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Die Buchkonzeption "Bauhaus" sieht mit "Themen", "Werkteil" und "Dokumentation" drei Einheiten vor. Das erste Kapitel "Themen" beschäftigt sich mit "Grundlagen und "Nachwirkungen" des "Bauhauses". Dazu gehören die Suche nach den geschichtlichen Wurzeln in den Bauhütten des Mittelalters mit ihrer sozialen und geistigen Gemeinschaft der Schaffenden ebenso wie die Verknüpfung mit der Philosophie Oswald Spenglers oder auch Rudolf Steiners.

Dazu gehört auch der Bezug zur Politik - von Weimar über den Nationalsozialismus (mit neuen, interessanten Relationen) bis hin zur DDR und der Bundesrepublik Deutschland. Im Kapitel "Werk" spiegeln sich zunächst die Persönlichkeiten, die das Bauhaus prägten. Dazu gehören die drei Direktoren.

Gemeinsames Ziel: moderne Ethik

An ihrer Spitze der "Erfinder" des ganzen Unternehmens, der Architekt Walter Gropius, sowie die ihm folgenden Architekten-Kollegen Hannes Meyer und Ludwig Mies van der Rohe. Sie alle haben "die Ideen der modernen Architektur nachhaltig geprägt und das Gesicht der modernen städtischen Lebenswelten des 20. Jahrhunderts entscheidend beeinflusst."

Natürlich werden solche Berühmtheiten wie Paul Klee, Wassily Kandinsky, Lionel Feininger oder Oskar Schlemmer und viele andere in eigenen Unterkapiteln gewürdigt. Sie alle verband ein gemeinsames Ziel - wie es hier wörtlich heißt:

"Die Bauhaus-Bildung sollte technische und handwerkliche Kenntnisse vermitteln und vor allem künstlerische Fähigkeiten schulen, um mithilfe eines umfassenden Gestaltungswissens vom Städtebau bis zum Gebrauchsobjekt die Alltagswelt der Menschen neu zu ordnen. So war die Suche nach einer neuen Ästhetik zugleich die nach einer modernen Ethik..."

Praktischer Nutzen

Das Abschluss-Kapitel "Dokumentation" enthält neben einer "Bauhaus-Zeittafel" unter anderem einen "Merchandising-Appendix": Eine gelungene Idee, mit der die am häufigsten aufgelegten Bauhausobjekte und diejenigen Firmen aufgelistet werden, die Bauhausobjekte vertreiben.

Wer sich für das "Bauhaus" interessiert, der findet in diesem Buch also nicht nur eine akademisch-theoretische Auseinandersetzung mit diesem "Religions-Ersatz" - wie diese Kunstrichtung und Kunstphilosophie gelegentlich auch genannt wurde. Es vermittelt auch einen praktischen Nutzen, der ihm zu Recht einen weiteren Kreis von Lesern erschließen wird.