insgesamt sieben Kategorien. Es gibt Preise für die beste Interpretation, die beste Klanggestaltung, die beste Information und auch für die beste verlegerische Leistung. Wir stellen Ihnen einige der Preisträger vor.
Der neue Roman von Bodo Kirchhoff ist eine Persiflage auf die prominentenlüsterne Mediengesellschaft - und eine politisch unkorrekte Antwort auf Charlotte Roches Megabestseller "Feuchtgebiete"
In seinem neuen Roman erzählt Wilhelm Genazino wieder die Geschichte eines skurrilen, melancholischen Mannes.
Der Schriftsteller Gerhard Seyfried, einstiger Star des Underground-Comics hat "Die Werke. Alle!" vorgelegt.
Philip Roth lässt seine neuen Roman in der Epoche des Korea-Kriegs spielen, den man in den USA den 'vergessenen Krieg' nennt.
... ein Jubiläum, das sich auch in anderen Neuerscheinungen dieses Frühjahrs niederschlägt. Angekündigt sind Erinnerungen von Zeitzeugen und Analysen von Historikern. Auch in der erzählenden Literatur hinterlassen DDR und die Wende ihre Spuren.
Im zweiten Kriminalroman des walisischen Autors Matt Beynon Rees erfährt der Leser viel über die düstere Realität der Krisenregion im Nahen Osten.
In seinem 'Roman in neun Geschichten' inszeniert der Erfolgsautor ein grandioses Verwirrspiel mit Fiktion und Realität.
Die israelische Schriftstellerin Savyon Liebrecht und ihr neuer Roman "Die Frauen meines Vaters".
...geht selbst in Zeiten globaler Medienimperien nicht verloren. Denn Menschen haben ein elementares Bedürfnis nach Geschichten.
Oskar Roehler gehört zu den wichtigen international bekannten deutschen Regisseuren. Zuletzt war von ihm "Jud Süß - Film ohne Gewissen" im Kino zu sehen. Jetzt schildert er seine erschütternde Kindheit in Romanform.
Besser als gedacht: Charlotte Roches "Schoßgebete"+++ In Simon Urbans "Plan D" steht die Mauer wieder +++ Bill Bryson erklärt in "Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge", warum Tapeten tödlich sein konnten.
In seinem jüngsten Buch wendet sich der 84-jährige Schriftsteller der Religion zu. Allerdings im Ambiente einer psychiatrischen Klinik.
Smartboards, Tablets und digitale Schulbücher erobern deutsche Klassenzimmer.
Der Rollstuhl im Klassenzimmer ist in Deutschland immer noch die Ausnahme.
Zum 300. Geburtstag des Preußenkönigs Friedrich II. ist eine Fülle neuer Bücher erschienen: Gut lesbar und fernab der üblichen Klischees. Im Mittelpunkt steht der Mensch und Monarch. Eine Auswahl.
Es gibt Dinge, die sind schwer verdaulich. Die Folgen von Tschernobyl zum Beispiel, oder die belgischen Gräueltaten im Kongo. Trotzdem gibt es eindrucksvolle Schilderungen, die man sich nicht entgeghen lassen sollte.
Die 62. Berliner Filmfestspiele (9.2.-19.2.) sind ein Fest für Cineasten. Doch nicht nur das Fachpublikum aus aller Welt reist in die deutsche Hauptstadt. Die Berlinale gilt auch als größtes Publikumsfestival der Welt.
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