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Pakistan

Doppelanschlag erschüttert Nordwesten Pakistans

Die Gewaltwelle in Pakistan hört nicht auf. Im Nordwesten des Landes wurden kurz nacheinander zwei Bomben auf einem Basar und in der Nähe davon gezündet. Dabei wurden etwa 40 Menschen getötet.

Bewohner der pakistanischen Stadt Parachinar liegen auf Betten im Krankenhaus (Foto: AP)

Pakistan Anschläge auf Basar

Die Attentäter hatten sich den Zeitpunkt ihres Angriffs genau ausgesucht: Der Basar der Stadt Parachinar im Nordwesten Pakistans war am Freitag sehr gut besucht. Denn viele Menschen strömten dorthin, weil die Gläubigen im Fastenmonat Ramadan tagsüber nicht essen und dann Vorräte für den Abend kaufen. Das nutzten die Bombenleger aus, als die Sprengsätze zündeten.

Durch die Explosionen wurden etwa 40 Menschen getötet und mindestens 150 verletzt. Das teilten Mitarbeiter der Rettungsdienste im Stammesgebiet Kurram mit. Einige Verletzte schweben in Lebensgefahr, so dass sich die Zahl der Toten noch erhöhen könnte. Zunächst bekannte sich niemand zu der Bluttat. Staatspräsident Asif Ali Zardari verurteilte den Anschlag. Parachinar liegt in den Stammesgebieten nahe der Grenze zu Afghanistan, die von den radikalislamischen Taliban immer wieder als Rückzugsorte genutzt werden.

Nach Angaben der Behörden gingen die Sprengsätze in der Nähe von schiitischen Moscheen hoch. Die Schiiten stellen etwa zehn Prozent der Bevölkerung im muslimischen Pakistan. Parachinar hat eine große schiitische Gemeinde, die schon öfter das Ziel militanter Sunniten war. Pakistan wird seit Wochen von einer Serie von Anschlägen erschüttert.

kle/sc (afp, dpa, rtre, ape)

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