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Hier und heute - Therapie für Bass und Cello

Großer Andrang in der neuen Musiker-Ambulanz in der Düsseldorfer Uniklinik. Petra Breuer-Küppers kommt mit ihrem Cello. Sie kann ihren Bogen nur noch führen, wenn sie starke Schmerzmittel genommen hat - gegen die Schmerzen, besonders im rechten Daumen. Detlef Urbanek spielt E-Bass, zwei Finger seiner Zupfhand werden immer wieder taub. Eine Katastrophe für einen, der bis zu 40 Konzerte im Jahr spielt.

"Wenn Menschen krank werden durch das, was sie am meisten lieben, sind sie auch an der Seele krank", sagt der Musikermediziner Dr. Wolfram Goertz. Gemeinsam mit einem Neurologen schaut er sich zunächst genau an, wie seine Patienten spielen. Welche Haltung haben sie? Wie setzen sie ihre Hände ein? Der Bogen der Cellistin ist zu schwer, befindet Goertz und schickt die Cellistin zu einem Instrumentenbauer. Mit Untersuchungen bei verschiedenen Fachärzten der Uniklinik geht es für beide Patienten weiter. Ein fast Tag füllendes Diagnostik-Programm.

Reporterin Sabine Wagner hat alle Stationen mit durchlaufen und festgestellt, dass es den Ärzten darum geht, Therapieempfehlungen zu geben, die oft ganz anders aussehen, als für Patienten, die nicht für die Musik und von ihr leben.