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Wissenschaftler an der Universität Basel forschen an so genannten Nano-Containern als Transportvehikel für Medikamente. Sie sollen diese direkt an den Zielort im Körper bringen, ohne gesunde Zellen zu schädigen. Mit Nanorobotern wird ein ähnlicher Ansatz verfolgt wie mit den Nano-Containern. Bereits heute wird an der ETH Zürich an solchen Robotern geforscht. Ein Projekt wird dabei intensiv bearbeitet: Nanoroboter, die direkt im Auge Blutgefäße reinigen können.

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Intensivstation eines Schweizer Hospials. Medikamente die hier eingesetzt werden, haben oft schwerste Nebenwirkungen; sie wirken wenig gezielt und überfluten den ganzen Körper mit der Arznei. Die Nanotechnologie soll den Wunsch nach der gezielten Therapie erfüllen. Ist sie die Medizintechnik der Zukunft? Oder ist Nanomedizin Science Fiction?

Beispiel eins. Ein Nanochirurg, der im Auge schädliche Ablagerungen entfernt. Der Amerikaner Bradley Nelson von der Technischen Hochschule Zürich hat ihn entwickelt. Der Professor für Robotik sucht nach neuen Wegen, Medikamente präzise mit Robotern zu transportieren oder sogar Blutgefässe von Plaques zu reinigen.

Auf dem Experimentiertisch: große Magnetspulen, im Zentrum ein Auge aus dem Schlachthof.So wird der Roboter im Augeninnern gesteuert. "Die Anwendung in der Augenchirurgie ist nur die Spitze des Eisbergs. In Zukunft könnten diese kleinen Roboter an schwierig erreichbare Orte im Körper gelangen. Orte im Hirn, im Innenohr, im Herzen, im Verdauungstrakt. Und das sind nur einige der Einsatzmöglichkeiten, die wir uns in Zukunft vorstellen können", erklärt Bradley Nelson.

Roboterfabrik im Kleinformat: in Zürich wird der Nanochirurg weiterentwickelt. Ein grosser Schritt ist Bradley Nelson im vergangenen Jahr gelungen: Ein neuer Antrieb verbessert die Navigation des Nanobots. Ihr Einsatz in der Medizin: noch ist das eine Vision.

Beispiel zwei. Patrick Hunziker von der Basler Uniklinik entwickelt Medikamenten-Transporter. Mögliches Einsatzgebiet: die Herzmedizin.

Hier im Bild: ein Nano-Container. Er soll wie eine Fähre die Arznei zu den kranken Zellen bringen. Wie eine Klette kann sich die Hülle des Nano-Containers an ihrem Zielort festhacken und dort Medikamente freisetzen.

Intensivmediziner Hunziker sieht für den Patienten viele Vorteile: "Die Nanocontainer können sehr gezielt an der kranken Zelle angreifen. Das bedeutet: alle anderen Zellen, die anderen Organe, die nicht am Krankheitsprozess beteiligt sind, die können wir von Nebenwirkungen verschonen", so Hunziker.

Hergestellt werden Nanocontainer in einem komplizierten, mehrstufigen, chemischen Verfahren. Die fluoreszierende Farbe hilft später, die Container bei Zelltests einfach zu finden. Erste Erfolge hat Biochemikerin Rahel Bänziger bereits dokumentiert. Zellen des Immunsystems - so genannte Makrophagen - werden von den Nanocontainern gezielt erkannt.

Der Blick durchs Mikroskop zeigt: Gesunde Zellen werden verschont. Die grünen, kranken Zellen hingegen hat der rot fluoreszierende Nanocontainer attackiert. Alles noch Zukunftsmusik? Nanocontainer werden bereits im Tierversuch getestet.

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