Nach den Plänen des Architekten Paul Wallot wurde in der Nähe des Brandenburger Tores der Reichstag gebaut. Das am 18. Januar 1871 proklamierte Kaiserreich unter Kaiser Wilhelm II. mit Berlin als Hauptstadt brauchte ein repräsentatives Gebäude. Der Kaiser aber verschmähte das Parlamentsgebäude mit der markanten Kuppel und den vier Ecktürmen als Symbole für das ungeliebte Parlament und nannte es "Reichsaffenhaus".
Nach dem militärischen Zusammenbruch des Deutschen Reichs im 1. Weltkrieg, der Novemberrevolution und der Abdankung des Kaisers saß ab 1918 das Parlament der Weimarer Republik im Reichstag. Weltwirtschaftkrise und Massenarbeitslosigkeit ließen die rechtsextremen Kräfte unter Adolf Hitler erstarken. Im Februar 1933 brennt der Reichstag - für die Nationalsozialisten ein willkommener Anlass wichtige Grundrechte außer Kraft zu setzen.
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