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Umbruch in der arabischen Welt

Bessere Haftbedingungen in Aschkelon

Mehrere Wochen hatten rund 1500 Häftlinge im Gefängnis von Aschkelon die Nahrung verweigert.

  • Lautstarker Protest

    Im Land der Pharaonen - Ägypten vor der Wahl

    Lautstarker Protest

    Ägyptens Jugend lässt nicht locker. Lautstark protestiert sie gegen den Obersten Militärrat. Der bestimmt mehr als ein Jahr nach dem Sturz von Hosni Mubarak immer noch die Geschicke des Landes. Viele Ägypter wollen sich das nicht länger gefallen lassen.

  • Muslimbrüder gegen Militärrat

    Im Land der Pharaonen - Ägypten vor der Wahl

    Muslimbrüder gegen Militärrat

    Auch die Muslimbrüder sprechen sich gegen den Militärrat aus. Sie stellen fast die Hälfte der Parlamentsabgeordneten – und wollen selber an die Macht. Seit Anfang des Jahres verlangt die Bruderschaft, die alte Regierung zu entlassen. Denn die wurde vom Militärrat eingesetzt.

  • Eine Partei um El Baradei

    Im Land der Pharaonen - Ägypten vor der Wahl

    Eine Partei um El Baradei

    Der Militärrat hat angekündigt, das Kabinett umzubilden. Vielen Ägyptern reicht das nicht. Zum Beispiel Mohammed El Baradei. "Wir wollen eine echte Demokratie", sagt der Friedensnobelpreisträger und ehemalige Chef der Internationalen Atomenergiebehörde. Er gehört zu den bekanntesten Gesichtern der Opposition und hat jetzt eine eigene Partei gegründet.

  • Protest gegen Präsidentenwahl

    Im Land der Pharaonen - Ägypten vor der Wahl

    Protest gegen Präsidentenwahl

    Wie hunderttausende andere Ägypter hat El Baradei gegen den Militärrat protestiert – und seine Kandidatur für die bevorstehende Präsidentenwahl zurückgezogen. Die Abstimmung am 23. und 24. Mai werde abgehalten, obwohl das System nicht wirklich demokratisch sei, argumentiert er.

  • Beliebter Kandidat

    Im Land der Pharaonen - Ägypten vor der Wahl

    Beliebter Kandidat

    Auf der Liste für die Präsidentenwahl stehen 13 Kandidaten. Einer der aussichtsreichsten ist Abdel Moneim Abul Futuh. Er gehörte der Muslimbruderschaft an, wurde aber von der Bruderschaft ausgeschlossen, weil er ohne Erlaubnis des Führungsgremiums seine Kandidatur angekündigt hatte.

  • Aussichtsreicher Konkurrent

    Im Land der Pharaonen - Ägypten vor der Wahl

    Aussichtsreicher Konkurrent

    Ein Konkurrent um die meisten Stimmen ist Hamdien Sabahi. Der linke Aktivist und langjährige Gegner des Mubarak-Regimes genießt auch bei der Revolutionsjugend Respekt. Einer Umfrage zufolge würden er und Abul Futuh jeweils 32 Prozent der Stimmen erhalten.

  • Alter Bekannter

    Im Land der Pharaonen - Ägypten vor der Wahl

    Alter Bekannter

    Für Ahmed Schafik scheinen die Chancen zu schwinden: der säkulare Kandidat war der letzte Regierungschef des gestürzten Präsidenten Hosni Mubarak. Schafiks Kandidatur für das Präsidentenamt war von der Wahlkommission zuerst abgelehnt, dann aber wieder zugelassen worden.

  • Favorit der Säkularen

    Im Land der Pharaonen - Ägypten vor der Wahl

    Favorit der Säkularen

    Bessere Aussichten hat Amre Mussa. Der ehemalige Generalsekretär der Arabischen Liga gilt im Lager der Nicht-Religiösen als Favorit. Vor seiner Ernennung zum Liga-Chef war er Außenminister unter Mubarak gewesen. Bei den islamisch-konservativen Ägyptern kommt er allerdings nicht so gut an.

  • Stimmen von den Salafisten?

    Im Land der Pharaonen - Ägypten vor der Wahl

    Stimmen von den Salafisten?

    Der Kandidat der Salafisten blieb auf der Strecke: Der Prediger Hasem Abu Ismail wurde aus formalen Gründen von der Wahlkommission abgelehnt. Ein großer Ärger für die Salafisten: Sie hatten keinen Ersatzkandidaten aufgestellt. Um die Stimmen der Salafisten, die bei der Parlamentswahl ein Viertel der Wählerstimmen bekamen, werben jetzt die Muslimbrüder.

  • Muslimbruder Mursi

    Im Land der Pharaonen - Ägypten vor der Wahl

    Muslimbruder Mursi

    Mohammed Mursi ist der Kandidat der Muslimbrüder. Er rückte nach, weil der ursprüngliche Kandidat Chairat al-Schater von der Wahlkommission ausgeschlossen wurde. Der oppositionelle al-Schater war unter Mubarak mehrfach verurteilt worden. Für die Kommission reichte das als Grund, ihn für eine Kandidatur zu sperren.

  • Offenes Rennen

    Im Land der Pharaonen - Ägypten vor der Wahl

    Offenes Rennen

    Wer das Rennen um das Präsidentenamt gewinnen wird, ist noch völlig offen. Der Politikwissenschaftler und Ägypten-Experte Hamadi El-Aouni meint: "Egal, wer Präsident wird – er wird kein Gewicht haben." Auch wenn sich viele Ägypter nach einer starken Staatsspitze sehnen: Das Land wird ohne einen neuen Pharao auskommen müssen.


    Autorin/Autor: Anne Allmeling | Redaktion: Daniel Scheschkewitz