
Die Ratingagentur Standard & Poor's senkt die Bewertung fast aller italienischer Banken. Lediglich drei der von S&P beobachteten Institute behalten ihr bisheriges Rating.
Von der Herabstufung sind einige der größten Banken Italiens betroffen, darunter Unicredit, Intesa Sanpaolo, Banca Nazionale del Lavoro und Mediobanca. Deren langfristiges Rating sinkt auf BBB+, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hervorgeht.
Erst im Januar hatte S&P die Bonität Italiens als staatlicher Schuldner um zwei Stufen herabgesetzt, von A+ auf BBB+. Die Schwierigkeiten des Landes, sich neues Geld zu leihen, erhöhe auch das Risiko für italienische Banken, so die Agentur.
Fast alle Banken Italiens
Die Ratingagentur hat damit fast alle italienischen Institute, für die sie Ratings erstellt, herabgestuft. Insgesamt bewertet S&P 37 italienische Banken.
Italien ist hoch verschuldet und steht vor einer Rezession. Seit seinem Amtsantritt im November hat Premierminister Mario Monti einen harten Sparkurs eingeschlagen. In diesem Jahr muss Italien auslaufende Kredite von rund 450 Milliarden Euro bedienen. Für das Land ist es daher wichtig, dass es für neue Anleihen nicht zu hohe Zinsen zahlen muss. Zuletzt lag der Zinssatz für zehnjährige italienische Anleihen bei nahe sechs Prozent, während er im letzten Jahr noch bei rund sieben Prozent lag.
bea/wa (dpa, afp, S&P)
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