Die Medienlandschaft in Afrika hat sich in den vergangenen zehn Jahren radikal verändert. In den meisten Staaten des Kontinents ist das Monopol staatlicher Medien gebrochen - sei es, weil Regierungen von sich aus die Medienmärkte liberalisiert haben, oder weil die Bevölkerung Freiheit und Demokratie, und damit auch mehr Medienvielfalt, erzwungen hat.
Dies gilt insbesondere für die nordafrikanischen Länder Tunesien und Libyen, in denen trotz einiger Rückschläge die Hoffnungen des Arabischen Frühlings noch lebendig sind. Aber auch in Ghana, Malawi und Kenia ist eine dynamische, vielfältige Medienlandschaft inzwischen zum Motor einer fortschreitenden Demokratisierung geworden.
Auch wenn weiterhin viele afrikanische Länder auf den Ranglisten der Medien- und Meinungsfreiheit weltweit auf den hintersten Plätzen rangieren, so überwiegen dennoch die ermutigenden Zeichen: Afrika ist ein Kontinent im Aufbruch. Und die DW Akademie möchte diesen Aufbruch durch langfristig angelegte Programme unterstützen.
So engagieren wir uns in Ghana, Namibia und Mosambik vor allem bei Community-Medien und lokalen Radio- und TV-Sendern, die den Menschen außerhalb der großen städtischen Zentren eine Stimme geben und sie an politischen Debatten teilhaben lassen. In Libyen und Tunesien trainieren wir seit den ersten Tagen des Arabischen Frühlings Journalisten und Führungskräfte von staatlichen und privaten Sendern in allen Landesteilen, um sie bei den neuen Herausforderungen einer freiheitlichen Gesellschaft zu unterstützen. Zudem arbeiten wir hier an einer Modernisierung der journalistischen Aus- und Fortbildung, um langfristig eine neue Generation von fachlich gut ausgebildeten Journalisten hervorzubringen.
Weitere Programme zur Modernisierung des Mediensektors und zur Förderung von Meinungs- und Medienfreiheit unterhält die DW Akademie in Simbabwe, Sambia, Südafrika, Tansania, Kenia, Uganda, Ruanda, Burundi, DR Kongo, Kamerun, Südsudan, Guinea, Sierra Leone, Niger und Tschad. Hinzu kommen überregionale Sonderprojekte etwa zur Förderung der afrikanischen Filmwirtschaft oder zur Schaffung von Netzwerken für den Austausch von Radio- und TV-Programmen für Kinder und Jugendliche.
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