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  • Leben in Deutschland

    Auf legalem Weg nach Deutschland

    Leben in Deutschland

    In Deutschland leben rund 6,75 Millionen Ausländer. Im vergangenen Jahr ist ihre Zahl leicht gestiegen - zum ersten Mal seit fünf Jahren. Denn es ist nicht einfach, in die Bundesrepublik einzuwandern.

  • Wege nach Deutschland

    Auf legalem Weg nach Deutschland

    Wege nach Deutschland

    Doch es gibt sie, die legalen Wege nach Deutschland: über die Arbeit, die Ausbildung oder Asylanträge. Normalerweise erhalten Zuwanderer zunächst eine befristete Aufenthaltserlaubnis. Wenn sie fünf Jahre legal im Land sind, ihren Lebensunterhalt sichern können, nicht vorbestraft sind und die Sprache sprechen, erhalten sie die Erlaubnis, sich dauerhaft niederzulassen.

  • Spitzenkräfte

    Auf legalem Weg nach Deutschland

    Spitzenkräfte

    Hochqualifizierte Fachkräfte bekommen direkt einen Daueraufenthaltstitel, nicht erst nach fünf Jahren. Gemeint sind damit Spitzenkräfte in Wirtschaft und Forschung mit einer hohen Qualifikation, an deren Aufenthalt ein besonderes Interesse besteht. Das sind beispielsweise Wissenschaftler mit besonderen Kenntnissen oder Spezialisten. Sie müssen allerdings im Jahr mehr als 66.000 Euro verdienen.

  • Fachkräfte

    Auf legalem Weg nach Deutschland

    Fachkräfte

    Wer qualifiziert ist und weniger als 66.000 Euro verdient, kann als Fachkraft eine befristete Aufenthaltsgenehmigung bekommen. Eine Fachkraft ist, wer eine Berufsausbildung oder ein Studium abgeschlossen hat – zum Beispiel Lehrkräfte, Wissenschaftler, Spezialitäten-Köche oder Berufssportler. Nach fünf Jahren können diese Fachkräfte die Erlaubnis erhalten, sich niederzulassen.

  • Saisonarbeiter

    Auf legalem Weg nach Deutschland

    Saisonarbeiter

    Neben den Fachkräften gibt es auch ungelernte oder geringqualifizierte Beschäftigte, die zuwandern. Das sind vor allem Saisonarbeiter, die bis zu sechs Monate lang in der Landwirtschaft oder Gastronomie arbeiten dürfen und Haushaltshilfen für Pflegebedürftige. Sie erhalten in der Regel nur befristete Aufenthaltsgenehmigungen.

  • Selbstständige

    Auf legalem Weg nach Deutschland

    Selbstständige

    Auch für Selbstständige gibt es Aufenthaltsgenehmigungen, wenn ein übergeordnetes wirtschaftliches Interesse oder ein besonderes regionales Bedürfnis besteht - und wenn die Finanzierung sicher ist. Selbstständige müssen über eine Investitionssumme von 250.000 Euro verfügen und fünf Arbeitsplätze schaffen. Sind sie erfolgreich, bekommen sie nach drei Jahren eine Niederlassungserlaubnis.

  • Studenten

    Auf legalem Weg nach Deutschland

    Studenten

    Wer sich an einer deutschen Universität bewirbt oder dort studiert, kann ein Visum beantragen und eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten. Diese Genehmigung kann nach Abschluss des Studiums für ein weiteres Jahr verlängert werden – so hat der Absolvent Zeit, sich in Deutschland nach einem geeigneten Job umzusehen. Findet er einen, kann er eine Aufenthaltsgenehmigung als Fachkraft erhalten.

  • Au-pair

    Auf legalem Weg nach Deutschland

    Au-pair

    Auch wer als Au-pair nach Deutschland kommt, bekommt eine befristete Aufenthaltsgenehmigung. Sie gilt meist für ein Jahr - so lange leben Au-pairs normalerweise in deutschen Gastfamilien und helfen im Haushalt und bei der Kinderbetreuung.

  • Familie

    Auf legalem Weg nach Deutschland

    Familie

    Wer sich rechtmäßig in Deutschland aufhält, darf seine Familie nachholen. Zur Familie werden dabei Ehegatten und Kinder gezählt. Das geht aber nur, wenn derjenige, der in Deutschland lebt, regelmäßige Einkünfte hat und seine Familie versorgen kann. Die Familienmitglieder müssen außerdem - bis auf einige Ausnahmen - einfache Gespräche auf Deutsch führen können.

  • Spätaussiedler

    Auf legalem Weg nach Deutschland

    Spätaussiedler

    Spätaussiedler sind Menschen deutscher Herkunft, die in bestimmten Ländern leben und zurück nach Deutschland kommen. Zu diesen Ländern gehören die Nachfolgestaaten der Sowjetunion und andere ehemalige Ostblockstaaten wie zum Beispiel Rumänien und Polen. Sobald diese Menschen als Spätaussiedler anerkannt werden, erhalten sie die deutsche Staatsbürgerschaft.

  • Asyl

    Auf legalem Weg nach Deutschland

    Asyl

    In Deutschland erhalten Menschen Asyl, die in ihrem Heimatland vom Staat politisch verfolgt werden - wegen ihrer politischen Überzeugung, ihrer Religion oder ihrem Anderssein. Bis der Asylantrag genehmigt ist, dürfen sie sich in dem Bezirk aufhalten, wo sie wohnen. Danach erhalten sie eine Aufenthaltsgenehmigung für drei Jahre - und können danach eine Niederlassungserlaubnis bekommen.

  • Deutsche Bundespräsidenten

    Christian Wulff (seit 2010)

    Der Jüngste
    Mit nur 51 Jahren ist der gebürtige Niedersachse ins Schloss Bellevue, dem Sitz des Bundespräsidenten, eingezogen. Der frühere Ministerpräsident von Niedersachsen (CDU) hat sich die Integration der ausländischen Mitbürger auf die Fahnen geschrieben. Schon zum Amtsantritt sagte er: "Der Islam gehört zu Deutschland".

  • Bundespräsident Theodor Heuss

    Deutsche Bundespräsidenten

    Theodor Heuss (1945-49)

    Der Papa für den jungen Staat
    Der FDP-Politiker war der erste Bundespräsident des neuen Nachkriegsdeutschlands und setzte gleichzeitig Maßstäbe für das Amt. Er war Mitbegründer des Grundgesetzes, also der Verfassung der Bundesrepublik. Für die Deutschen war er damals "Papa Heuss".

  • Deutsche Bundespräsidenten

    Heinrich Lübke (1959-69)

    Der Unglückliche
    Bevor der CDU-Politiker aus dem Sauerland das erste Amt im Staat übernahm, war er Landwirtschaftsminister. Lübke sah sich selbst als "ungeeignet" für das Amt an. Die Entwicklungspolitik wurde zu seinem Thema und damit erlangte er im Ausland auch Ansehen, während im Inland seine Reden mit skurrilen Stilblüten zuweilen belächelt wurden.

  • Deutsche Bundespräsidenten

    Gustav Heinemann (1969-74)

    Der Anständige
    Die Demokratie festigen – das war das Anliegen des ersten Sozialdemokraten im Amt des Bundespräsidenten. Gleichzeitig setzte er auf Versöhnung mit den ehemaligen Kriegsgegnern. Heinemann wollte kein abgehobenes Staatsoberhaupt sein, sondern ein "Bürgerpräsident".

  • Deutsche Bundespräsidenten

    Walter Scheel (1974-79)

    Der heiter Entschlossene
    In Erinnerung blieb zwar bei diesem Bundespräsidenten zunächst sein fröhlicher Gesang. Er präsentierte sich mit Volksliedern sogar im Fernsehen. Darüber geriet leicht in Vergessenheit, dass sich der FDP-Politiker als entschlossener Kämpfer gegen den Terrorismus zeigte. In seine Amtszeit fielen Anschläge der RAF.

  • Deutsche Bundespräsidenten

    Karl Carstens (1979-84)

    Der Wandersmann
    Der CDU-Politiker trat für konservative Werte ein. Die Sozialdemokraten und die Freidemokraten lehnten ihn wegen seiner früheren Mitgliedschaft in der nationalsozialistischen NSDAP ab. Den Kontakt zur Bevölkerung hielt er während seiner Wanderungen durch Deutschland, bei denen er sich streckenweise begleiten ließ.

  • Deutsche Bundespräsidenten

    Richard von Weizsäcker (1984-94)

    Das Gewissen der Nation
    In seiner berühmten Rede im Bundestag am 8. Mai 1985 nannte er die Niederlage der Deutschen im Zweiten Weltkrieg eine "Befreiung". In seine Amtszeit fiel ein weiteres großes historisches Ereignis: der Fall der Mauer. Nach der politischen Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland mahnte der Christdemokrat aber auch die "innere Einheit" an.

  • Deutsche Bundespräsidenten

    Roman Herzog (1994-99)

    Der Ruck-Präsident
    Der frühere Richter am Bundesverfassungsgericht stand für "Klarheit und Wahrheit". In dieser Haltung forderte er Änderungen der Gesellschaft in Krisenzeiten und den Abschied vom "Kästchen"-Denken. "Es muss ein Ruck durch Deutschland gehen", sagte der CDU-Politiker in seiner Berliner Rede im April 1997.

  • Deutsche Bundespräsidenten

    Johannes Rau (1994-2001)

    Der Versöhner
    Der überzeugte Christ aus Nordrhein-Westfalen bat zum Amtsantritt um Geduld mit seinen Schwächen. Große Beachtung fand der Auftritt des Sozialdemokraten im israelischen Parlament. Er war damit der erste Präsident, der auf Deutsch in der Knesset sprach. Dabei bat er um Vergebung für die Taten der Deutschen im Dritten Reich.

  • Deutsche Bundespräsidenten

    Horst Köhler (2004-10)

    Der Überraschende
    Die Arbeit des ehemaligen Direktors des Internationalen Währungsfonds im höchsten deustchen Staatsamt war geprägt durch sein Engagement für die Länder Afrikas. Sein überraschender Rücktritt wegen einer Interview-Äußerung über die Rolle der Bundeswehr in Afghanistan war ein politischer Paukenschlag.
    Autor: Sabine Faber / Redaktion: Manfred Böhm